Neubau an der Hanna-Zuschneid-Straße

Mehrgenerationenhaus in Verden: Von jung bis alt alle
unter einem Dach

 Auf dem Gelände soll der Neubau des Mehrgenerationenhauses seinen Platz finden.
+
Noch schmückt ein Gartenhäuschen das Eckgrundstück an der Hanna-Zuschneid-Straße. Auf dem Gelände soll der Neubau des Mehrgenerationenhauses seinen Platz finden.

Menschen, von jung bis alt, alle unter einem Dach, so wird die Idee des Mehrgenerationenhauses mit Leben gefüllt. In Verden hat sich die Idee über Jahre auf drei Standorte verteilt. Lange Wege, umständlich, schwer umsetzbar, in Zeiten von Corona sowieso. Nun soll gebaut werden...

Verden – Menschen aus allen Altersgruppen unter einem Dach. Das ist die Idee eines Mehrgenerationenhauses, auch in Verden. Doch das lokale MGH ist auf drei Standorte verteilt, sodass die Idee „unter einem Dach“ mittlerweile nur schwer umzusetzen ist. Aus drei soll daher ein Standort werden, jüngere und älteren Menschen sollen dort gemeinsam leben und sich gegenseitig helfen.„Eine Win-win-Situation“, sagt Silja Weßelmann, bei der Stadt zuständig für die Gemeinwesenarbeit. Dafür soll im Bereich am Hoppenkamp, an der Hanna-Zuschneid-Straße, gebaut werden.

Mehrgenerationenhaus in Verden: Aus drei mach eins

Was sich über Jahrzehnte, Baustein für Baustein, zu einem Netzwerk entwickelt und dem steigenden Bedarf nach auf drei Häuser am Hoppenkamp und Schwarzer Berg verteilt hat, rückt mit dem Neubau als einheitliche Struktur unter ein Dach. So ist das künftige Gebäude an der Hanna-Zuschneid-Straße gedacht. In mehreren Gesprächsrunden haben die Beteiligten ihre Vorstellungen zu Papier gebracht, die Eckpfeiler des künftigen Gebäudes stehen.

Zum Haus gehören ein großzügiger Eingangsbereich, 30 Quadratmeter groß. Er dient dem Besucher zur Orientierung und als Wegweiser. Werkraum, Projektküche, jeweils 30 Quadratmeter groß, ein Beratungszimmer inklusive Arbeitsplatz, ein Seminarraum für Hausaufgabenhilfe, ein Differenzierungsbereich sowie ein Jugendraum, ebenfalls mit PC ausgestattet, so das weitere Programm. Herzstück des Neubaus bildet zweifellos der Mehrzweckraum, mit 120 Quadratmetern Fläche der Treffpunkt der Generationen. Kulturveranstaltungen wie Theater, Kino, Konzert und Lesungen, ein Café und Mittagstisch, sportliche Angebote, Begegnungen mit den Nachbarn und, und, und....

MGH in Verden: Café und Mittagstisch, sportliche Angebote, Begegnungen mit den Nachbarn

Wie das Haus, die vielen neuen Räume mit Leben gefüllt werden können, auch da gibt es konkrete Pläne und auch neue Ideen. Neu ist vor allem, neben den bekannten täglichen Angeboten und Betreuungen, in den Obergeschossen innovative Wohnformen anzubieten. „Sechs größere Wohnungen, gedacht insbesondere für Menschen, die gemeinsam leben möchten“, erklärt Silja Weßelmann. Die Wohnungen barrierefrei, die Menschen aus allen Altersgruppen, ganz im Sinne des Leitziels des MGH, denken die Beteiligten dabei an Wohngemeinschaften von Auszubildenden, Senioren, Menschen mit Beeinträchtigungen, Alleinerziehende. „Entwickeln soll sich ein System, in dem sich alle gegenseitig unterstützen“, erklärt Weßelmann.

Entwickeln soll sich ein System, in dem sich alle gegenseitig unterstützen

Die Mischung macht’s und sorgt dafür, dass sich niemand allein fühlen muss. Was im Haus stattfindet, soll nicht dort bleiben, sondern in den Stadtteil, zu den dort lebenden Menschen getragen werden. Und diese wiederum sollen in den Treff kommen, und dass sie kommen, dafür sorgen die Angebote im MHG. „So gelingt eine aktive Einbindung der Bewohner in das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Stadtteil“, betont Silja Weßelmann.

MGH in Verden: Jung und Alt, barrierefrei und behindertengerecht

Jung und Alt, barrierefrei und behindertengerecht, mit dem MGH-Neubau, dem deutlich besseren Raumangebot, dürften sich in der Stadt Verden zukünftig ganz andere Möglichkeiten bieten, den steigenden Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. „Schon jetzt gibt es viele Möglichkeiten, Fördergelder für das Programm im MGH abzurufen. Wird auch gemacht, doch die fehlenden Räumlichkeiten erschweren die Umsetzung bisher erheblich“, sagt Silja Weßelmann. Die Covid-19-Pandemie stellt die Betreuung zudem vor ganz neue Herausforderungen. „Einzelne Räume konnten durch die geringe Größe langfristig nicht genutzt werden, der erhöhte Beratungsbedarf blockiert Seminar-, Besprechungs- und Büroräume.“ Das MGH wusste sich indes zu helfen. Nun steht ein Zelt im Garten des MGH, damit das Angebot halbwegs aufrechterhalten werden kann. Kosten: circa 15 000 Euro.

Folgen von Corona: Beratungs- oder Schutzräume für Familien, Kinder, Jugendliche, von häuslicher Gewalt betroffene Personen

Covid-19, so viel ist sicher, werde auch die Arbeit im MGH nachhaltig verändern: „Bereits jetzt zeigt sich, dass Beratung und Unterstützung sowohl auf bürokratischer, aber insbesondere auf psychischer Ebene stark gestiegen ist und dass es langfristig so bleiben wird. Entsprechende Beratungs- oder Schutzräume für Familien, Kinder, Jugendliche, von häuslicher Gewalt betroffene Personen gibt es bisher nicht“, so Weßelmann.

Im Ortsrat Borstel und im Ausschuss für Jugend und Soziales wurden die Pläne des neuen Hauses bereits vorgestellt. Bedenken gegen die neue Einrichtung gab es nicht. Zwar gab es Äußerungen über möglicherweise knapp werdenden Parkraum im Bereich rund um den Neubau, aber Bürgermeister Lutz Brockmann versicherte , dass sich die Stadt im Gespräch mit einer Wohnungsbaugesellschaft befinde. „Da wird es eine vertragliche Lösung geben“, so Brockmann.

Auf Grundlage dieses Raumprogramms will die Stadt nun im einem nächsten Schritt einen sogenannten Realisierungswettbewerb auf den Weg bringen. Und dann soll erneut über das Thema beraten werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Landkreis Verden: Drei Menschen bei <br/>Unfall schwerst  verletzt

Landkreis Verden: Drei Menschen bei
Unfall schwerst verletzt

Landkreis Verden: Drei Menschen bei
Unfall schwerst verletzt
Freude auf dem Weihnachtsmarkt:<br/>Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht

Freude auf dem Weihnachtsmarkt:
Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht

Freude auf dem Weihnachtsmarkt:
Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht
Programm für ein besonderes Jubiläum

Programm für ein besonderes Jubiläum

Programm für ein besonderes Jubiläum
In Thedinghausen muss sich selbst der Nikolaus ausweisen

In Thedinghausen muss sich selbst der Nikolaus ausweisen

In Thedinghausen muss sich selbst der Nikolaus ausweisen

Kommentare