Freibad eher spärlich besucht / Flutlichtschwimmen bei schönem Wetter

Warten auf den Sommer

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Betriebsleiter Klaus Jürries (l.) und Badhelfer Stefan Knobloch warten auf den Sommer.

Verden - Der Sommer hält in diesem Jahr bislang wirklich nicht, was er (eigentlich) verspricht. Sturm, Regen, schwüle Hitze und danach gleich wieder kühl. So richtige Sommerstimmung will da einfach nicht aufkommen. Das ist auch im Verwell zu spüren. Die Freibadlandschaft ist trotz der Sommerferien meistens eher spärlich besucht.

„Wir warten auf den Sommer“, bestätigt Klaus Jürries, Betriebsleiter des Verwell. „Die Mehrzahl der Badegäste hält sich jetzt lieber im Innenbereich auf.“ Es sei schon ein großer Vorteil, dass die Gäste zwischen der Halle und dem Freibad wählen können. Für die kühleren Tage biete sich eher ein Saunabesuch an, zumal die Saunakarte auch den Besuch des Bades beinhaltet.

Unterm Strich ist Jürries mit den Besucherzahlen noch zufrieden. Im Mai kamen 2 751 Gäste mehr als im Vorjahr, im Juni 931 weniger. Mit 45 129 Besucher kamen bis zum 8. Juli bislang 2 604 Gäste mehr ins Verwell als im selben Zeitraum des Vorjahres.

„Wenn die Sonne aber einmal scheint, ist draußen sofort gut gefüllt“, berichtet Jürries. „Wenn der Sommer kommt und es zwei bis drei Tage schön bleibt, reagieren wir spontan, verlängern die Öffnungszeiten und bieten ein Flutlichtschwimmen an“, verspricht der Betriebsleiter. Zwei bis drei Tage Vorbereitungszeit seien für so ein Event nötig.

Bislang ist aber selbst so eine kurze Schönwetterperiode eher nicht in Sicht. „Es ist schon frustrierend, wenn das Wetter nicht mitspielt. Wir brauchen ja nicht gleich 30 Grad, 24 bis 25 Grad würden schon reichen“, sagt auch Badhelfer Stefan Knobloch. Er kümmert sich um die Sauberkeit im Haus und führt die Aufsicht. Draußen ist es derweil recht übersichtlich, gerade einmal zehn Badegäste hat er gezählt.

Wenn schon nicht schwimmen, dann schlemmen: Im Gastrobereich gibt es ein verbessertes Angebot mit selbstgemachten Salaten. Stefanie Clasen-Walter und Klaus Jürries können es empfehlen.

Eine konstante Größe im Freibad sind die Frühschwimmer. Die Stammgäste sind jeden Morgen pünktlich zur Stelle, egal wie das Wetter ist. „Ich bin überzeugt, dass wir Wetterzyklen haben und es auch bald wieder konstant wird“, sagt eine Dame. Sie kommt mindestens einmal in der Woche zum Frühschwimmen. Bei kühleren Temperaturen freut sie sich über mehr Platz im Becken. „Nach dem Schwimmen kommt man zufrieden nach Hause. Auch wenn es regnet, ist es hier draußen richtig schön“, findet sie.

„Wir machen es wie Kneipp, gehen mal ins Kalte und dann wieder ins Warme“, sagen zwei andere Wasserfreundinnen. Sie sind regelmäßig einmal in der Woche schwimmen. „Wenn es zu kalt ist, bleiben wir aber auch schon einmal zu Hause,“ geben sie zu. Cemil und Kevin vergnügen sich mit einigen Freunden im Erlebnisbecken. Sie erweisen sich als wetterfest. „Egal, wie kalt es ist, Wasser ist immer gut“, lacht Cemil und taucht ab.

Trotzdem Spaß: Cemil (l.) und Kevin stürzen sich bei jedem Wetter in die kühlen Fluten.

Schwimmen macht hungrig. Kein Problem. Die Badegäste können sich über ein verbessertes Gastronomieangebot freuen. Im neu gestalteten Bereich gibt es ein Buffet mit hausgemachten Salaten, die sich die Gäste selbst zusammenstellen können. „Wir haben unsere Arbeitsabläufe optimiert, die Gäste bekommen ihr Essen jetzt schneller und ohne Vorbestellung. Wir können unser Angebot nun flexibler gestalten“, so Stefanie Clasen-Walter.

Klaus Jürries weist noch auf die veränderten Zeiten in den Ferien hin. Das Freibad ist für Frühschwimmer montags bis freitags, ab 6.30 Uhr, sonnabends und sonntags, ab 8 Uhr geöffnet. Ansonsten ist das Bad montags, von 14 bis 20 Uhr, dienstags bis freitags, von 10 bis 20 Uhr, und sonnabends und sonntags, von 10 bis 19 Uhr, auf. - ahk

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