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Auf der Weser in Hutbergen: Yacht droht zu kentern

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Von: Markus Wienken

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Großeinsatz auf der Weser. Eine Yacht war auf Grund gelaufen, drohte zu kentern.... Rettungsboote rückten aus...

Die Motoryacht sitzt fest: Kurz nachdem das Schiff die Weserbrücke bei Hutbergen passiert hatte, blieb es in Ufernähe stecken und musste freigeschleppt werden.
Die Motoryacht sitzt fest: Kurz nachdem das Schiff die Weserbrücke bei Hutbergen passiert hatte, blieb es in Ufernähe stecken und musste freigeschleppt werden. © Markus Wienken

Verden – Eine Yacht in Schräglage, dann ein Notruf: Großeinsatz am Dienstagmittag auf der Weser bei Hutbergen. Ein paar Hundert Meter nach der Hutberger Brücke war ein Schiffsführer mit seinem schmucken Boot flussabwärts auf Grund gelaufen. Das Schiff, so eine erste Meldung, drohe zu sinken. Verletzt wurde bei der Havarie niemand, die Einsatzkräfte, allen voran die Freiwilligen Feuerwehren und auch die DLRG, hatten allerdings alle Hände voll zu tun.

Einsatzkräfte der DLRG gingen an Bord der havarierten Yacht und nahmen Kontakt zum Schiffsführer auf.
Einsatzkräfte der DLRG gingen an Bord der havarierten Yacht und nahmen Kontakt zum Schiffsführer auf. © Wienken, Markus

Wie es genau zu dem Unfall kam, ist noch nicht geklärt und dürfte Gegenstand weiterer Ermittlungen sein. Fest steht, dass die Motoryacht, an Bord zwei Personen, in Hannover mit dem Ziel Bremen gestartet war. Das Schiff passierte Dörverden, setzte seine Reise in Richtung Bremen fort und schipperte flussaufwärts an Hutbergen vorbei. Nachdem der Schiffsführer die Weserbrücke hinter sich gelassen hatte, lief dann die „Pelikan“ nach wenigen Hundert Metern auf Grund und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien, so die Mitteilung der Feuerwehr.

Taucher prüften den Rumpf auf mögliche Schäden.
Taucher prüften den Rumpf auf mögliche Schäden. © Wienken, Markus

In der ersten Alarmierung, so eine Auskunft der Polizei Verden, hieß es, dass die Motoryacht offenbar bei der Grundberührung schweren Schaden genommen hatte und zu sinken drohte. Entsprechend groß war das Aufgebot an Einsatzkräften, das sich gegen 14.50 Uhr unter Blaulicht auf den Weg in Richtung Hutbergen machte. Da nicht klar schien, von welcher Seite das Boot schnell zu erreichen ist, wurden Einsatzfahrzeuge zu beiden Seiten der Weser geschickt und auch in Ritzenbergen stationiert. Die Ortsfeuerwehren Blender, Thedinghausen und Verden sowie Aktive der DLRG und der FTZ rückten mit Rettungsbooten aus und erkundeten die Lage von der Wasserseite. Auch mehrere Rettungswagen standen während des Einsatzgeschehens vorsichtshalber an der Einsatzstelle in Bereitschaft.

In Ritzenbergen stand weitere Unterstützung. der Feuerwehr am Deich.
In Ritzenbergen stand weitere Unterstützung. © Wienken, Markus

Sowohl flussauf- als auch flussabwärts fuhren die Besatzungen der Rettungsboote Patrouille, um möglicherweise herannahende Schiffe vor der Havarie zu warnen. Zeitgleich stiegen Taucher der DLRG, mit Leinen gegen die starke Strömung gesichert, in die Weser. Die Spezialkräfte überprüften oberhalb, aber vor allem unterhalb der Wasseroberfläche das Schiff auf mögliche Schäden. Daumen hoch, hieß es nach mehren Tauchgängen. Die Froschmänner bestätigten zudem, dass das Boot nicht leckgeschlagen war und auch keine Betriebsstoffe ausliefen, erklärte ein Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Verden. Auch der Motor schien keinen Schaden genommen zu haben.

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Der Rumpf in Ordnung, die Mannschaft fit, gab es grünes Licht für die Weiterfahrt der Motoryacht in Richtung Bremen. Ein Arbeitsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes leistete erfolgreich Starthilfe und schleppte das auf der Buhne sitzende Boot wieder frei. Bis zur Schleuse in Langwedel begleitete ein Schiff des WSA die Yacht.

Patrouille auf der Weser vor der Hutberger Brücke.
Patrouille auf der Weser vor der Hutberger Brücke. © Wienken, Markus

Nach rund zwei Stunden konnte schließlich der Großteil der Einsatzkräfte einrücken. Die Wasserschutzpolizei Nienburg hat die weiteren Ermittlungen zur möglichen Unfallursache aufgenommen.

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