Junge Rotary-Gäste erleben Raumfahrt und Technik

Die Welt von einer höheren Warte

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Die Gruppe besichtigt das Hochtechnologieunternehmern OHB.

Landkreis - Von Sigi Schritt. Wer als Astronaut auf der Internationalen Raumstation (ISS) auf die Erde blickt, erkennt keine Ländergrenzen. Von oben betrachtet, wirken selbst große Konflikte klein und winzig und die Erde verletzlich. Für Frieden und Völkerverständigung auf dem blauen Planeten setzt sich die weltweit tätige Organisation Rotary ein, deren Clubs in Oyten, Achim und Verden sowie weitere in der Region rund um Bremen, das Sommercamp „Space, Time, Flow“ für Schüler, Studenten und junge Berufsanfänger organisiert haben.

14 Teilnehmer aus Israel, Taiwan, Indien, Italien, Rumänien, Tschechien sowie Belgien im Alter zwischen 18 und 25 Jahren hatten die Einladung angenommen. Am Anfang ihres zweiwöchigen Aufenthalts absolvierten sie zunächst ein kulturelles Programm mit Wattwanderung, Golf-Schnupperkurs und einer Geocaching-Aktion.

Sieht aus wie ein Sportgerät eines Fitnessstudio, ist aber ein Instrument, damit Astronauten dem Muskelschwund im Weltraum entgegenwirken.

Der Rotary Club (RC) Achim ermöglichte einen Ausflug nach Hamburg und zum Airbus-Werk Finkenwerder. Ein Besuch im Bremer Werk durfte nicht fehlen. „Airbus Defence & Space“-Manager Götz Anspach von Broecker stellte unter anderem die Geschichte der europäischen Raumfahrt vor. Er ging auch auf die Fragen ein, wie ein Astronaut auf der ISS lebt und was mit Weltraummüll passiert. „Am Ende entlassen wir immer Technik-, Luft- und Raumfahrtfans“, so von Broecker.

Rotary-Summercamp im DLR School Lab Bremen

Rotary-Summercamp im DLR School Lab Bremen

Selbst forschen und experimentieren durfte die Gruppe im DLR_School_Lab in der Hansestadt in der Nähe des Zarm-Fallturms. Mit Antriebstechnik und weiteren Themen rund um den Weltraum beschäftigte sich die Gruppe. Aus Plastikflaschen bauten die Teilnehmer selbst Raketen, füllten Wasser ein und komprimierten Luft. Das Manometer zeigte fünf bar an. Eine von drei Raketen schnellte mehr als 20 Meter hoch.

Rotary Summercamp beim Golfclub Syke

Rotary Summercamp beim Golfclub Syke

Tipps gaben der stellvertretende Leiter der Einrichtung, Julius Eckel, sowie einige Nachwuchswissenschaftler, die als Betreuer fungierten. Allerdings hatte auch Ingenieur Hans-Ulrich Meier vom RC Oyten Kniffe parat. Denn der habilitierte und promovierte Wissenschaftler arbeitete 33 Jahre lang am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die Schüler, Studenten und jungen Berufsanfänger experimentierten an ausgewählten Versuchsständen aus den Bereichen Mars-Mission, extreme Gefahren im Weltraum, Satelliten und Fernerkundung.

Rotary Summercamp besucht DLR School Lab am Uni-Campus

Am Donnerstag besichtigten die Teilnehmer den Hochtechnologiekonzern OHB System AG. OHB rüstet das europäische Columbus-Modul der Internationalen Raumstation ISS und den Raumfrachters ATV aus. Vaibhav Gupta (24) war begeistert ob der vielen Eindrücke. Nach Beendigung seines Zweitstudiums, Management, will er die Technologie für Flüge ins All voranbringen. Viele junge Erwachsene sehen den Trip nach Deutschland auch als Bereicherung fürs Studium. Chan Hsuan-Pei (20) aus Taichung/Taiwan studiert Ingenierswissenschaften und Management, Yu-Ting Kao (21) aus dem taiwanesischen Yunlin belegt medizinische Vorlesungen mit dem Schwerpunkt Radiologie. Weshalb die Rotary-Clubs Achim, Oyten, Verden, Rotenburg, Bruchhausen-Vilsen, Syke und Syke-Utbremen diese Veranstaltung vorbereitet haben? „Wer sich kennt, schießt nicht aufeinander“, sagt die Gesamtkoordinatorin Anja Kappler.

Die Gruppe besichtigt das Hochtechnologieunternehmern OHB.

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