An der Reperbahn

Vier Häuser auf 150 Stützpfeilern

Bauen auf sicherem Grund: Mit der Ramme werden circa 150 Pfeiler in den Boden des Grundstückes an der Reeperbahn getrieben.
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Bauen auf sicherem Grund: Mit der Ramme werden circa 150 Pfeiler in den Boden des Grundstückes an der Reeperbahn getrieben.

Endlich kann’s losgehen, und zwar mit Volldampf. Vier Stadthäuser will Architekt Markus Tödter an der Reperbahn bauen. Damit die Häuser sicher stehen, müssen circa 150 Betonpfähle in den Boden gerammt werden.

Verden – Schweres Gerät ist an der Reeperbahn in Verden aufgefahren. Wer über die Nordbrücke in die Stadt fährt, kann schon aus der Ferne einen mehr als zehn Meter hohen Turm erkennen. Es tut sich was auf dem Baufeld, sehr zur Freude von Architekt Markus Tödter. „Endlich können wir loslegen“, so der Chef vom Büro Palladio. Circa sieben Millionen Euro will er auf dem Grundstück verbauen. Gesamte Bauzeit etwa drei Jahre.

Der Baugrund bestens präpariert, die Baugenehmigung endlich in der Tasche, wird schon mit Beginn des Projektes unter Hochdruck gearbeitet. Insgesamt 150 Betonpfähle soll das meterhohe Spezialfahrzeug in den Boden rammen. Eine echte Herausforderung. Jeder Pfeiler circa 25 Meter lang, sind es pro Grundstück circa 40 Stützen, die das Gerät in die Erde drücken muss. „Läuft alles nach Plan, werden wir dafür wahrscheinlich circa vier Wochen brauchen“, schätzt Tödter.

Ziegelstein und viel Glas, so sollen die Neubauten aussehen.

Die Pfeiler, das stand bereits weit vor Beginn der Planungen fest, müssen sein. „Der Untergrund ist sehr sandig, wir verzichten daher auf einen Keller und nehmen zur sicheren Gründung der Bauten die Pfeiler“, erklärt der Architekt. Die Pfahlgründung ist auch dem sensiblen Umfeld geschuldet. Die historische und denkmalgeschützte Stadtmauer soll vor unnötigen Erdbewegungen bewahrt werden.

Dafür dürfte der Ziegelwall auf seine alten Tage noch einmal ordentlich durchgeschüttelt werden, ehe er dann zur Ruhe kommen dürfte. Sind alle Pfeiler in der Erde, kann gebaut werden. Zunächst kommt die Bodenplatte oben drauf. Begonnen wird zeitgleich mit zwei Häusern, Bauzeit circa eineinhalb bis zwei Jahre. Danach folgen die beiden weiteren Gebäude.

Getrennt werden die jeweiligen Paare durch den St. Johannisweg. Er führt aus der Stadt durch eine Maueröffnung in Richtung Allerpark. Schnelle, kurze Wege für die künftigen Bewohner.

Geplant sind 23 großzügige und moderne Eigentumswohnungen in gehobener Ausstattung mit Wohnflächen von circa 75 bis 125 Quadratmetern, aufgeteilt in zwei bis dreieinhalb Zimmer. Große Fenster, helle, lichtdurchflutete Räume, dazu großzügige Balkone und Sonnenterrassen, so die Zeichnungen des Architekten. Fahrstuhl, barrierearme Bauweise mit hohem energetischen Standard sowie Parkplätze auf den Grundstücken, so das Drumherum.

Tödter, dessen Büro unweit des Baugrundstückes liegt, ist davon überzeugt, dass sich Erscheinung und Bauweise der vier Gebäude optimal in das Bild der Altstadtkulisse einfügen. „Darauf haben wir bereits im Vorfeld der Planung besonderen Wert gelegt“, betont er. Knapp sieben Millionen Euro stecken die Investoren in das Ensemble in dunkel gehaltenem Ziegelstein.

Doch wer wird an der Reeperbahn 8 bis 14 leben? „Durch die einzigartige Lage eignen sich die Wohnungen sicherlich ideal für Senioren. Hier liegt alles um die Ecke. Geschäfte, Cafés, Apotheke sowie Freizeit- und Verwaltungszentren, die Altstadt und natürlich der Park“, beschreibt der Planer. Aber auch die Jüngeren dürften den Charme des urbanen Umfeldes und das Angebot zu schätzen wissen.

„Die meisten Wohnungen sind bereits verkauft oder es gibt Vorverträge“, sagt Tödter. „Fünf Wohnungen sind aber noch frei“, fügt er hinzu.

Von Markus Wienken

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