Volles und klingendes Haus beim Instrumententag der Kreismusikschule

„Die Bratsche können wir jetzt wohl vergessen“

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Thomas Lankenau (l.) ging mit gutem Beispiel voran und testete die Trompete.

Verden - Ein Haus voller Musik konnten die Besucher am Sonnabend in der Marienstraße, beim Instrumententag mit Schülerkonzert der Kreismusikschule in Verden, erleben. Von 14 bis 17 Uhr hatten Interessierte aller Altersklassen die Möglichkeit, den Fertigkeiten von Musikschülern zu lauschen und das umfangreiche Kursangebot der Kreismusikschule näher kennenzulernen.

Alle erdenklichen Instrumente konnten unter Anleitung ausprobiert werden, und für die Pause zwischendurch standen in der eigens eingerichteten Cafeteria Kaffee und Kuchen bereit.

Schon die Kleinsten waren von der Instrumentenvielfalt begeistert. Der zweieinhalbjährige David wollte gar nicht mehr vom Klavier lassen. Auch die elektrische Gitarre hatte es ihm und seinem Bruder, dem sechsjährigen Fabian, angetan. Da musste ihre Mutter, Edda Fröbel, schon richtige Überzeugungsarbeit leisten, um ihre Kinder „loszueisen“. Aber auch sie als Erwachsene hatte ihren Spaß: „Ich finde schön, dass man hier mal den Querschnitt ausprobieren kann.“

Alle Räume standen den Besuchern offen, um sich bei den Musiklehrern zu informieren oder um einfach seine musikalischen Neigungen auszuloten. Die versierten Lehrkräfte führten die einzelnen Instrumente vor, ob Gitarre, Schlagzeug, Querflöte, Klavier, Trompete oder Saxophon, aus sämtlichen Räumen waren die unterschiedlichsten Töne zu hören. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder die verschiedenen Instrumente auch noch während einer Probestunde ausprobieren können“, sagte Anke Mildner, für die der Musikschulbesuch dann doch eine unerwartete Wende nahm. Ihre Tochter Merle hatte das Schlagzeug für sich entdeckt und die Trommelstöcke erst nach mehrmaligem Zureden – und selbst dann nur ungern – wieder beiseite gelegt. „Eigentlich wollte sie Querflöte und Bratsche ausprobieren. Das können wir jetzt wohl vergessen“, meinte die Mama.

In einem anderen Raum hatten die Brüder Jonas und Linus ein Auge auf die Blechblasinstrumente geworfen, trauten sich aber nicht, Trompete oder Posaune auszuprobieren. „Da muss ich wohl man ‘ran“, schmunzelte ihr Papa, Thomas Lankenau. Die Jungs staunten, wie der Papa dicke Backen machte und dem Blech auf Anhieb sogar ein paar Töne entlockte.

Rund 1300 Musikschüler zählt die Schule nach Auskunft des stellvertretenden Schulleiters, Elmar Lossau, kreisweit. Die Kleinsten sind erst vier Jahre alt und können sich in der musikalischen Früherziehung schon einmal mit den Instrumenten anfreunden, der älteste Musikschüler, so Lossau, sei sogar bereits um die 80. Als das beliebtestes Instrument in der Musikschule nannte er das Klavier, gefolgt von Blockflöte und Gitarre. Insgesamt würden rund 20 Instrumente gelehrt, darunter auch so instrumentale „Exoten“ wie Fagott oder Oboe und neuerdings sogar Harfe.

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