Weiterhin niedrige Infektionszahlen

Virus fordert zweites Todesopfer: Kein Zusammenhang mit Lockerungen der Schutzregeln

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Eine Statistik zu den aktuellen Fallzahlen vom 28. April.

Verden - Ein weiteres Todesopfer des Coronavirus im Landkreis musste das Gesundheitsamt Dienstag melden. Der 70 Jahre alte Patient starb am Montagnachmittag an den Folgen der Covid-19-Erkrankung.

Der Patient ist der zweite Todesfall in der Bevölkerung des Landkreises Verden im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Eine Umkehr vom eher moderaten aktuellen Trend sieht die Leiterin des Gesundheitsamtes, Jutta Dreyer, darin allerdings nicht: „Mit den Lockerungen der Schutzregeln hat das nichts zu tun.“ Die Entwicklung der Infektionszahlen habe unübersehbar an Dynamik verloren. Auch der Betrieb im Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) ist zurückgegangenen. „Landrat Peter Bohlmann spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus“, hieß es in der Mitteilung aus dem Kreishaus. 

Einen Zusammenhang mit aktuellen Entwicklungen des Infektionsgeschehens könne das Opfer des Virus schon wegen des Krankheitsverlaufs nicht haben, erklärte Jutta Dreyer auf Nachfrage. In Fällen wie diesem müsse man eher von einem wochenlangen Krankheitsverlauf ausgehen. „Der Tod tritt nicht plötzlich ein, sondern kommt meist, nachdem der Patient schon lange beatmet wurde.“

Die Zahlen entwickelten sich tatsächlich niedrig im Moment, darüber zeigte sich auch die Amtsärztin erfreut. Dreyer hofft, dass es so bleibt. Das Gesundheitsamt meldete Dienstag allerdings auch, dass zwei neue Fälle von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen zu verzeichnen seien. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl der Infizierten im Landkreis auf 118.

Noch drei Infizierte in stationärer Behandlung

Die beiden neu infizierten Männer leben im Nordkreis. Aus der häuslichen Quarantäne konnte unterdessen eine weitere Person entlassen werden. Damit sind zwischenzeitlich 107 Personen genesen. Mittlerweile sind nur noch drei Personen in stationärer Behandlung.

Eine Übersicht über die Anzahl der durchgeführten Tests hat Jutta Dreyer nicht. Ans Gesundheitsamt müssten nur die positiven Testergebnisse gemeldet werden. Lea Verwohlt, Assistentin der Geschäftsführung der KVN-Bezirksstelle in Verden konnte den Rückgang der Testungen bestätigen. Das Niveau sei in den zurückliegenden Tagen deutlich unter den Spitzenzeiten, eine genaue Statistik lag ihr nicht vor.

Rückgang der Testungen auf Corona

KVN-Geschäftsführer Michael Schmitz erklärte, warum die Zahl der Tests auf die Infektion mit dem Coronavirus im KVN-Testzentrum keine große Aussagekraft mehr haben. Mit einer abnehmenden Zahl von Verdachtsfällen habe das nicht allein zu tun. „Das liegt auch daran, dass zunehmend niedergelassene Ärzte die Tests in ihren Praxen durchführen können“, erklärte Schmitz. Seit Ostern würden immer mehr Mediziner die Proben selbst nehmen, weil sie mittlerweile ausreichend mit den nötigen Schutzmaterialien wie Kittel, Masken und so weiter versorgt seien. „Der Mangel hatte damals die Einrichtung der Zentren nötig gemacht“, erklärte der Geschäftsführer.

Wird das KVN-Testzentrum überflüssig? 

Ob die zentrale Stelle damit nach und nach überflüssig wird, konnte der KVN-Vertreter allerdings nicht sagen. Derzeit bereite die Bundesregierung ein zweites Infektionsschutzgesetz vor. Darin gehe es eher um die flächendeckende Ausweitung der Testungen als um die Verminderung. Die Verabschiedung sei Mitte Mai geplant. Schmitz erwartet, dass das Gesetz einiges an der bisherigen Vorgehensweise in der Pandemie ändern wird. Allerdings sei die Rolle der Testzentren dabei noch nicht klar.

Der Geschäftsführer machte in dem Zusammenhang noch einmal darauf aufmerksam, dass ein unangekündigter Besuch des Testzentrums am Kreishaus sinnlos sei. Erst wenn der Test vom Hausarzt oder vom kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 116117) angeordnet und ein Testtermin abgemacht sei, werde die Probe entnommen.

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