Jungunternehmerinnen stellen ihre Geschäftsideen vor

Vier unterschiedliche Wege in die Selbstständigkeit

Die vier Gründerinnen werden vom Startklar Team unterstützt: Gabriele Tinscher, Katherina Fröhlich-Mylonas, Eugenia Wiest und Gitta Stahl (vorne, v.l.). Hinten: Thomas Mill, Anke Tielker, Dagmar Krüger, Susanna Suhlrie, Min von Cramer und Claus von Cramer ( v. l.) . - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Vier Frauen – vier Wege in die Selbstständigkeit. Eugenia Wiest, Katherina Fröhlich-Mylonas, Gabriela Tinscher und Gitta Stahl stellten in den Räumen der Startklar GbR an der Max-Planck-Straße ihre pfiffigen Geschäftsideen vor. Alle vier sind Teilnehmerinnen des ESF-Projekts „FrauenStärken“.

Dieses mit Landesmitteln geförderte Gründungsprojekt unterstützt angehende Unternehmerinnen bei der Planung und Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Unterstützt werden sie dabei vom Startklar-Team. Weit über 100 Frauen haben bereits an dem Projekt teilgenommen. Eugenia Wiest aus Etelsen hat sich als Unternehmensberaterin für nachhaltige Nachwuchskräftesicherung selbstständig gemacht. „Ich berate Unternehmen, wie sie passende Nachwuchskräfte gewinnen, ausbilden und fördern, so dass sie langfristig Erfolg bringen“, erklärt sie. Als Akademikerin mit Master in Personalmanagement und Beratung verfügt sie über einschlägige Erfahrung. „Seit 2011 berate ich Nachwuchskräfte in puncto Beruf und Karriere und möchte meine Erfahrungen nun an Arbeitgeber weitergeben“, so Wiest.

Die 33-Jährige gehört selbst zur sogenannten „Generation Y“ und ist mit den Bedürfnissen der Unternehmen, aber auch der Zielgruppe bestens vertraut. In Vorträgen und Seminaren möchte sie ihre Kunden, kleine und mittelständische Unternehmen, gewinnen. „Um die Verlässlichkeit für meine Auftraggeber zu garantieren, schließe ich mich an einen Beraterpool an“, erzählt sie.

In eine andere Richtung weist der Weg von Katherina Fröhlich-Mylonas. Die gelernte Kauffrau im Einzelhandel hat sich nach 16-jähriger Tätigkeit in der Branche entschlossen, den Traum vom eigenen Laden zu verwirklichen. Im Mai will sie in Achim „Handgemacht – Kreative Unikate“ eröffnen. Sie will dort Produkte anbieten, die man sonst nur auf Kunsthandwerkermärkten findet. „Mein Ziel war schon immer, gewerblichen Handel mit gemeinnützigen Projekten zu verbinden“, erzählt die Geschäftsfrau. Startklar habe ihr geholfen, dabei den gewinnbringenden Teil nicht zu vergessen.

Accessoires und Kunsthandwerk

Nun will sie Wohnaccessoires und Kunsthandwerk vermarkten. „Alles wird in liebevoller Handarbeit unter fairen Bedingungen von Kunsthandwerkern hergestellt“, betont sie. Die Oytenerin will auch mit dem Martinshof Bremen und den Rotenburger Werken zusammenarbeiten.

Fotografieren war immer die große Leidenschaft von Gabriele Tinscher aus Achim. Zunächst wandte sie sich aber einem pädagogischen Werdegang zu. Nach der Familienzeit befasste sie sich wieder verstärkt mit Fotografie, seit 2009 auch im Nebenerwerb. Nun stellt sie die Weichen für die hauptberufliche Tätigkeit. „Ich setze mein Können unter anderem bei Fotoprojekten in sozialen Einrichtungen, beim Portraitshooting sowie in der Firmen- und Produktfotografie ein“, erzählt sie. Beeindruckend sind ihre ungekünstelten Fotos aus Kindergärten und Seniorenheimen. Auch die Dokumentation von Veranstaltungen aller Art gehört zu ihrem Portfolio. Ebenso ist Tinscher als Dozentin tätig: „An der Kunstschule Achim unterrichte ich Fotografie, und Privatpersonen biete ich Einzelworkshops an.“

Mit gleich drei Standbeinen macht sich die Journalistin und Landschaftsplanerin Gitta Stahl aus Blender selbstständig. „Grüne Themen“ waren schon immer ihr Ding. Unter anderem arbeitete sie beim „Gartenfreund“ im Wächter Verlag als Redakteurin. Dort ist auch ihr Buch „Hurra, ich habe einen Kleingarten“ erschienen. Schon seit 2002 betreibt sie ein Journalistenbüro für diesen Themenbereich. Mit ihrem Beratungsbüro „Grüner Kosmos“ für nachhaltiges Gärtnern im Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen in der Artilleriestraße, möchte sie allen helfen, die sich mehr Leben mit vielen Tieren und bunten Blüten in ihrem Garten wünschen. „Gärten, in denen nur Hortensien und und hochgezüchtete Rosen blühen, bieten den Bestäuberinsekten nichts“, weiß die Expertin. Da es viele von ihr empfohlenen Pflanzen im normalen Gartencenter nicht gibt, betreibt sie unter www.bienenweide-shop.de auch einen Onlineshop für Pflanzen und Zubehör. „Meine neue Selbstständigkeit verstehe ich als Gesamtpaket“ , sagt Gitta Stahl. - ahk

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