Wenn das Leben noch nicht einmal begonnen hat 

Jennifer Wilman begleitet Sterneneltern in einer schmerzlichen Zeit

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Jennifer Wilman (links), Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerin in der Aller-Weser-Klinik, begleitet gemeinsam mit Stefanie Gebers und dem Team von den Sterneneltern Achim ehrenamtlich Eltern von verstorbenen ungeborenen Kindern.

Achim/Verden - Der Tod gehört zum Leben. Einen Menschen zu verlieren ist schwer, besonders schwierig jedoch, wenn ein Leben noch nicht einmal begonnen hat. So geht es Eltern, die sich mit dem Tod ihres ungeborenen Kindes auseinandersetzen müssen, den sogenannten Sterneneltern.

Dank ehrenamtlichem Engagement sind Eltern in dieser traurigen Phase des Lebens nicht allein. In der Aller-Weser-Klinik in Verden begleitet Jennifer Wilman betroffene Eltern, bietet Unterstützung in der Zeit der Trauer und steht auch Außenstehenden für Fragen zur Verfügung.

Wenn ein Leben endet, bevor es begonnen hat, spricht man von Sternenkindern. Das Erlebte ist für die Eltern eine traurige und prägende Erfahrung. Angehörige und Freunde quälen Fragen wie „Wie kann ich helfen?“, „Was kann ich sagen?“ oder „Wie kann ich Eltern den Schmerz nehmen?“, heißt es in einer Pressemitteilung der Aller-Weser-Klinik.

Jennifer Wilman, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin auf der Entbindungsstation der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Aller-Weser-Klinik, begegnet Eltern in solch einer schweren Phase ihres Lebens im Krankenhaus Verden. „Jedes Mal ist es eine traurige und schmerzliche Situation, die mich bewegt. Mir ist es wichtig, Betroffenen und Angehörigen auch in der Zeit nach dem stationären Aufenthalt Unterstützung zu bieten“, erklärt Wilman. Sie begleitet ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit „Sterneneltern Achim“ Betroffene, steht ihnen zur Seite und beantwortet Fragen.

Wilman bei Gruppentreffen dabei

Wilman ergänzt das Team um Stefanie Gebers und Kerstin Flato. Gebers freut sich über den Zuwachs im Achimer Sterneneltern-Team: „Jennifer Wilman wird unser Team durch ihr großes Engagement bereichern und auf die Bedürfnisse der Sterneneltern individuell eingehen.“ Ihre langjährige Berufserfahrung als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin in der Geburtshilfe kommt ihr bei diesem Ehrenamt zugute.

Unter anderem wird Wilman an den regelmäßigen Gruppentreffen teilnehmen. Diese finden jeden Montag in den geraden Monaten im Bürgerzentrum in Achim um 19.30 Uhr statt. Die Treffen richten sich an Betroffene und deren Angehörige und dienen dem ungezwungenen Austausch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Sonnabend, 21. Oktober, veranstalten die Sterneneltern Achim in Kooperation mit der Kontaktstelle für Selbsthilfe Verden einen Fachtag im Kulturhaus Alter Schützenhof in Achim. Es sind noch Restplätze vorhanden. Informationen hierzu unter www.sternenelternachim.jimdo.com.

Sternenkinder, die im vergangenen halben Jahr in der Aller-Weser-Klinik in Verden entbunden wurden, werden am Freitag, 20. Oktober, 14.30 Uhr, auf dem Waldfriedhof in Verden beigesetzt.

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