Rechtzeitig zu den Domfestspielen

Gaststätte „Domschänke“ öffnet im nächsten Monat

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Ackern in den nächsten Tagen rund um die Uhr, um aus der „Domschänke“ wieder ein Top-Restaurant zu machen (v.l.): der künftige Leiter des Küchenteams, Martin Fenzau, Service-Kraft Meike Wieber und Geschäftsführer Frank Stauga.

Verden - Von Volkmar Koy. Das ist eine kleine gastronomische Sensation in der Allerstadt Verden. Die vor rund zwei Jahren geschlossene „Domschänke“ wird noch in diesem Sommer wieder öffnen. Betreiber und Geschäftsführer ist der allseits bekannte Spitzengastronom Frank Stauga.

Ständig und immer wieder hatten viele Verdener gerätselt, wann wird die „Domschänke“ im Schatten des mächtigen Kirchenschiffes ihre Tore neu öffnen? Die Antwort gab Frank Stauga auf Anfrage dieser Zeitung Mittwochvormittag, als er mit seinem Team den Garten des Restaurants im wahrsten Sinne des Wortes aufräumte.

„Wir haben das Haus gekauft“, sagte der Koch, so als ob er gerade ein Legosteinchen auf das andere gesetzt hatte. Mit der Domschänke am Lugenstein verbinden zahlreiche Bürger viele positive Erlebnisse. Frank Stauga machte entsprechende Bemerkungen zu „meinem Herzenswunsch“. Dankbar sei er insbesondere der Familie Behrens, die ihm nunmehr die Möglichkeit eröffnet habe, die „Domschänke“ mit neuem Leben zu füllen.

Personal fehlte

Wie berichtet, hatte die bisherige Betreiberin Susanne Behrens das Restaurant im Juli 2015 geschlossen, weil ihr das entsprechende Personal fehlte und sie sich mit der Umsetzung einer zeitgemäßen Konzeption befassen wollte. In diese Rolle schlüpft nunmehr Frank Stauga.

Der 49-Jährige möchte das mit regionalem Ambiente und der entsprechenden Speisenfolge gespickte Konzept möglichst nahtlos an vergangene Zeiten anknüpfen. Viele Verdener hätten ihm zu verstehen gegeben, dass in der Kreisstadt ein Haus mit heimischer Küche fehle. Das war letztendlich der Anstoß, sich jetzt in der Pferdestadt zu engagieren.

Weiteres Restaurant in Wildeshausen

Stauga, der 1993 Küchenmeister geworden war, hatte vor fünf Jahren zusammen mit seiner Frau Nicolle den Weg nach Wildeshausen gefunden, um dort mit dem „Alten Amtshaus“ seine gastronomischen Ideen zu verwirklichen. Das Restaurant wurde ein Renner und soll es bleiben. „Wildeshausen geben wir natürlich nicht auf, Verden kommt nur dazu“, so der Koch. Am Donnerstag wird übrigens in der Kreisstadt inmitten des Naturparks Wildeshauser Geest mit einem zünftigen Grillfest das „Fünfjährige“ gefeiert.

In Verden wird unterdessen geackert, um möglichst zu Beginn der Domfestspiele Mitte Juli ein Top-Restaurant zu präsentieren. Mit von der Partie ist weiter der ehemalige Leiter des Küchenteams, Martin Fenzau, und die vielen Mitbürgern bekannte Servicekraft Meike Wieber. 

Auch die Gründung der Domschänke Verden GmbH hat Geschäftsführer Frank Stauga schon in die Wege geleitet. Der unbefangene Betrachter könnte zu dem Schluss kommen: „Es bleibt alles beim Alten.“

Möbel werden abgestaubt 

Durchaus möglich, dass Stauga das bewährte Wildeshauser Angebot eins zu eins in Verden umsetzen wird. Deutsche Küche wird dort mit einem gewissen mediterranen Flair ergänzt. 

An Personal hat er zunächst einmal acht Personen vorgesehen. Das Sitzplatzangebot werde sich im Vergleich zu früher kaum ändern. 35 Gäste können bei gutem Wetter im Garten tafeln, rund 70 im Innenraum. Auch das Mobiliar bleibt identisch. „Das muss nur abgestaubt werden“, weiß Stauga, dass in den kommenden Tagen noch eine Menge Arbeit auf sein Team wartet.

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