Vorausscheidung für Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel in Dübberholz

Meister und ihre Gesellen

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Früh übt sich, wer eine Meisterin werden will: die neunjährige Sora Hoffmann am Spieletisch in Drübberholz.

Drübberholz - Das sah nicht nur verheißungsvoll aus, es klang auch so: Thermoskannen, Wasserflaschen, mit Chips oder Gummibärchen gefüllte Tüten und verrückte Teamnamen wie „Schreie im Weltall“, „Die Besessenen“, „Kohl & Pinkel“, „Damenkränzchen Westen“, „SOS“ oder „Die Glorreichen“ bildeten im Tagungshaus Drübberholz den Rahmen der Vorausscheidung zur deutschen Mannschafts-Meisterschaft im Brettspiel. Das Finale wird im Mai in Herne ausgespielt.

Im Tagungshaus Drübberholz stand bereits zum 25. Mal die regionale Vorausscheidung auf dem Programm. Parallel dazu fanden an weiteren 15 Orten Wettkämpfe statt. Am hiesigen Regionalentscheid nahmen 19 Teams teil, die in vier unterschiedlichen Spielrunden zeigen mussten, was sie strategisch und spielerisch so drauf haben.

Jedes Team zählte vier Personen, sodass an den Tischen im großen Veranstaltungssaal des Tagungshauses exakt 76 Aktive unterschiedlichen Alters über die jeweiligen Spiele gebeugt würfelten, rätselten, Karten zogen oder Figuren rückten.

Bei den Kartenspielen stand diesmal gemäß der Meisterschaftsstatuten „Dominion“ auf dem Plan, in der Kategorie Familienspiel wurde „Istanbul“ und bei den Strategiespielen „Burgen von Burgund“ gespielt, während als Würfelspiel „Nations The Dice Game“ vorgegeben war.

„Heute sind besonders viele Teilnehmer aus der näheren Umgebung dabei“, resümierte Astrid Andrzejewski vom Tagungshaus. Allesamt versierte Experten, zu denen auch das Damenkränzchen aus Westen mit Sarasa Müffeler, Anne Leonardt, Vanessa Koch und Britta de Haas zählt. Das Quartett, Ersatzfrau Ulrike Lohmann fehlte, nahm aus purer Freude am geselligen Spiel an der Veranstaltung teil und nicht um die Fahrkarte nach Herne zu ergattern. „Für uns ist es eine tolle Gelegenheit neue Spiele kennenzulernen“, sagte Müffeler. Das Grüppchen träfe sich ohnehin im Winter wöchentlich zum privaten Spieleabend. Dann komme auch Ulrike Lohmann mit dazu.

„Gemeinsam Spielen ist was richtig Tolles. Aktuell hat es uns ‚Istanbul‘ angetan“, berichteten die Frauen. An Gesellschaftsspielen schätzen sie auch, dass sie Menschen unterschiedlichen Alters, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, zusammenbringen.

Nachdem am späten Abend die Teams je vier Spiel-Begegnungen ausgetragen hatten, fand nach Stunden konzentrierten Spielens und nach einem ausgezeichneten Essen die Siegerehrung statt: Bester Einzelspieler wurde Stefan Lübben, der alle vier Spiele gewonnen hat, während in der Mannschaftswertung das Team „Der Meister und seine Gesellen“ aus Bremen mit 63 Punkten vor „Die glorreichen Fuchsmangusten“ aus Papenburg mit 62 Punkten und den „Die Spielmacher“ aus Bremen mit 56,5 Punkten siegte.

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