Glanzlose Adventszeit: Verein sagt alles ab / Kaufmännischer Verein auch

Weihnachten wird es geben

Aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen hat der Verein Veranstaltungen für Verden alle Aktivitäten in der Vorweihnachtszeit abgesagt.
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Aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen hat der Verein Veranstaltungen für Verden alle Aktivitäten in der Vorweihnachtszeit abgesagt.

Verden – Der Weihnachtsmarkt in Verden ist abgesagt und auch die Light-Version in der Fußgängerzone wird es nicht geben. Was bleibt, sind die Lichterketten, die bereits installiert sind und Ende November eingeschaltet werden. In der dunklen Jahreszeit vielleicht der einzige weihnachtliche Lichtblick in der Fußgängerzone, denn die immer weiter steigenden Zahlen von Corona-Infizierten lassen kaum mehr Spielräume zu. Deshalb hat auch der Kaufmännische Verein seinen Weihnachtzauber abgesagt. Dieser besondere Freitag in der Vorweihnachtszeit hatte im vergangenen Jahr vor dem zweiten Adventswochenende noch zahlreiche Besucher in die Stadt und in die Läden gelockt. Was geblieben ist und in Zeiten von Online-Shopping nach wie vor eine große Fangemeinde hat, ist die Weihnachtsmarken-Aktion. Ein Garant für die Geschäftsleute, dass Weihnachtsgeschenke in Verden und nicht im Internet oder in den großen Einkaufszentren besorgt werden. Vorsitzender Harald Nienaber weiß zwar nicht, wie es den einzelnen Mitgliedern nach dem Lockkdown im Frühjahr und dem aktuellen Teil-Lockdown wirtschaftlich geht, aber er ist zuversichtlich: „Die Danke-Schön-Wochen im Sommer sind super gelaufen, das lässt auf einen Erfolg der Weihnachtsmarken-Aktion hoffen.“ Das Weihnachtsgeschäft sei für die Ladeninhaber enorm wichtig, deshalb hofft Nienaber, dass die Infiziertenzahlen zurückgehen und sie nicht auch noch schließen müssen. Im Gegenteil: „Ganz wichtig für eine belebte Innenstadt ist die Gastronomie. Wenn die im Dezember wieder öffnen dürfen, können wir wirklich aufatmen.“

Wie die Kaufleute das Jahr dann am Ende überstanden haben werden, erfährt der Kaufmännische Verein frühestens auf der wegen der Coronapandemie ins nächste Jahr verschobenen Hauptversammlung Echterdinge.

Es ist noch nicht lange her, da hatte sich der Verein Veranstaltungen für Verden entschlossen, den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz abzusagen. Dessen Vorsitzender Hüseyin Tavan hatte auf Nachfrage der Verdener Aller-Zeitung folgendermaßen argumentiert: „Nicht auszudenken, wenn es erneut einen Lockdown gibt und der Weihnachtsmarkt wieder schließen muss wie in Bremen der Freipark.“

Aber er hatte sich eine Alternative überlegt: Kunsthandwerk, Bratwurst, Glühwein, Lebkuchen und mehr sollte es in den Wochen vor Weihnachten (16. November bis 23. Dezember) dennoch in der Innenstadt geben. Doch auch diese abgespeckte Version ist nun abgesagt worden. Der Verein Veranstaltungen für Verden befürchtet, dass es den Teil-Lockdown auch im Dezember noch geben wird und für die Marktbeschicker der Aufwand am Ende nicht wirtschaftlich sein würde.

Patrick Düsselbach vom Ordnungsamt der Stadt Verden hatte die Stellplätze für sieben Kunsthandwerkerhäuschen, einem Mandelstand, einem Kinderkarussell und acht Imbissbuden, inklusive einem Glühweinstand, zusammen mit Hüseyin Tavan schon festgelegt, zusätzliche Strom- und Wasseranschlüsse von den Stadtwerken zugesagt bekommen, da wurde dann doch alles wieder eingestampft. Tavan: „Es sind nicht nur wirtschaftliche Gründe, sondern auch gesundheitliche. Unter den Marktbeschickern und vor allem den Kunsthandwerkern sind ja auch Menschen, die der Risikogruppe zugeordnet werden.“

Patrick Düsselbach schließt dennoch nicht ganz aus, dass es ein bisschen weihnachtlich in Verdens guter Stube werden könnte. „Es gibt Anfragen von einzelnen Schaustellern, die unabhängig vom Verein Veranstaltungen für Verden ihre Buden aufstellen wollen.“ Grundsätzlich sehe die Stadt das positiv, eine endgültige Zusage hänge natürlich von der Entwicklung der Corona-Zahlen ab.

Von Erika Wennhold

Kein Weihnachtszauber wegen Corona.

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