Weihnachtsoratorium mit Domchor, Concerto Bremen und Solisten

Festlicher Jubel im Dom

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Mit großem Chor, Orchester und Solisten wurden unter der Leitung von Tillmann Benfer im Dom Auszüge aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach aufgeführt.

Verden - Zwischen den Jahren ist für viele die Weihnachtszeit noch nicht vorbei. Auch für Johann Sebastian Bach nicht, für den diese festliche Zeit am Epiphanias-Tag mit dem zwölften Weihnachtstag endete. Zu spät waren deshalb die Sänger und Instrumentalisten nicht, als sie im Dom unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Tillmann Benfer drei Kantaten aus Bachs Weihnachtsoratorium aufführten.

Neben den Kantaten I, V und VI des Weihnachtsoratoriums hatte Benfer noch Bachs Kantate Nr. 110 „Unser Mund sei voll Lachens“ für dieses festliche Konzert ausgewählt. Der erfahrene Domchor wurde bei der engagierten Aufführung von den Musikern des Concerto Bremen auf historischen Instrumenten begleitet. die Solopartien hatten Tanya Aspelmeier (Sopran), Kerstin Stöcker (Alt), Knut Schoch (Tenor), Torsten Gödde (Bass) übernommen.

Mit der Auswahl der Kantaten, die Bach zur Aufführung „Am ersten Weihnachtsfeiertag“, „Am Sonntag nach Neujahr“ und „Am Feste der Erscheinung Christi“, der Epiphanias-Tag am 6. Januar spannte das Konzert einen Bogen über die gesamte Weihnachtszeit. Und so war denn auch der jubelnde Beginn mit dem Chor „Jauchzet, frohlocket“ und die Arie „Großer Herr und starker König“, in der Bass und Trompeten die Freude über Christi Geburt besingen, der angemessene Ausdruck des Jubels.

Für den ersten Weihnachtsfeiertag hatte Bach ebenfalls die festliche Kantate Nr. 110 „Unser Mund sei voll Lachens“ komponiert. In Verden hörten die Konzertbesucher sie zum ersten Mal.

Die Kantate wurde am 25. Dezember 1725 uraufgeführt. Nach dem kraftvollen Eingangschor folgte sich eine Tenor-Arie, die von zwei ineinander verwobenen Parts für Traversflöten begleitet wurde. Rezitative folgen in dem siebensätzigen Werk, eine Alt-Arie, ein Duett für Sopran und Tenor. Vor dem Schlusschor war noch einmal Torsten Göddes Bass-Stimme in einer Arie gefordert, die, begleitet von Trompete, Oboen und den Streichern, ein weiteres Mal die Freude zum Weihnachtsgeschehen kund tat.

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