Ganz oben auf dem Treppchen

Stadtfeuerwehrtag: Walle auf Siege abonniert

Ein Team beim Kuppeln der Saugleitung, in Zukunft nach neuer Wettkampfordnung ein eigenständiges Modul.

Verden-Walle - Zum dritten Mal in Folge gewann das Team der Ortsfeuerwehr Walle den Leistungswettbewerb der Feuerwehren aus der Stadt Verden. Die Gruppe setzte sich auf heimischem Gelände relativ deutlich gegen die Teams der weiteren Ortsfeuerwehren durch. Die Waller Truppe war in diesem Jahr der Ausrichter des Stadtfeuerwehrtages.

Ausgetragen wurde dieser Leistungswettbewerb noch nach den bisherigen Bestimmungen, die Ende März durch neue Richtlinien ersetzt worden waren. „Wir wurden uns im Stadtkommando schnell darüber einig, so zu verfahren“, erläuterte Stadtbrandmeister Peter Schmidt. Wie auch kürzlich der Kirchlintler Gemeindebrandmeister Holger Müller sieht Schmidt einigen Gesprächsbedarf für Änderungen der neuen Richtlinien, die noch über die zuständigen Gremien an die Landesfeuerwehr weiter geleitet würden.

Daher sahen die vielen Gäste in diesem Jahr noch in einem Zug den Wettkampf. Die Fans der jeweiligen Feuerwehr unterstützten dabei gewohnt lautstark ihre Teams. In einem Modul musste die Truppe bei einem Löschangriff vom Kuppeln der Saugleitung über das Verlegen von Schlauchleitungen bis zum Abspritzen von Kanistern auf drei Podesten eine ganze Liste von Aufgaben abarbeiten. Zudem musste mit Einsatz der Steckleiter ein zwei Meter hoher Turm erklommen und von dort ein weiterer Einsatz geleistet werden.

Nach den neuen Richtlinien wird es für die Besucher künftig nicht so einfach sein, den Ablauf der jeweiligen Wettkämpfe in Gänze zu verfolgen. Teile der bisherigen Bestimmungen werden entfallen, wie zum Beispiel der Löschangriff aus dem ersten Stock. Ein neues Modul ergänzt den Wettkampf, darunter das Rangieren des Einsatzfahrzeugs in einem Parcours. Das Kuppeln der Saugleitung findet ferner in einem eigenständigen Modul statt und das dritte Thema „Löschangriff“ wurde verschlankt. Nur noch eine Schlauchleitung ist vom Hydranten aus zu verlegen und der Angriffstrupp muss zielgenau durch einen Trichteraufsatz eine Tonne befüllen. Die drei Module finden zudem auf verschiedenen Bahnen statt.

Siegerehrung nach Abschluss des Stadtfeuerwehrtages mit den drei Teams aus Walle, Verden und Eissel. - Fotos (2): Röttjer

Den zweiteiligen Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr auf Stadtebene gewann die Gruppe der Ortsfeuerwehr Verden. Hier ging es darum, in einem Staffellauf verschiedene feuerwehrtechnische Aufgaben zu absolvieren. Im zweiten Teil der Übung zeigten die jungen Feuerwehrleute den Aufbau eines Löschangriffs ohne Wasser. Zum Abschluss galt es, verschiedene Knoten zu schlagen.

Sieger bei den sogenannten Eimerspielen der Altersabteilung wurde Eissel. Bei diesem vom Publikum besonders beachteten Wettkampf geht es darum, die Saugleitung zu kuppeln und die Schlauchleitungen zu verlegen, auch hier sind von den Angriffstrupps drei Kanister von Podesten zu spritzen.

Bei der Siegerehrung freute sich der Stadtbrandmeister über eine Steigerung der Mitgliederzahlen, entgegen dem Trend auf Landesebene. Gemeinsam mit Bürgermeister Lutz Brockmann nahm Schmidt die Auszeichnung der erfolgreichen Mannschaften vor.

Die Platzierungen Leistungswettbewerbe:

1. Walle 391,18 Punkte, 2. Hönisch-Hutbergen (363,02), 3. Eissel (353,43), 4. Eitze (341), 5. Dauelsen (329,47), 6. Döhlbergen (317,06), 7. Verden (308,52), 8. Scharnhorst (287,03). Das Team aus Walle sicherte sich auch den Pokal für den schnellsten Schlauchtrupp.

Jugendfeuerwehr: 1. Verden (1383), 2. Eissel (1368), 3. Eitze (1362), 4. Walle (1355), 5. Scharnhorst (1341), 6. Hönisch-Hutbergen (1292), 7. Dauelsen (1154).

Altersabteilung: 1. Eissel (419,2), 2. Dauelsen 416,6, 3. Scharnhorst (412,08), 4. Eitze (406,9), 5. Walle (370). 

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