Vorbereitungen für 1031. Domweih laufen / „Drifting Coaster“ kommt

Rasantes Tempo und das pure Vergnügen

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Marktmeister Rüdiger Nodorp freut sich auf viele attraktive Fahrgeschäfte.

Verden - Von Markus Wienken. „Dann hebt er ab und völlig los gelöst von der Erde...“. Noch genau 111 Mal schlafen, dann heißt es wieder „Prost Domweih“. Vorfreude ist die schönste Freude, und wer es nun gar nicht erwarten kann, für den gibt‘s einen kleinen Vorgeschmack. Mit dabei ist der „Drifting Coaster“, eine nagelneue Achterbahn, die es in sich hat.

Nach der Domweih ist vor der Domweih. Für Rüdiger Nodorp, Leiter des Ordnungsamtes und Marktmeister in Personalunion, selbstverständlich. Den Platz, die verwinkelten Straßen der Innenstadt, er hat jeden Quadratmeter vor Augen. Und zahlreiche Bewerbungen auf seinem Schreibtisch. „Alle unterzubringen, ist ein Ding der Unmöglichkeit“, weiß er. Das Angebot überwiegt deutlich, er hat die Qual der Wahl. 22786 Quadratmeter hat Nodorp in der Innenstadt zur Verfügung, inklusive 8400 Quadratmetern, auf denen sich die Gäste bewegen. „Da muss scharf kalkuliert werden.“

Insgesamt 899 Anfragen von Fahrgeschäften und Gastronomiebetrieben liegen im Rathaus vor, 146 sind in der engeren Wahl. Was auf der Domweih Platz finden wird, darüber entscheidet der städtische Marktausschuss in einer nichtöffentlichen Sitzung. Klasse statt Masse möchte der Marktmeister, und dürfte mit dem „Drifting Coaster“ richtig liegen. Die Achterbahn ist nagelneu und technisch auf dem modernsten Stand. Augsburg, Luzern und dann Verden, so die ersten drei Stationen des Fahrgeschäftes. „Die Weltneuheit 2016“, wirbt Unternehmer Mike Ahrend. Nodorp kennt den Schausteller seit vielen Jahren. „Finde ich super, dass er mit der Bahn nach Verden kommt“, freut er sich, wohlwissend, dass bei der Attraktion andere Märkte Schlange stehen. Und der „Drifting Coaster“ ist eine Reise wert. Jeweils zwei Personen nehmen Rücken an Rücken in einer der zehn Gondeln Platz. Und dann geht die Post ab. Absolut neu ist, dass die „Sitzgelegenheiten“ bis zu 100 Grad ausschlagen. Der Reisende pendelt mit Hochgeschwindigkeit auf einer Strecke von 480 Metern durch drei langen Abfahrten, mehrere Slalomabschnitte mit rasanten Kurven. Der „Drifting Coaster“ ist derzeit im Bau, Bilder von der 42 mal 19 Meter großen Anlage gibt es noch nicht.

Autoscooter, Riesenrad, der Irrgarten im „Crazy Outback“, dazu Schwarzwaldmühle und Almhütte und zur Abwechselung mal wieder eine Geisterbahn. Und was für eine! Das „Scary House“ lehrt mit ganz neuartigen Effekten den Kunden das Gruseln. Und wer sich danach noch einmal richtig durchschütteln lassen will, der steigt am Norderstädtischen Markt in den „Big Spin“. Achtarmig, freier Fall aus zwölf Metern, imposante Lichteffekte, ist die Spinne technisch, aber auch optisch ein echter Hingucker.

Hat die fünfte Jahreszeit ein Höchstmaß an Abwechselung zu bieten, bleibt in einem Fall alles beim Alten. Auch die mittlerweile 1031. Domweih wird in der Stadt gefeiert. Und dabei soll es bleiben. „Klarer Fall, Johanniswall“, heißt es von Sonnabend bis Donnerstag, 4. bis 9. Juni.

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