Heute letzter Arbeitstag für Bodo Plump

Voba-Urgestein geht in Ruhestand

So ein Plätzchen im Grünen wird der angehende Ruheständler Bodo Plump künftig öfter genießen können.

Verden - Wer als Verdener an die Volksbank denkt, der kommt an dem Namen Bodo Plump nicht vorbei. Heute ist sein letzter Arbeitstag. Ein Stück Verdener Volksbank geht und mit ihm viel Wissen und Kompetenz, nicht nur als Banker, sondern auch als Kollege.

„Die Zeit seit der Entscheidung, sich durch eine Altersteilzeitregelung um den dritten Lebensabschnitt zu kümmern, ist so schnell vergangen“, sagt Bodo Plump. So klingt doch ein wenig Wehmut in der Stimme des 61-Jährigen, obwohl er sich unbändig auf die freie Zeit mit seiner Frau, seinen zwei Kindern und dem Enkelsohn sowie auf seine Hobbys freut.

Mit drei Brüdern wuchs der Landwirtssohn in Butjadingen auf. Nach Abitur und Grundwehrdienst absolvierte er seine Lehre bei der Raiffeisenbank Eckwarden. Danach packte Bodo Plump seine Koffer, um in einer größeren Bank Karriere zu machen.

In Verden wurden Bankkaufleute gesucht und er bekam eine Zusage. So startete er am 1. Oktober 1979 seine Laufbahn in der Allerstadt. Schnell wurde klar, dass Verden seine neue Heimat werden könne. Mit seiner Frau Karin kaufte er ein Haus in Wahnebergen. Auch beruflich ging’s voran. Ihm wurde die Leitung der Hauptstelle Verden übertragen.

Zahlreiche Lehrgänge der genossenschaftlichen Aufstiegsfortbildung absolvierte der aufstrebende Bankkaufmann. Belohnt wurde das zunächst mit der Erteilung einer Handlungsvollmacht. Später wurde ihm die Position des Marktbereichsleiters, die die Verantwortung für mehrere Geschäftsstellen einschließt, übertragen. Es folgte die Erteilung der Prokura.

Drei Fusionen hat Bodo Plump während seiner Zeit mitgestaltet: mit der Spar- und Darlehenskasse Holtebüttel 1985, der Volksbank Morsum 1992 und schließlich 2012 mit der Volksbank Grafschaft Hoya. In diesem Zuge wurde Bodo Plump aufgrund seiner Spezialkenntnisse die Leitung der Abteilung „Vermögende Privatkunden“ übertragen. Er gestaltete maßgeblich den Aufbau dieser Abteilung.

Durch seine offene, freundliche Art fühlten sich die Kunden immer schnell gut bei ihm aufgehoben. Seine hohe Empathie kommt ihm im Kontakt mit Menschen immer zu Gute. „Der Kunde steht immer an erster Stelle“, berichtet Bodo Plump. „Wenn ich durch die Stadt gehe, freue ich mich, viele bekannte Gesichter zu sehen. Jahrelang aufgebautes Vertrauen spiegelt sich durch Wertschätzung wider, darauf bin ich schon ein wenig stolz.“

Aufgrund seiner umfassenden Kenntnisse und seiner Erfahrung war er Referent bei den Schulungen für Auszubildende. Außerdem war er Prüfer bei der genossenschaftlichen Akademie, Mitglied des Prüfungsausschusses bei der Industrie- und Handelskammer und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Berufsbildenden Schulen in Dauelsen. Zudem engagierte sich Bodo Plump viele Jahre im Vorstand der evangelischen Kirchenstiftung.

„Die Beziehungen zu meinen Kunden, zu meinen Vorgesetzten und den Kollegen haben mir viele neue Erkenntnisse, Erfahrungen und Begegnungen ermöglicht. Ich habe viele großartige Menschen getroffen. Diese Beziehungen haben mein Leben geprägt und meinen Beruf so lebenswert gemacht“, bedankt sich Plump. „Das wird mir anfangs bestimmt fehlen.“

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