Bastian Lampe ist der neue Geschäftsführer im Ritter Rost Magic Park Verden

Vom Modellbau zum Fahrgeschäft

Bastian Lampe vor der Geschichte „Hänsel und Gretel“ der Märchenstraße im Ritter Rost Magic Park.
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Bastian Lampe vor der Geschichte „Hänsel und Gretel“ der Märchenstraße im Ritter Rost Magic Park.

Verden – „Was für mich einen guten Freizeitpark ausmacht? Da gibt es eine ganze Menge: Fantasie, Vielfältigkeit, Spaß, Story-telling, bombastische Eindrücke und auf jeden Fall ein besucherfreundliches Konzept.“ Während Bastian Lampe spricht, wandern seine Augen immer wieder in die Ferne, ganz so, als würde er sich an seine vielen eigenen Besuche in Freizeitparks in ganz Europa erinnern. Doch jetzt ist der 35-Jährige gerade nicht auf Reisen, sondern sitzt auf einer Bank im Ritter Rost Magic Park Verden, dem Park, in dem er vor wenigen Monaten als Geschäftsführer neu anfing.

„Das ich die Stelle übernommen habe, hat sich eigentlich eher zufällig ergeben“, schildert Lampe im Gespräch. Doch der 35-Jährige ist keinesfalls neu in der Branche. Er weiß, dank jahrelanger Erfahrung, was sowohl vor, als auch hinter den Kulissen passiert: „Interessiert habe ich mich für das Thema Freizeitparks und Fahrgeschäfte eigentlich schon als Kind. Die Technik dahinter hat mich einfach begeistert“, erinnert sich der gebürtige Goslarer. Darum habe er auch mit dem Modellbau begonnen. „Irgendwann fing ich dann damit an, Karussels anzufertigen. Natürlich in einem kleineren Maßstab als normal, aber immer so detailgenau, dass man auf Fotos keinen Unterschied zwischen meinem Modell und dem Original erkennen konnte“, erläutert Lampe weiter und berichtet, dass er sich so bereits in jungen Jahren einen Namen in der „Kirmes-Modellbau-Szene“ gemacht habe. „Doch um diese Modelle so bauen zu können, brauchte ich die Baupläne des Originals. Also hab ich Kontakt zu den Parks aufgenommen und viele Schausteller kennengelernt“, so Lampe weiter.

Seine Leidenschaft für Technik begleitet den Freizeitpark-Begeisterten unablässig durchs Leben, sodass er sich entschied, von 2008 bis 2011 Maschinenbau zu studieren. „Während meines Studiums habe ich immer wieder Arbeiten beim TÜV geschrieben, wodurch ich bereits damals viel Praxiserfahrung neben der Theorie sammeln konnte.“

Die kam ihm dann zugute, als er sich 2011 für eine Stelle als Technischer Leiter im Heide Park Resort bewarb und „überraschenderweise sofort eingestellt wurde“, gibt Lampe offen zu. „Anscheinend hatte der Park schon länger gesucht. Dort war ich für alle Attraktionen zuständig, hab mitgeholfen den beliebten ,Flug der Dämonen‘ zu konzipieren und die aufwendige Restaurierung des Colossos begleitet“, schildert der Geschäftsführer seine Arbeit vor Ort.

Während seiner Anstellung bei dem Soltauer Vergnügungspark absolvierte der 35-Jährige außerdem ein BWL-Studium (Betriebswirtschaftslehre). „Zusätzlich fing ich an, Konzepte für einen eigenen Freizeitpark zu entwickeln. 2019 aber reichte er die Kündigung beim Heide Park Resort ein. „Eine Bremer Firma hatte zu mir Kontakt aufgenommen und mir eine Stelle als Leiter für Planung und Betrieb von fünf konkreten Freizeitpark-Projekten in ganz Europa für je 80 Millionen Euro angeboten. Da habe ich zugesagt“, so Lampe. Allerdings zerschlug sich die Gruppe gegen Ende des vergangenen Jahres, „weil Investorengelder nicht wie vertraglich vereinbart gezahlt wurden“. Fast zeitgleich wurde die Position des Geschäftsführers beim Magic Park ausgeschrieben, sodass sich Lampe kurzerhand umorientierte „und einen Neustart in Verden machte“.

„Der Park ist wirklich schön. Da würden sich andere Betriebe die Finger nach lecken, so nah an der Autobahn zu sein und trotzdem Baumbestand zu haben“, so Lampe. „Aber ich sehe viel Potenzial nach oben. Es muss wieder ein roter Faden her und die Grundausrichtung des Parks festgelegt werden. Es gilt den Gästen zuzuhören und anhand dessen Klarheit zu schaffen“, so der neue Geschäftsführer abschließend.  lh

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