Werner Jahn stirbt im Alter von 75 Jahren

Als letzter OKD Geschichte geschrieben

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Der letzte Oberkreisdirektor des Landkreises Verden, Werner Jahn, ist tot. Der Mongolei-Fan starb im Alter von 75 Jahren.

Landkreis - Er war nicht nur der letzte Oberkreisdirektor im Landkreis Verden, sondern auch in der Bundesrepublik. Zehn Jahre nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand ist Werner Jahn im Alter von 75 Jahren gestorben.

„Sie haben beide im Landkreis Verden Geschichte geschrieben“, hatte der damalige niedersächsische Innenminister, Uwe Schünemann, die Verdienste des scheidenden OKD gewürdigt. Einbezogen hatte er auch Jahns politisches Gegenüber, den ehrenamtliche Landrat Hans-Jürgen Wächter, der zugleich sein Amt abgab.

32 Jahre hatte der studierte Verwaltungsjurist, der in Berlin geboren wurde und in Hannover sein Abitur gemacht hatte, Dienst beim Landkreis getan. Zehn Jahre davon als Oberkreisdirektor an der Spitze der Verwaltung. Diese Tätigkeit und die Verdienste um den Katastrophenschutz im Kreis waren allerdings ausdrücklich nicht der Grund dafür, dass Schünemann Jahn 2005 das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens verlieh. Die Statuten erlaubten nicht die Auszeichnung von Leistungen im öffentlichen Dienst, hatte der Minister erklärt.

So waren denn auch nicht die Funktionen auf Landesebene eigentlicher Grund für die Würdigung. Immerhin hatte Jahn im niedersächsischen Landkreistag gewirkt, war Mitglied in der Schiedsstelle für den Rettungsdienst in Niedersachsen und im Landesjustizprüfungsamt, am Studieninstitut für kommunale Verwaltung und an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Hildesheim.

Was Werner Jahn vor zehn Jahren das niedersächsische Verdienstkreuz eingebracht hat, war vor allem das langjährige Engagement für das Deutsche Rote Kreuz. Über viele Jahre hatte Jahn sich als Vorsitzender des Kreisverbandes eingesetzt. Dabei hatte er den Verband fest in den Aufbau des modernen Rettungswesens im Landkreis Verden einbezogen. „Es sind insbesondere diese Verdienste, aber auch Verdienste in einer ganzen Reihe anderer ehrenamtlicher Tätigkeiten, beispielsweise für behinderte Menschen im Landkreis Verden, die auf Anregung des Deutschen Roten Kreuzes den Niedersächsischen Ministerpräsidenten veranlasst haben, Ihnen das Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens zu verleihen“, hatte Schünemann erklärt.

Als der Landkreisbedienstete Werner Jahn dann 2005, wie es das Beamtenrecht verlangte, mit 65 in den Ruhestand ging, verschwand der Verdener zugleich auch ein gutes Stück aus der Öffentlichkeit. Das lag aber nicht zuletzt daran, dass Jahn sich in den folgenden Jahren mehr in Richtung Mongolei orientierte. Frühzeitig hatte er Kontakte dorthin geknüpft und sich vorgenommen, mit seinen Erfahrungen beim Aufbau des Rettungswesens zu helfen.

kle

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