Jugendliche aus den Partnerstädten begrüßt

Workcamp startet - und vermittelt Werte für Europa

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Fragen über die Grund- und Menschenrechte werden beim Eurocamp im Fokus stehen.

Verden - „It is important for young people to collect european experience“, oder zu Deutsch: „Es ist wichtig für junge Leute, europäische Erfahrungen zu sammeln.“ Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Lutz Brockmann das siebte Eurocamp ein, das in diesem Jahr die Stadt Verden austrägt. Als Gastgeberin hat die Kreisstadt zusätzlich auch junge Menschen aus Zielona Góra (Polen) eingeladen.

Auf einem offiziellen Empfang im Foyer des historischen Rathauses begrüßte Brockmann die zwischen 16 und 21 Jahre alten Teilnehmer aus den Partnerstädten Havelberg, Formigine, Saumur, Verden und Warwick in gleich drei Sprachen: Deutsch, Englisch und Französisch. Jeweils vier Jugendliche aus einer Stadt dürfen an dem Workcamp teilnehmen, nachdem sie innerhalb eines Bewerbungsverfahrens ausgesucht wurden. Vom 18. bis zum 30. Juli werden sie sich im Rahmen des Eurocamps künstlerisch mit den Themen Demokratie, Grundrechte und ihren Werten für Europa auseinandersetzen.

Der Fokus dabei liegt auf dem Grundgesetz, in dem die wichtigsten Regeln im Staat seit nunmehr 70 Jahren festgelegt sind. Fragen wie: „Wie sieht es in den Ländern unserer Partnerstädte mit den Grundrechten aus?“ und „Was haben sie mit unserem Alltag und unserem Leben zu tun?“, werden die Arbeit der Jugendlichen bestimmen.

Brockmann erinnerte sich an einen Schüleraustausch nach Frankreich, an dem er 1976 teilnahm: „Die Franzosen wollten absolut keinen Kontakt zu den Deutschen haben“, berichtete er. „Sobald sie mich gesehen haben, sind sie auf die andere Straßenseite rübergegangen.“

Heutzutage würden die Jugendlichen „in Frieden und Freiheit, eben in Europa aufwachsen“, so der Bürgermeister. „Das ist ein Geschenk“, stellte er klar und hob hervor, dass es trotzdem weiterhin sehr wichtig sei, dass man sich gemeinsam für eine noch bessere Zukunft einsetzt. Das bekräftigte auch die erste Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Verden-Saumur, Ines Hoffmeyer. Der Verein unterstützt Austauschfahrten von Jugendlichen, wobei deren Mitglieder zum Beispiel junge Praktikanten aus Saumur während ihres Aufenthaltes in Verden betreuen. „Wir wollen insbesondere deutsch-französische Begegnungen und den damit verbundenen Sprachaustausch fördern“, erklärte Hoffmeyer.

Ebenfalls bei der Begrüßung dabei war Emily Karius von der „Fridays for Future“-Bewegung aus Verden. Sie stellte den Jugendlichen das Ziel der Gruppe vor, berichtete von Demos, die in Verden organisiert wurden, und erläuterte noch geplante Veranstaltungen. Jetzt macht sie beim Eurocamp mit. „Klimaschutz ist ein Menschenrecht“, unterstützte Brockmann Karius und betonte, dass man sich gemeinsam für einen besseren Klimaschutz einsetzen müsse, um etwas zu bewegen, da das in einer Demokratie nun mal nur die Mehrheit könne.

Nach dem offiziellen Teil der Begrüßung erfüllten angeregte Gespräche auf verschiedenen Sprachen den Raum. Die Jugendlichen stellten sich einander vor und tauschten sich über die kommenden zwei Wochen aus.

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