Waller „Wiehnachtsmarkt“ am ersten Advent / Lichterglanz im trüben November

„Wir lieben es hier“

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Bildeten die erste Schicht am Stand der Bastelgruppe (v.l.): Ingrid Brandt, Krista Delventhal und Elfriede Holzhausen.

Walle - Während der November seinem Ruf als grauer Monat gestern noch einmal so richtig gerecht wurde, läutetet der Waller Heimatverein die Adventszeit ein. Zum „Wiehnachtsmarkt“ hatten die Mitglieder ihr Domizil, die alte Schule, festlich geschmückt. Kerzenglanz, Tannengrün und dazu der Duft von Glühwein machten das trübe Wetter denn auch schnell vergessen.

Reinhild Willenbrock von den Kaffee-Feen entzündete noch schnell Teelichter, während Mitstreiterin Ingrid Braun mit dem großen Messer die Torten schnitt. Mit 25 köstlichen Backwerken, von Himbeer-Joghurt über Schwarzwälder Kirsch und Mandarine-Schmand bis hin zu Buchweizen und Stachelbeere war das Kuchenbuffet bestens bestückt für den Ansturm, der da kommen sollte.

Für Lea (4) und Pia (6) führte der erste Weg aber nicht ins Café, sondern zur Tombola. 4500 Lose zum Stückpreis von 50 Cent sollten unter die Leute gebracht werden. Die beiden Schwestern kauften gleich 15 und durften dann zehn Preise einstreichen, darunter Schokolade und eine Federmappe. „Die kann ich gut gebrauchen“, sagte Pia, gar nicht traurig darüber, nicht den Hochdruckreiniger, einen der Hauptpreise, gewonnen zu haben.

Anschließend ließen sich die Mädchen zusammen mit der Mama Pommes schmecken – und machten es damit so, wie viele andere auch: zu Hause die Küche kalt lassen und den Marktbesuch gleich mit dem Mittagessen verbinden.

Knipp und Bratwurst gingen reichlich über den Tisch. Sehr zur Freude des 350 Mitglieder starken und überaus regen Heimatvereins. Denn wie dessen Vorsitzender Herbert Meyer-Bolte berichtete, bilden „Wiehnachtsmarkt“ und Heimatabende die Haupteinnahmequellen für den Verein und seine zahlreichen, alle Generationen einbindenden Gruppen.

„Wiehnachtsmarkt“ in Walle

Die wiederum stehen dann auch parat, um den „Wiehnachtsmarkt“ auf die Beine zu stellen. Das betrifft nicht nur den Auf- und Abbau, sondern ebenso den Verkauf. Unterstützung erhielt der Heimatvereins in diesem Jahr vom SoVD sowie vom Schützenverein Walle und der Feuerwehr, die mit dem Lasergewehr- schießen und Stockbroten vor allem den jungen Besuchern etwas boten.

Im Kinderzelt erzählte der Weihnachtsmann den Kindern Geschichten, derweil sich die Großen im Saal tummelten. Bei den Hobbykünstlern, die dort ihre Produkte verkauften, hatte sich auch die Bastelgruppe des Heimatvereins mit Gestecken, Keksen und Eierlikör eingereiht. 16 Aussteller waren es, darunter Meike Naughton, die mit flinken Fingern Weidenkörbchen flocht, Cornelia Griesbach aus Ottersberg mit Näh- und Stickarbeiten, Inge Rosebrock aus Walle mit Patchwork oder auch die Verdenerin Meike Heidmann, die Christbaumkugeln mit Schrumpfbanderolen verzierte.

Ja, an den Ständen gab es nicht nur schöne Dinge zu erstehen, sondern auch Neues zu lernen. Herbert Meyer-Bolte staunte nicht schlecht, als er bei Marlene und Elfriede Söhl ein paar handgestrickte Socken erwarb und ihn die Damen aufklärten, dass diese über eine Bumerang-Ferse verfügten. „Die sitzt viel besser am Hacken“, erfuhr der Vereinsvorsitzende von den Zwillingsschwestern.

Gegenüber boten Renate und Adolf Markwort Holzarbeiten und Gestecke an. Das Ehepaar aus Achim brachte es auf den Punkt, was den Waller „Wiehnachtsmarkt“ ausmacht: „Wir lieben es hier“, sagte Renate Markwort, „die Gemütlichkeit und die netten Menschen.“

kp

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