Domgymnasium Verden entlässt Abiturienten / Besonderes Lob für 60 Jugendliche

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“

Der Abiturjahrgang 2016 des Verdener Domgymnasiums.  J Fotos: Leeske

Verden - Der Verdener Dom war zur Entlassungsfeier des Domgymnasiums zum Bersten gefüllt, 151 Abiturienten wurden in das Leben entlassen. „Endlich ist es geschafft“, dachten sich bestimmt viele der Absolventen als Schulleiter Detlev Lehmann ihnen das Abiturzeugnis überreichte. Immerhin 30 von ihnen erreichten eine Durchschnittsnote mit der begehrten Eins vor dem Komma.

Die Moderatorinnen Paulina Hempel und Anna-Lena Reimler begrüßten die zahlreich erschienenen Gäste, bevor Lehmann seinen Sprösslingen in seiner Rede einige Gedanken und Anregungen mit auf ihren weiteren Lebensweg gab. So forderte er zur Festigung der demokratischen Gesellschaft zum parteipolitischen Engagement auf. „Aber fangt damit auf keinen Fall ganz vorne im Alphabet an“, betonte Lehmann dabei.

Außerdem äußerte sich der Oberstudiendirektor zum Reizthema der Abiturprüfung im Fach Mathematik. Die Pressearbeit des Ministeriums sei manchmal wichtiger gewesen als die direkte Kommunikation mit den Schulen und ein kleiner Entschuldigungsbrief an die betroffenen Schüler sei auch angemessen gewesen, sagte er.

Elena Artisi, hier mit Schulleiter Detlev Lehmann, machte mit einem Notendurchschnitt von 1,1 das beste Abitur ihres Jahrgangs.

Mit weiteren Grußworten folgten der Pastor der Domgemeinde, Lueder Möring, die Elternvertreterin Andrea Wacker, der Vertreter des VereinsSchMaz, Karsten Grewe, und vom Verein der Ehemaligen Dieter Meyer. Um die sehr förmliche Veranstaltung etwas aufzulockern, wies die Jahrgangskoordinatorin Regina Berndt darauf hin, dass sie zu dieser Feierstunde aus besonderem Anlass ihr Oberstufenkleid „mit ganz vielen Punkten“ aus ihrem Kleiderschrank geholt habe. Außerdem sorgten musikalische Intermezzi durch das Abi-Ensemble mit seinen Solisten Elena Artisi, Paulina Hempel, Jennifer Weissbeck und Justus Wahlers sowie der Abi-Chor mehrmals für Abwechslung während der zeremoniellen Zeugnisübergabe, wobei 60 Abiturienten für ihr „außerunterrichtliches Engagement“ oder ihre herausragende Leistungen besonders geehrt wurden.

Ein weiterer Höhepunkt war dann die Abiturientenrede von Achim Oestmann. Er spannte einen Bogen von Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ zu F. Scott Fitzgerald. Dabei verwies er auf die Selbsterkenntnis des allzu gebildeten Abiturienten, der erst an der Schwelle zum selbstverantwortlichen Handeln und Denken stehe.

Der Landrat Peter Bohlmann bezog sich in seinem Grußwort auf Franz Kafka: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, zitierte er und forderte die Domgymnasiasten auf, den ersten Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

Nach einem letzten Lied des Abi-Chores und dem Auszug der Absolventen begab sich die Festgesellschaft abschließend zu einem Empfang am Domgymnasium. - lee

30 Abiturienten des Domgymnasiums erreichten in diesem Jahr einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Das beste Ergebnis erzielte Elena Maria Artisi mit einer 1,1. Zweitbestes Abitur mit einem Durchschnitt von 1,2 machte Lars Friederichs. Geehrt wurden auch Paulina Hempel, Achim Oestmann und Moritz Gröper sowie Marisa Mälzer für ihre Leistungen im Abitur. Steen Bösche und Jonas Kamermann wurden als SV-Schülersprecher geehrt.

Abiturentlassungsfeier des Domgymnasiums

Folgende Abiturienten erhielten Auszeichnungen und Buchpreise für ihre Leistungen in bestimmten Fächern: Jannes Hartwig (Physik/Chemie), Julian Matthias Knapheide (Biologie), Simon Kotlarov (Mathematik), Fabian Kramer (Mathematik), Jan-Oliver Kropp (Physik/Mathematik), Rebekka Leim (katholische Religion), Philipp Rasche (Geographie), Patricia Raude (Biologie/katholische Religion) Richard Schubert (Mathematik).

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