Börse des Kooperationsverbundes zur „Förderung besonderer Begabungen“

Viele Antworten auf ganz spezielle Fragen

Ganz gespannt und sehr aufmerksam lauschte der Nachwuchs den Ausführungen der jeweiligen Projektleiter. - Foto: Niemann

Verden - Wie wirkt sich Musik auf das Wohlbefinden aus? Warum gibt es so viele Sprachen? Wie bringt man einem Roboter bei, dass er durch einen Parcours fahren soll oder was passiert, wenn man Natriumacetat mit destilliertem Wasser erhitzt? Den Antworten auf diese und auf viele weitere Fragen auf der Spur waren im Gymnasium am Wall rund 60 Viertklässler aus allen Verdener Grundschulen bei der fünften Entdeckerbörse des Kooperationsverbundes Verden zur „Förderung besonderer Begabungen“.

Das Gymnasium hatte vier Themenbereiche für besonders interessierte Schüler vorbereitet. Morgen zieht das Domgymnasium mit weiteren Workshop-Angeboten nach.

GaW-Schüler und Claudia Stüven vom Kooperationsverbund erklärten die Hintergründe des Projekts, KOV, dem neben den Verdener Grundschulen und den genannten Gymnasien auch der Kindergarten St. Josef als Projektpartner angehört. „In den Abschlussklassen muss eine Seminararbeit geschrieben werden. Und das jeweilige Thema wird so weit umgestaltet, dass es bereits für Grundschüler interessant und verständlich wird.“

Die Vorbereitungen dafür seien in den jeweiligen Seminarfächern abgelaufen, wobei das Projekt ohne eine engagierte Freiwilligenarbeit der beteiligten Gymnasiasten allerdings nicht zu bewältigen gewesen wäre. „Bei der Entdeckerbörse stehen nicht die Gymnasien im Vordergrund. Sie bietet vielmehr den teilnehmenden interessierten und begabten Grundschülern ideale Möglichkeiten, sich gemäß ihrer individuellen Interessen an kleinen Projekten auszuprobieren“, so Stüven. Auch lernten sie die wissenschaftsorientierten Arbeitsweisen an den weiterführenden Schulen kennen.

So hatten sich Julian, Marian und Naemi, angeleitet von den Zwölftklässlern Norman Zölle und Marcel Ellmers, der Entwicklung eines Taschenwärmers gewidmet, in dem es um effiziente Energiennutzung und -speichern ging. Dazu wurde ein Glas mit Natriumacetat–Trihydrat gefüllt, dann wurde Wasser hinzu gegeben und alles auf einer Kochplatte so lange vorsichtig erhitzt, bis der Inhalt des Glases flüssig war. Auf Zimmertemperatur zurückgekühlt, gaben die jungen Wissenschaftler ein Kristall, Natriumacetat-Trihydrat, hinzu. Binnen von Sekunden war der gesamte Glasinhalt kristallisiert und eine deutliche Erwärmung spürbar.

An weiteren Mini-Entdeckerstationen lernten die Kinder noch viele interessante Zusammenhänge kennen und fanden sich erstaunlich leicht in dieser thematischen Vielfalt der Möglichkeiten von Wärmespeicherung zurecht.

Entdeckerbörse für Hochbegabte

Ein Stockwerk höher, im Musikraum, waren 20 Kinder zum Musikworkshop mit Gert Alsleben und Uta Rabe gekommen, wo sie sich mit viel Freude an Rätselspielen zu Musik aus Filmen oder Musical beteiligten. Auch verschiedene Instrumente wurden vorgestellt, die die Grundschüler je nach Neigung auch ausprobieren durften. Es wurde außerdem gesungen und zur Freude der Grundschüler haute Alsleben auch mächtig auf die Tasten des Klaviers ein.

Sehr viel leiser ging es dagegen im Technikbereich zu, wo die Kinder das Handling eines Lego-NXT-Roboters lernten oder wo es nach ersten Programmier- und Steuerungsversuchen einen Hindernisparcours zu durchfahren galt.

Außerdem gab es noch eine spannende Speed-Rallye durch den gymnasialen Fächerdschungel mit abwechslungsreichen Aufgaben aus Politik, Erdkunde, darstellendem Spiel, Geschichte oder Sprache. - nie

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