Verkehrsunfallkommission: 19 Schwerpunkte

Wegen Lockdown weniger Unfälle im Landkreis Verden

19 Unfallschwerpunkte im Gebiet des Landkreises Verden standen im Mittelpunkt der Beratungen. Die Kommission suchte nach Möglichkeiten sie zu entschärfen.

An der Kreuzung Nienburger Straße/Klusdamm/Groß Hutberger Straße kommt es immer wieder zu Unfällen wie diesem.

Jedes Jahr kommt die Kommission, in der Polizei, die Kommunen im Landkreis, die Kreisverwaltung selbst neben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vertreten sind. Das Bemühen, die Stellen zu entschärfen, in denen es zu auffälligen Häufungen von Unfällen kommt, hat sich oft als fruchtbar erwiesen. So erfuhren die Mitglieder dem Bericht der Polizeiinspektion zufolge auch diesmal, dass die Maßnahmen aus dem Vorjahr zu einer Reduzierung des Unfallgeschehens an zwei Stellen führten.

Zebrastreifen entschäft Gefahr für Radfahrer

Zebrastreifen an einem Kreisverkehr in Ottersberg hätten die Zahl der Unfälle mit Radfahrenden und Fußgängern deutlich gesenkt und ebenso positiv habe sich die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 70 zwischen Verden und Langwedel in Höhe der Einmündung nach Nindorf bewährt. In Otterberg hatte es nur noch einen Unfall und an der Einmündung gar keinen mehr gegeben.

Im vergangenen Jahr 2020 zählten die Beamten der Polizeiinspektion 3 729 Unfälle im Kreisgebiet, im Jahr zuvor waren sie noch auf 4 512 gekommen. Trotz des positiven Trends, dessen Ursache die Fachleute im corona-bedingten Lockdown sehen, lag ihnen eine lange Liste mit 19 Unfallschwerpunkten vor, für die Lösungen gefunden werden wollten.

Gegenverkehr droht an der Hönischer Kreuzung

Zu den Häufungsstellen, an denen besonders dringend Lösungen gefunden werden müssen, zählt im Verdener Stadtgebiet wie berichtet nach wie vor die Kreuzung Nienburger Straße/Klusdamm/Groß Hutberger Straße. An der Problemkreuzung kam es in den vergangen drei Jahren zu dreizehn Unfällen mit verletzten Personen. Vor allem von der Südbrücke kommende und nach links abbiegende Fahrzeuge spielten dabei eine Rolle. Problematisch sei, dass die Linksabbieger in Richtung Dörverden für eine kurze Zeit mit Gegenverkehr rechnen müssen. Ergebnis der Kommission ist, dass die Ampelanlage umgerüstet werden soll, damit Linksabbiegern kein Gegenverkehr mehr drohe.

Sehr gefährlich sei es derzeit auch an der neu gestalteten Kreuzung am Autobahnanschluss Achim-Ost mit der Landesstraße 156. Seit Mai verzeichnete die Polizei dort neunzehn Unfälle, zum Teil mit Verletzten. Fahrstreifenmarkierungen seien bereits im Sommer optimiert worden und die Fälle von seitlichen Kollisionen seien deutlich zurückgegangen. Den ebenfalls aufgefallenen Unfälle wegen Missachtung der roten Ampel will die Kommission mit zusätzlichen Lichtsignalen beikommen.

Zehnmal kracht es am Autobahnanschluss

Auch der zweite Achimer Autobahnanschluss bleibt problematisch. Hier registrierte die Polizei an der Landesstraße 167 seit 2018 zehn Unfälle mit Verletzten. Immer waren die Opfer auf dem Rad unterwegs. Grund seien Fahrzeuge, die von der Autobahn kommen, häufig das Stoppschild missachten und das Befahren des Radwegs in falscher Richtung. Dies dokumentierten Beamte mit Luftbildaufnahmen von Drohnen. Ein zusätzliches Verbotsschild und Lichtzeichen für Radler sollen geprüft werden. Außerdem plant die Polizei zusätzlich Kontrollen, um der Einhaltung der Regeln Nachdruck zu verleihen.

Rubriklistenbild: © Wennhold

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Landkreis Verden: Drei Menschen bei <br/>Unfall schwerst  verletzt

Landkreis Verden: Drei Menschen bei
Unfall schwerst verletzt

Landkreis Verden: Drei Menschen bei
Unfall schwerst verletzt
Freude auf dem Weihnachtsmarkt:<br/>Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht

Freude auf dem Weihnachtsmarkt:
Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht

Freude auf dem Weihnachtsmarkt:
Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht
Programm für ein besonderes Jubiläum

Programm für ein besonderes Jubiläum

Programm für ein besonderes Jubiläum
In Thedinghausen muss sich selbst der Nikolaus ausweisen

In Thedinghausen muss sich selbst der Nikolaus ausweisen

In Thedinghausen muss sich selbst der Nikolaus ausweisen

Kommentare