Stadt Verden passt Bebauungspläne an

Nicht noch mehr Zocker in der Innenstadt

Das Wettbüro an der Brückstraße
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Das Wettbüro an der Brückstraße: Weitere soll es in dem Bereich nicht geben.

Verden – Glücksspiel, Wettbüros und Spielhallen, die gibt es in Verdens Innenstadt. Und es könnten durchaus noch mehr werden. „Das Baurecht lässt das, auch in der Altstadt, bislang zu“, so Britta Böhling von der Stadtverwaltung. Bald nicht mehr. Der Ausschuss für Stadtentwicklung war sich einig, dem einen Riegel vorzuschieben.

Verdens schönsten Ecken: die Altstadt zwischen der Großen Straße, dem Jakobigang, der Oberen Straße und dem Anita-Augspurg-Platz

Die Verwaltung hatte dem Gremium einen Stadtplan vorgelegt. Die Innenstadt, einige Flächen weiß, war darauf zu sehen. Weiß markiert auch da, wo Verdens schönsten Ecken liegen, darunter die Altstadt zwischen der Großen Straße, dem Jakobigang, der Oberen Straße und dem Anita-Augspurg-Platz im Schatten des Doms. Ein weißer Fleck auf der Karte auch der nördliche Teil der Altstadt, in der weiteren Umgebung der Großen Straße, dazu die Herrlichkeit, die Stifthofstraße sowie östlich die Reeperbahn bis hin zur Brückstraße. „Da, wo es weiß ist, könnten derzeit Spielhallen, Wettbüros sowie alle Arten von Vergnügungsstätten aus dem Erotikbereich öffnen“, erklärte Britta Böhling den Ausschussmitgliedern.

Verden: Bereits fünf Vergnügungsstätten wie Spielhallen und Wettbüros

Keinen Zweifel lässt die Verwaltung daran, dass für die genannten Geschäfte in dem Bereich kein weiterer Platz sein soll, zumal es bereits fünf Vergnügungsstätten wie Spielhallen und Wettbüros gibt. Bei weiteren Ansiedlungen seien erhebliche negative Folgen zu befürchten, bis hin zu Auswirkungen auf das Mietpreisgefüge. All’ das widerspreche den Zielen der Stadtentwicklung. „Die Zukunftsfähigkeit der Fußgängerzone und angrenzender Geschäftslagen steht in einem engen Zusammenhang mit dem Erhalt und der Entwicklung attraktiver Nutzungen“, erklärte Britta Böhling. Spielhöllen passten da nicht rein. Aufgabe der Stadtentwicklung sei es daher, Rahmenbedingungen auch durch Bauleitplanung anzupassen, sobald es für die städtebauliche Ordnung erforderlich ist.

Stadt Verden sieht sich mit der Änderung des Bebauungsplans und der Neuregelung auf sicherem Terrain

Rein rechtlich sieht sich die Stadt mit der Änderung des Bebauungsplans und der Neuregelung auf sicherem Terrain, begründet die Ablehnung weiterer Vergnügungsstätten auch mit dem Schutz der urbanen Funktion des Mittelzentrums Verden. Außerdem gebe es im Stadtgebiet nach wie vor Flächen, die besser für eine Ansiedlung entsprechender Geschäfte geeignet seien. Unbestritten bleibe zudem, dass bereits genehmigte Vergnügungsstätten planungsrechtlichen Bestandsschutz genießen, so die Verwaltung. Im Ausschuss für Stadtentwicklung gab es für die Vorlage uneingeschränkte Zustimmung aus allen Fraktionen.  

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