Zuschuss von 85. 000 Euro

Neue Sammelanlage: Warteschleife vor der Radbox am Bahnhof

In der Ecke, im Schatten der Kastanie, soll die neue Radsammelanlage stehen.
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Gebaggert wird schon: In der Ecke, im Schatten der Kastanie, soll die neue Radsammelanlage stehen.

Immer mehr Radler wollen sie, doch derzeit ist kein Platz frei. Alle Sammelboxen für Zweiräder rund um den Bahnhof Verden sind belegt. Ein Neubau muss her. Kostet zwar Geld, aber Stadt und Bahn ziehen mit. Kosten: 120.000 Euro. Außerdem soll es zusätzliche Schlüssel geben, für die älteren Boxen, das könnte für weitere Entlastung sorgen.....

Verden – Das Geld auf dem Konto, die Pläne im Kopf, jetzt könnte es ganz schnell gehen: Die Stadt baut am Bahnhof, auf Borsteler Seite, eine weitere Radfahrsammelanlage. Stehen wird das wetterfeste und geschlossene Häuschen am Ausgang Holzmarkttunnel, im Bereich der Bahn-Schallschutzwand beim Jugendzentrum.

Sammelbox am Bahnhof: Bahn zahlt bis zu 85.000 Euro. Die Stadt gibt 35.000 Euro

Die Pläne für die Anlage stehen schon länger auf dem Reißbrett des Fachbereichs Straßen und Stadtgrün. Allerdings fehlte bislang die offizielle Zusage der Deutschen Bahn, das Projekt finanziell zu unterstützen. Ohne Zusschuss kein Bau, so die Regelung im Rathaus. Nun liegt der Förderbescheid der Bahn auf dem Tisch: 70 Prozent oder umgerechnet bis zu 85.000 Euro zahlt das Unternehmen für den Bau, die restlichen 35.000 Euro kommen aus dem Stadtsäckel.

Box am Bahngleis Verden: Sechs mal sechs Meter für 48 Räder

Schon jetzt stehen da, wo die Anlage hin soll, Räder dicht an dicht, gesichert an Bügeln. Zwar angeschlossen, aber im Freien, sind sie Wind und Wetter und vor allem möglichen Langfingern fast schutzlos ausgeliefert. Eine feste Behausung soll her, in die möglichst viele Räder passen. Der Platz dafür ist allerdings beschränkt, weil auch Autos an der Stelle parken. „Außerdem müssen wir Abstand von der Schallschutzmauer halten, so die Bedingung der Bahn“, erklärt Stephanie Weber vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün. Also wird auf engstem Raum geplant. „Vermutlich um die sechs mal sechs Meter“, schätzt Weber die Dimension des Fahrradhauses. Acht Stellplätze für Autos, so war im Fachausschuss angekündigt worden, fallen weg. „Dafür passen in die neue Box 48 Räder“, so der Plan des Fachbereichs. Das ist angesichts der vergleichsweise geringen Größe beachtlich, aber auch nur deshalb möglich, weil die Bikes in einem sogenannten Doppelstocker stehen. „Sehr dicht zusammen und versetzt übereinander“, sagt Weber. Die Technik habe sich bewährt.

66 Fahrräder passen in die Sammelanlage, 90 Schlüssel wurden vergeben. Platz wäre trotzdem noch.

Das Geld ist da, die Pläne fast fertig, eigentlich könnte die Stadt umgehend mit dem Bau der Rad-Unterkunft beginnen. Sieht auch fast so aus, denn auf dem Grund und Boden neben der Schallschutzwand wird schon fleißig gebuddelt und gebaggert. Doch zu früh gefreut. Eine Fachfirma bessert lediglich Pflasterung und Zuwegung aus.

Die Arbeiten für die Sammelbox dürften sich eher bis Frühsommer 2022 ziehen. „Erst der Bauantrag und nachfolgend die Ausschreibung für die Anlage“, schildert Stephanie Weber den vorschriftsmäßigen Werdegang. Augrund der Enge muss zudem detailliert geplant werden. „Nicht von der Stange, sondern passgenau von einem Metallbauer. Da haben wir in der Vergangenheit mit dem Bau anderer Sammelanlagen gute Erfahrungen gemacht“, sagt Weber. Pendler müssen sich also noch bis zum Juni 2022 gedulden.

Komplett belegt: Die Einzelboxen auf dem Park&Ride-Platz sind heiß begehrt.

Radsammelanlage am Bahnhof Verden: Verwaltung gibt mehr Schlüssel raus, weil etliche Plätze leer bleiben

Radlerinnen und Radler in der Warteschleife vor der Box gibt es tatsächlich zuhauf. Bei Niklas Radke vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung liegt eine lange Liste auf dem Schreibtisch. Rund um den Bahnhof, da wo Pendlerinnen und Pendler mit dem Zug ankommen oder abfahren, aufs Rad oder eben davon absteigen, sind die überdachten und sicheren Stellplätze besonders für die teueren E-Bikes heiß begehrt. Die Kosten halten sich im Rahmen. 30 Euro pro Jahr die Sammelbox, 50 Euro die Einzelbox, so die Rechnung der Stadt. Und: Die Kaution gibt’s bei der Rückgabe des Schlüssels sogar zurück.

Das Angebot kommt an: 66 Plätze bietet die Sammelanlage auf dem Park- und Rideplatz beim Jugendzentrum. 90 Schlüssel sind für das kompakte Haus im Umlauf. Voll ist die Hütte trotz des Überhangs allerdings selten. „Da ist noch Spielraum“, weiß Radke.

Lange Warteliste für alle Boxen

Angrenzend an das Gebäude stehen zudem zehn Soloboxen zu Verfügung, ebenfalls alle vermietet. Auf der anderen Seite der Bahn, neben dem Restaurant Rodizio, gibt’s 40 sichere Stellplätze, 60 Radler haben Nutzungsrecht. Ähnlich das Verfahren an der Friedrichstraße. „Auch da sind derzeit für 24 Plätze 50 Schlüssel unterwegs“, sagt Radke.

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Komplett ausgebucht istder Unterstand am Parkhaus Brückstraße, da sind es neun Einzel-Boxen und weitere 26 Stellplätze. Radke verspricht: „Wir beobachten das. Wo Luft in den Sammelboxen ist, soll es zusätzliche Schlüssel geben, dann sogar mit Transponder, sodass die Türen leichter zu öffnen sind.“

Stadtverwaltung Verden sicher: Auch die neue Anlage wird voll

Keine Sorgen macht sich Radke um die Auslastung der neuen Anlage, wenn sie im kommenden Jahr in Betrieb geht. „Der Bedarf ist da. Auch die wird voll.“ Ein Blick auf die Liste gibt ihm Recht.

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