Hauptschule bietet Übergangslösung

Zu viele Realschüler in Verden

Verden - Von Andree Wächter. Es werden immer mehr Kinder in Verden. Diese Entwicklung freut alle – bringt aber Herausforderungen mit sich. Deutlich machte dies Realschulleiter Christian Piechot.

Im Schulausschuss sagte er am Mittwoch, dass die Klassenräume für das kommende Schuljahr nicht reichen werden. Die Lösung: Ein Jahrgang soll an die Hauptschule ausgegliedert werden.

Somit beginnt die Zusammenarbeit bereits ein Jahr früher als geplant. Ab dem Schuljahr 2018/19 verschmelzen beide zu einer Oberschule. Laut Piechot hat die Realschule im laufenden Schuljahr 26 Klassen. Also eine mehr als allgemeine Klassenräume. Während der Sitzung in der Grundschule am Sachsenhain sagte er: „Die Prognose sieht für das kommende Schuljahr 27 bis 30 Klassen vor. Realistisch schätze ich, dass es 28 Klassen werden.“

Drei Lösungsvorschläge

Drei Lösungsvorschläge präsentierte er dem Fachausschuss: Anbau, Container aufstellen oder ein Jahrgang wird in Räumen der Hauptschule unterrichtet. Aus Kosten- und Zeitgründen blieb nur der dritte Vorschlag als realistische Alternative. Auch ohne Vorlage ließ Vorsitzende Gunda Schmidtke (SPD) abstimmen. Bei einer Enthaltung votierte die Mehrheit für diese Variante.

Die Schüler in ein anderes Gebäude zu schicken, ist nur ein Teil der Lösung. „Auch technisch müssten die Räume denen der Realschule angepasst werden“, so Piechot. Heißt: Sie müssen mit Smartboards ausgestattet und ans EDV-System der Realschule angeschlossen werden. 

Die Kosten waren vielen Ratsmitgliedern zuerst ein Dorn im Auge. Im Zuge der Zusammenlegung zu einer Oberschule muss eh Geld ausgegeben werden. Diese Investition wird in Teilen, um ein Jahr vorgezogen. Weiter beruhigen konnte Christian Piechot. Die jetzt benötigte Technik sei zukunftsfähig, so der Realschulleiter. Gerade vor dem Hintergrund der Verschmelzung war dies ein wichtiges Kriterium.

Aber die Zeit drängt. Schmidtke wollte auf der nächsten Schulausschusssitzung am 31. Mai über die Ausgaben abstimmen lassen. Diesem Vorschlag widersprach Piechot: „Wir brauchen flott ein Go.“ Werner Meincke (Die Grünen) sagte: „Die Verwaltung soll das mit der Schule klären.“ Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 muss alles laufen.

Rubriklistenbild: © dpa

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