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Bis zu 20 Schüler in Quarantäne - dennoch routiniert ins dritte Corona-Abitur

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Schüler eines älteren Jahrgangs im Unterricht.
„Quarantänebedingte Stundenausfälle gibt es bei uns am Gaw nicht“, sagt Leiterin Petra Sehrt. © Böse

Trotz hoher Inzidenz: Weiterhin hält sich die Zahl der Schüler, die sich in Quarantäne befinden, in Grenzen. Für die Abi-Prüfungen gelten besondere Maßnahmen.

Verden – Die Corona-Lage an den Schulen ist weiterhin als beruhigend einzuschätzen. Wenige Schüler befänden sich in Quarantäne, dennoch beeinträchtigten die pandemiebedingten Umstände weiterhin den Alltag der Schulgemeinschaften in der Stadt. Ohne große Bedenken blicken die Leiterinnen des Domgymnasiums und des Gymnasiums am Wall aber auf die anstehenden Abiturprüfungen.

10 bis maximal 20 Schüler seien es, die zurzeit jeden Tag quarantänebedingt fehlen würden, so lautet der Tenor der beiden Gymnasien. Zum Kontakt mit dem Coronavirus kommt es dabei vor allem außerhalb der Schulen, nicht an den Schulen, so die Erkenntnisse des Gesundheitsamtes. Jedenfalls seien Ansteckungen laut Dr. Dorothea Blume bisher am Dog nicht nachgewiesen worden.

„An einem Morgen gab es schon mal sieben positive Selbsttests, aber oft sind die Betroffenen schon in Quarantäne, wenn sie ihren ersten positiven Test machen“, sagt Blume. Die Selbsttests werden täglich zu Hause vor dem Unterricht durchgeführt. Und das koste Zeit und Energie: „Die Schüler müssen das zum großen Teil jeden Morgen selber machen und daran denken, die Lehrer tun dies freiwillig auch alle. Wertvolle Unterrichtszeit geht verloren, weil die Testnachweise erst mal eingesammelt werden müssen, und zum Beginn der Woche werden neue Tests ausgeteilt“, bedauert Blume.

Vor allem die Sekretariate seien belastet. Zusätzlich zu ihren gewohnten Aufgaben seien sie am Verteilen von Tests beteiligt und müssten diverse Anfragen von Eltern beantworten. Ist ein Schüler positiv, so gehe es darum, die Umstände zu klären, damit die weitere Verfahrensweise bestimmt werden könne. Das Gesundheitsamt in Verden erhalte dann auch eine Rückmeldung bei Positivtests. Manchmal gebe es zudem ungetestete Schüler, hierbei bestehe dann Klärungsbedarf mit der jeweiligen Schulleitung, wie damit umgegangen wird.

Ab April stehen die Abiturprüfungen an. Petra Sehrt, Leiterin des Gaws, blickt entspannt darauf: „In diesem Jahr stellt sich das Abitur vergleichbaren Herausforderungen wie letztes Jahr. Ich denke, das haben wir gut gemeistert. Das beruhigt uns.“ Maßnahmen bestünden unter anderem darin, die Klausuren in großen und gut belüfteten Räumen zu schreiben, Arbeitsplätze und -materialien zu desinfizieren und in einer Maskenpflicht. Blume sieht das ähnlich: „Wir wissen viel mehr als noch in 2020, viele Vorgänge sind mittlerweile gut eingeübt. In den letzten Jahren verlief das Abitur auch reibungslos.“

Während es für ungetestete Prüflinge im vergangenen Jahr gesonderte Verfahren gegeben habe, habe das Kultusministerium nun darüber verfügt, Ungetesteten die Teilnahme an den Prüfungen zu verwehren.

Angesichts anhaltend hoher Inzidenzen könne der eine oder andere Schüler mitten in der Klausurenphase in Quarantäne kommen. „Meine Befürchtung, dass sowas vielen Schülern passieren könnte, ist gering. An den Schulen gibt es nämlich nach wie vor sehr wenige Infektionsfälle, außerdem wird die fünfte Welle einstimmiger Voraussagen der Wissenschaft zufolge bald abflachen“, sagt Dorothea Blume. Ein längeres Verweilen in Quarantäne oder auch Krankheit könnten für den Einzelnen zwar problematisch werden, darauf sei ihre Schule aber durch die Möglichkeit, nachzuschreiben, vorbereitet. „Letztendlich haben es die Schüler zu einem großen Teil selbst in der Hand, wie sie durch die Prüfungen kommen. Es kann helfen, seine Kontakte in dieser Zeit zu reduzieren“, rät Blume.

Sehrt findet deutliche Worte: „Befürchtungen helfen nicht weiter, bei Problemen gibt es Ausweichtermine.“

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