Leonie Jordan leitet die Regionalgeschäftstelle des Nabus / Turbulenter Start zur Corona-Zeit

Viele Ideen warten auf Umsetzung

Leonie Jordan leitet seit dem 1. Januar die Regionalgeschäftsstelle Weser-Mitte des Nabus im Ackerbürgerhaus. Archivbild: Hustedt
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Leonie Jordan leitet seit dem 1. Januar die Regionalgeschäftsstelle Weser-Mitte des Nabus im Ackerbürgerhaus. Archivbild: Hustedt

Verden – Ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem Leonie Jordan in die Regionalgeschäfststelle Weser-Mitte des Nabu-Landesverbandes im Ackerbürgerhaus in Verden eingezogen ist. Damals startete sie als Trainee, mittlerweile ist die 27-Jährige fest angestellt und als Geschäftsleiterin die erste Ansprechpartnerin für die vielen Nabu-Ortsgruppen und jeden Bürger, der Fragen rund um die Natur oder den Tierschutz hat.

Auch wenn ihr Start in der Allerstadt aufgrund der Corona-Krise alles andere als geplant verlief, habe sie bereits einiges erleben dürfen. Was genau und welche Pläne sie für die Zukunft hat, berichtet sie im Pressegespräch.

„Ich fühle mich immer noch sehr wohl in Verden. Die Geschäftsstelle entwickelt sich stetig weiter und es gibt immer etwas zu tun“, schildert Jordan zufrieden. „Nach meinem Einzug im Spätsommer vergangenen Jahres folgte eine ziemlich turbulente Zeit. Ich habe Kontakt zu den zehn mir zugewiesenen Ortsgruppen des Nabus aufgenommen, um sie insbesondere bei ihren administrativen Aufgaben zu unterstützen.“ Eines der größeren Projekte, dem sie sich zu dem Zeitpunkt zusätzlich widmete, sei das Volksbegehren zur Artenvielfalt gewesen. „Konkret ging es um eine Änderung des niedersächsischen Naturschutzgesetzes“, erläutert Jordan. Für die erste Runde, um das Volksbegehren quasi ins Rollen zu bringen, seien 25 000 Unterschriften notwendig gewesen. „Die wurden aber so schnell und locker erreicht, dass wir gar nicht erst in die zweite Runde gehen mussten“, erklärt die 27-Jährige.

Ebenfalls viel Zuspruch erhielt die Aktion „Stunde der Wintervögel“. „Das ist Wahnsinn, wie viele Teilnehmer wir dieses Jahr hatten. Alleine hier in der Region sind es 2 519“, so Jordan begeistert. Die Grundidee der Aktion sei, sich eine Stunde lang in den heimischen Garten, auf den Balkon oder den Park zu setzen und die Vögel zu zählen sowie ihre Art zu bestimmen. „Ich schätze, dass der Corona-Lockdown zu den hohen Teilnehmerzahlen beigetragen hat und mehr Menschen ihr Interesse für die Natur vor der eigenen Haustür entdeckt haben“, erläutert Jordan.

„Allerdings hat sich durch die Corona-Krise eine ganze Menge an Terminen entweder nach hinten verschoben oder musste abgesagt werden“, bedauert die 27-Jährige. „Ich darf keine Besucher empfangen und selbst kleine Veranstaltungen sind derzeit verboten.“ Umso größer ist Jordans Motivation, endlich durchstarten zu können. „Derzeit richte ich die Geschäftsstelle her, damit es richtig schön ist, wenn es dann losgeht. Wir haben außerdem eine Kinderecke eingerichtet. Hinten im Garten hat sich eine ganze Menge getan. Ehrenamtliche Mitglieder haben sich seiner Pflege angenommen und Beete angelegt, aber auch wilde Ecken gelassen, schließlich soll er möglichst naturnah und insektenfreundlich sein.“

Erleben konnte die 27-Jährige trotz Corona-Beschränkungen einiges. „Ich habe in Weyhe Fledermausquartiere besichtigt, bei der Apfelernte mitgemacht und war bei einer Führung durch das Holtumer Moor dabei.“

Und ihre Pläne für die Zukunft? „Sobald es wieder möglich ist, möchte ich eine eigene Ausstellung hier im Haus realisieren, rund um Nisthilfen, Insektenhotels und Futterstationen. Auch die Nabu-Ortsgruppen haben sich schon neue Veranstaltungen überlegt“, berichtet Jordan. Zu denen gehöre beispielsweise eine vogelkundliche Frühwanderung mit Fritz Ibold in Kirchlinteln-Goldborn am Krusendamm am Sonntag, 2. Mai, um 7 Uhr.

„Die Ideen sind definitiv da, nur an der Umsetzung scheitert es eben derzeit. Ich hoffe, dass es bald endlich richtig losgehen kann und wir unsere Türen für Besucher öffnen dürfen. Schließlich gibt es für jeden, für Groß und Klein hier etwas zu entdecken“, so Jordan abschließend. Sie ist voller Tatendrang.

Kontakt

Die Regionalgeschäftsstelle Weser-Mitte ist wochentags besetzt und unter der Telefonnummer 04231/9701460 oder per E-Mail an leonie.jordan@NABU-niedersachsen.de zu erreichen.

Von Lisa Hustedt

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