Fachausschuss diskutiert „ungepflegtes Stadtbild“

Zu wenig Personal für das wuchernde Grün?

+
Das Grün an den Straßen sprießt. Einigen, auch Mitgliedern des Rats, wuchert es zu üppig.

Verden - „Es sieht ungepflegt aus in der Stadt.“ Sven Sottorff (CDU) brachte auf den Punkt, was andere Mitglieder des Ausschusses für Straßen und Stadtgrün auf die eine oder andere Art bereits angedeutet hatten.

Der Vorsitzende des Gremiums, Carsten Hauschild (SPD), hatte sein Unbehagen über wucherndes Grün im Stadtbild mit einer Anregung auf die Tagesordnung der Sitzung am Mittwoch gesetzt: Der Vorschlag, die Grünpflege an eine Firma zu vergeben.

„Wir haben jedes Jahr das gleiche Thema“, begründete Hauschild seinen Versuch einer Klärung. Der Umfang der im Jahr anfallenden Leistungen könne berechnet werden und dann über eine Fremdvergabe oder eine angemessene Personalaufstockung beim Betriebshof entschieden werden. 

Auch Karin Hanschmann (SPD) befürchtete, dass der Personalschlüssel nicht mehr mit dem großen Aufgabenspektrum der Praktiker in Diensten der Stadt zusammenpasse. Und ein Stück weit konnte der Vertreter der Stadtverwaltung, Rainer Kamermann, die Befürchtungen bestätigen. In den zurückliegenden Jahren seien viele Wohngebiete in Verden hinzugekommen, das Personal des Betriebshofes aber seit zehn Jahren konstant. Der Personalbestand sei ein wichtiger Faktor für den Stand der Grünpflege.

Kamermann machte aber auch darauf aufmerksam, dass dieses Jahr ein Extremfall sei. Das nasse, aber auch warme Wetter habe die Pflanzen wuchern lassen. Das sei übrigens auch da häufig zu beobachten, wo die Grünpflege Sache der Anlieger sei.

Pflege herunterschrauben?

Heike Vullmer störte aber auch an den vermuteten Personalengpässen, dass zuweilen gerade dann gemäht wird, wenn die Pflanzen in voller Blüte oder im schönsten Zustand seien. Die Nabu-Vertreterin, die dem Ausschuss als beratendes Mitglied angehört, sah aber auch Möglichkeiten zur Entlastung der Mitarbeiter. Man könne doch die Flächen genauer betrachten und die Grünpflege auf ein nötiges Maß herunterschrauben.

Wie sich Menge und Umfang der Aufgaben entwickelt haben, wollte Johanna König (Grüne) wissen. Ebenso wie Karin Hanschmann sprach sie sich dafür aus, dass die Daten mit dem Personalschlüssel abgeglichen werden. Dann könne man entscheiden. Und die übrigen Ausschussmitglieder sahen das ebenso.

kle

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Meistgelesene Artikel

Flüchtling mischt bei der Achimer Feuerwehr mit - doch Abschiebung droht

Flüchtling mischt bei der Achimer Feuerwehr mit - doch Abschiebung droht

Individuell gefertigte Medaille als Lohn für die Anstrengung

Individuell gefertigte Medaille als Lohn für die Anstrengung

Erstes Oldtimer-Pflügen in Hülsen mit 14 alten Schätzchen

Erstes Oldtimer-Pflügen in Hülsen mit 14 alten Schätzchen

Fahrerin verliert Kontrolle: Überholvorgang endet am Baum

Fahrerin verliert Kontrolle: Überholvorgang endet am Baum

Kommentare