„Wahnsinnserlebnis“: Chor der Verdener Zionsgemeinde von Reise zurück

Young Voices in Südafrika

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Pastor Carsten Voß, Britta Wahlers, Svenja Vetter und Pia Kämpfert (v.l.) berichteten von der Südafrika-Reise der Young Voices.

Verden - „Von Frankfurt über Doha nach Johannesburg. Das war unsere Reiseroute“, erklärt Britta Wahlers. Die 46-Jährige ist eine von fünf Betreuern, die zusammen mit dem gemischten 27-köpfigen Chor der Zionsgemeinde Verden kreuz und quer durch Südafrika tourte.

„Gesungen wurde eigentlich immer. Am Strand, am Bahnsteig, ja sogar beim Einchecken am Flughafen haben wir gesungen“, erzählen Pia Kämpfert und Svenja Vetter. „Das Sicherheitspersonal hatte uns aufgefordert und dazu getanzt“, sagt Svenja.

Viele Momente sind den Teilnehmern gut im Gedächtnis geblieben. So erzählt sie weiter: „Als wir am Ende der Reise im Krüger-Nationalpark waren, haben wir auch Impalas gesehen.“ Die Antilopenart habe dort einen ganz besonderen Ruf. „Man hat uns dann erzählt, die sind so etwas wie das McDonald‘s unter den Tieren im Park, weil es davon so viele gibt“, erklärt sie.

Betreuerin Britta Wahlers erinnert sich gerne an einen Auftritt in einer winzigen Kirche, auf einem Hügel in der Nähe von Elaandskraal zurück. Der kleine Ort liegt zwischen Durban und Johannesburg: „Als wir angefangen haben zu singen, war der Innenraum der Kirche schon mehr als gut gefüllt. Aber von allen Seiten strömten immer noch Kinder in die Kirche. Sie saßen teilweise aufeinander, haben geklatscht und mitgesungen. Erst waren es 20, dann 40, dann 60. Am Ende flüsterte mir unser Pastor Carsten Voß, der am Klavier saß, zu: ‚Es sind über 100 Kinder!‘ Das war ein Wahnsinnserlebnis“, betont Wahlers.

In Pietermaritzburg traf sich die Reisegruppe aus Verden mit 30 Halb- und Vollwaisen, die vom Siyabonga-Projekt unterstützt werden. Die Beziehungen dorthin bestehen schon lange, Chormitglied Judith Singer hat viele Jahre in Südafrika gelebt. In Workshops bauten die Besucher mit den bedürftigen Kindern Kistentrommeln, Cajones, zusammen und besuchten gemeinsam Durban an der Ostküste Südafrikas. „Die Kinder und wir haben schnell eine Verbindung zueinander aufgebaut. Richtige Freundschaften sind dabei entstanden“, berichtet Wahlers.

Um die Kultur des Landes kennen zu lernen, besuchten die Verdener Sänger immer wieder Sehenswürdigkeiten des Landes. Neben dem Abstecher in den Nationalpark, schlief der Chor in Johannesburg zum Beispiel in einem Hostel namens Curiocity, in dem bereits Nelson Mandela übernachtet hatte. Pretoria wartete dagegen mit dem Denkmal des großen Nationalhelden auf.

Auch der Besuch in einem Township stand auf dem Programm. In Durban ging es zu Fuß durch ein Elendsviertel der Stadt. Das hinterließ Eindruck. „Die Bewohner sind zwar sehr arm, aber alle waren sehr freundlich“, erzählt die 15-Jährige Pia. Durch die Musik, speziell durch die Auswahl ihrer „Growing Songs“, konnten die Verdener oft Sprachbarrieren überwinden. Einstudierte Lieder auf Zulu halfen bei der Völkerverständigung.

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