Stadt investiert in einen grünen Park für alle Generationen

Viertel mit Lebenswert

Kinder spielen auf einem Klettergerüst. Bürgermeister Lutz Brockmann schaut zu
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Herzstück ist das große Klettergerüst, das auch Bürgermeister Lutz Brockmann gefällt.

Verden – Die Aufwertung hat mit der Umbenennung begonnen: Aus Maulhoop ist schon vor einiger Zeit das Flüsseviertel geworden. Die Aller ist tatsächlich nicht weit, hat aber mit der Namensgebung nichts zu tun. Denn hier wohnt man in der Rheinstraße, am Oderplatz oder in der Elbestraße. Die Gegend am nördlichen Rand der Stadt ist heute beliebt fürs Wohnen und Leben in der Stadt. Das war nicht immer so.

  • Flüsseviertel wird aufgewertet
  • Park für alle Generationen
  • Erweiterung noch in diesem Jahr

Maulhoop war ein eher vernachlässigtes Viertel, das mit dem regelmäßigen Besuch des Spielbusses Fridolin um die 90er-Jahre herum mehr Beachtung bekam. Mit dem Bau des Hauses am Oderplatz im Jahr 1997 wurde aus dem mobilen Treffpunkt ein fester. In der Einrichtung der St. Johannisgemeinde trifft man sich zu Veranstaltungen, Gottesdiensten oder zum Klönschnack im Stadtteilcafé. Eine weitere Veränderung hat zur Aufwertung des Viertels geführt: Der Brand in einem Supermarkt, der zur Folge hatte, dass ein Gebäudekomplex mit kleinen Geschäften und einer Arztpraxis abgerissen wurde.

Jetzt gab es nicht nur Anlass, sondern auch Platz für eine Aufwertung der Wohngegend durch einen Flüssepark, in dessen Mittelpunkt sich das Haus am Oderplatz und ein angrenzender großer Spielplatz mit Freigelände für das Zusammenkommen aller Generationen befinden.

Ersatz für den eigenen Balkon oder Garten

Am Montag bei der Eröffnung des neuen Freilufttreffpunktes konnten sich alle Beteiligten davon überzeugen, dass ihre Belange berücksichtigt wurden. Hier sollen sich künftig Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern und alle anderen, die hier leben, treffen können. Denn in den alten und neuen Wohnungen der Mehrfamilienhäuser gibt es nicht überall einen Balkon, geschweige denn einen Garten drumherum.

Nachdem die Stadt Wünsche der Anwohner gesammelt, die Kreisbaugesellschaft eine Fläche zur Erweiterung des Spielplatzes abgegeben hatte, konnte das Landschaftsarchitekturbüro Ackermann aus Hannover die Gestaltung planen. Zusammen mit der Gartenbaufirma Rengstorf aus Stedebergen folgte die Umsetzung. Baustart war im November des vergangenen Jahres, eine späte Frostperiode verzögerte die Umgestaltungsarbeiten, doch dann ging es reibungslos. Gestrüpp wurde entfernt, um mehr Licht und Durchblicke zu schaffen, ein großes Klettergerüst und eine Wippe installiert, Spielhäuschen verteilt, ein Trampolin ebenerdig eingesetzt und eine Bank aufgestellt, die älteren Besuchern mit Armlehnen für jeden Sitzplatz mehr Bequemlichkeit bietet.

Die Bank mit Armlehnen gefällt Christine Klasen vom Seniorenbeirat. Neben ihr Planer Andreas Ackermann und Gartenbauer Markus Stapel.

Blüten für die Insekten, große Steinblöcke für die Menschen

Auch der Wunsch der Anwohner nach Blüten für Insekten wurde umgesetzt, ebenso der nach einem Platz für größere Zusammenkünfte und Aktionen. Blöcke aus Sandstein wurden an den Kanten abgerundet und bieten Plätze zum Sitzen, angeordnet in einem Halbrund. Damit der Treffpunkt sauber bleibt, gibt es große Mülleimer, die wegen ihres Aussehens Frogs genannt werden. Hundebesitzer finden an zwei Eingängen eine Dog-Station.

Begrenzt wird die Anlage in Teilbereichen durch große Natursteine, für die Findlinge aus der Region herangeschafft wurden. In den Baukosten von 180 000 Euro für die Umsetzung und 30 000 für die Planung ist auch das Honorar der Künstlerin Susanne Siegel aus der Region Hannover enthalten, die auffällige Skulpturen für die Eingänge zum Flüssepark modellieren wird.

Am Oderplatz bekommen auch die Jugendlichen ihren Treffpunkt

Mit dem weiteren Ausbau des Parks in Richtung Oderplatz sollen auch die Bedürfnisse von Jugendlichen berücksichtig werden. Ein Plateau unter Bäumen ist als Treffpunkt auf den Plänen eingezeichnet, Spieltische für Schach und Mühle soll außerdem Anreize geben, hier anzukommen und zu verweilen. Mit der Umsetzung soll es noch in diesem Jahr losgehen, spätestens Anfang des nächsten Jahres soll alles fertig sein und der Park den Bewohnern im Flüsseviertel überlassen werden.

Landschaftsplaner Andreas Ackermann hat alle mit der Umsetzung seiner Pläne überzeugt, ganz und gar auch die Kinder aus der Kita Neißestraße, die sich hier am Eröffnungstag schon einmal austoben durften. Auch die Leiterin des Hauses am Oderplatz, Elke von Hollen, die hier seit 1989 Sozialarbeit leistet, überzeugt der Park. Für sie ist es „eine große Wertschätzung der Menschen, die hier leben“.

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