60 Schüler verlassen die Klaus-Störtebeker-Schule / 18 beginnen eine Ausbildung

„Viele warten schon auf Sie“

Viele Wege für zum Ziel. Das gilt auch für die Absolventen der Klaus-Störtebeker-Schule, die unterschiedliche Wege gehen. - Foto: nie

Verden - Der gestrige Tag war für über 60 Schüler der Klaus-Störtebeker-Schule in Verden ein ganz besonderer Tag: Sie erhielten in der von der Schulband und der Sprachlernklasse musikalisch umrahmten Feierstunde ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Überwiegend festlich gekleidet nahmen sie das Blatt Papier, auf das sie viele Jahre hingearbeitet haben, von Schulleiter Karsten Kosbi entgegen.

Die meisten der Schulabsolventen hatten diesen Moment sicher schon ungeduldig erwartet; nun war es endlich so weit: nach neun- oder zehnjähriger Schulzeit. Viele Gäste, insbesondere Eltern und Großeltern, füllten das Forum der Klaus-Störtebeker-Schule, um gemeinsam in festlicher Atmosphäre die Zeugnisübergabe zu feiern. In seiner Entlassungsrede zeigte Schulleiter Kosbi den Absolventen verschiedene Wege auf, das Glück als festen Bestandteil des Lebens zu begreifen und es für die Zukunft zu nutzen. Seine Botschaften hatte er locker formuliert und sie machten deutlich , wie wichtig es ist, eigene Wege zu gehen, über den Tellerrand hinaus zu blicken, Chancen zu sehen und zu nutzen, Ziele zu verfolgen oder das eigene Glück zu finden.

Kosbi hob auch die Leistungen der Schüler hervor. So haben von 43 Schülern aus den drei 9. Klassen der Schule alle den Hauptschulabschluss erlangt. 18 von ihnen werden laut Kosbi die Schule verlassen, um eine Ausbildung zu beginnen oder um an die BBS Verden zu wechseln. Weitere 25 Schüler bleiben der Schule erhalten und werden das freiwillige 10. Schuljahr besuchen. Von den 23 Schülern aus Klasse 10 haben sieben den Hauptschulabschluss und 13 den Sekundarabschluss I, also den Realschulabschluss erlangt. „Das sind immerhin 53 Prozent des Jahrgangs 10“, betonte der Schulleiter, der im weiteren Verlauf seiner Rede auch auf die Schlüsselqualifikationen einging, die jeder einzelne der Absolventen an der Schule erworben habe. Sie hätten Rücksichtnahme, Toleranz, Akzeptanz, Verantwortung und Mitverantwortung gelernt, wie auch ihr Selbstvertrauen zunehmend gewachsen sei. Abschließend fügte er ein ganzes Paket guter Wünsche hinzu und dass allen der Einstieg in den auf sie jetzt zukommenden neuen Lebensabschnitt gelingen möge.

Der Rede des Schulleiters vorausgegangen waren Grußworte von Bürgermeister Lutz Brockmann. Auch er machte den Jugendlichen Mut, sich mit Zuversicht und Offenheit den künftigen Herausforderungen zu stellen. „Viele warten auf Sie“, sagte er und spielte damit auf die derzeit guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt an.

Für die Dr. Carl-Hesse-Stiftung sprach Carl-Christian Hesse den Schulabsolventen seine Glückwünsche aus. Er sagte, dass die Stiftung seit rund 30 Jahren Absolventen der Hauptschule unterstütze und ihnen auch noch nach erfolgreicher Ausbildung für das berufliche Weiterkommen Möglichkeiten einer finanziellen Förderung biete. Wie in jedem Jahr war Hesse nicht mit leeren Händen gekommen. Für herausragende schulische Leistungen bekamen Fabian Hausschild, Mika Zemke, Burhan Rama, Pinar Eroglu, Nursu Kara, Katharina Schult, Verona Hashani, Amalija Hardt, Kilian Helgenberger und Berkay Aydin Stiftungspreise überreicht.

Traditionell wurden auch wieder Preise für besonderes schulisches Engagement und überdurchschnittlich gute schulische Leistungen verliehen: Lilli Adam, Kamilia Krupinska, Burhan Rama, Amalija Hardt, Verona Hashani, Alina Hardt, Viktoria Jarski, Leontina Latifaj und Katharina Schult sind die diesjährigen Preisträger. - nie

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