„Viel erreicht“: Sowas zieht Bilanz / Lärmschutz und Sicherheit bleiben Ziele

Ein Jahr selbst geordnet

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Mit ihrer Arbeit zufrieden: Jens Zimmer, Helmut Dittmer, Thea Birkholz, Jürgen Gansbergen, Roland Bertram, Frank Lehmann, Heidi Haar, Klaus Leicht und Jennifer Wittmann (v. l.) von Sowas.

Verden - „So ordnen wir alles selbst – Am Stadtwald“, ist der Name eines Vereins, der sich im vergangenen Jahr in Verden gegründet hat. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität in dem Wohngebiet zwischen Bahnstrecke und Stadtwald. Viel wurde erreicht, wie Vereinsvorsitzenden Roland Bertram und seine Mitstreiter bei ihrem jüngsten Treffen berichteten.

Das DRK stellt dafür sein Gebäude am Behrensweg zur Verfügung. Bei schönem Wetter sitzen die Vereinsmitglieder gerne draußen und da wird schnell ein großes Problem unüberhörbar: der Bahnlärm. „Wir wollen die Anwohner beim Lärmschutz unterstützen“, sagt Bertram. Lärmschutzmaßnahmen der Bahn seien für 2017 geplant. Es gebe aber auch die Möglichkeit Zuschüsse für neue Fenster zu bekommen. Eine Gruppe im Verein habe sich mit dem Thema Lärmschutz intensiv befasst.

Ein zusätzliches Ärgernis seien für viele Anwohner die Züge der Nordwestbahn, die in Ruhezeiten im Bereich der Wohnhäuser abgestellt werden. Doch von Ruhe könne angesichts der auch im Stillstand bestehenden Geräuschkulisse keine Rede sein. Ein Problem, dass nicht nur in Verden besteht. „Das ist eine langwierige Sache“, weiß Bertram.

Eine Ruhepause können dagegen Fußgänger einlegen, nachdem auf Initiative des Vereins an verschiedenen Straßen Bänke aufgestellt worden sind. „Erst mal an jeder Bushaltestelle“, so Bertram, aber weitere sollen folgen. „In der Nähe des Lindenquartiers wäre eine Bank toll“, sagt Thea Birkholz, zweite Vorsitzende, denn dort seien oft Spaziergänger unterwegs.

Zu den Zielen bei der Vereinsgründung gehörte die Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger am Niedersachsenring im Bereich Am Bürgerpark/Stadtwaldfarm und Kleiststraße. Erste Maßnahmen wurden umgesetzt. „Wir wollen, dass dort ein vernünftiger Fußweg hinkommt“, so Bertram. „Besser bevor etwas passiert“, fügt Klaus Leicht hinzu.

Das gilt auch für eine angestrebte Verengung des Niedersachsenrings, dort wo derzeit mit Kübeln eine vorläufige Lösung gefunden worden sei. Sauberer sei der Alma-Rogge-Weg geworden, seit dort ein Behälter mit Hundekotentsorgungsbeuteln aufgestellt worden sei. „Alles Punkte, die wir angeschoben haben“, sagt Bertram. Bei der Stadt sei der Verein mit den Anliegen stets auf offene Ohren gestoßen und habe viel Unterstützung erfahren.

Für dringend erforderlich halten sie einen Fußgängerüberweg oder eine andere Querungshilfe in der Artilleriestraße auf Höhe des Netto-Marktes. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führe ein Durchgang zu einem Wohngebiet. Deshalb würden dort viele Kinder die Straße queren. Spielplätze im Bereich Ahornweg sind ein Ziel und gerne hätte der Verein den Fridolin-Bus wieder am Niedersachsenring. Wegen der Stadtwaldfarm komme der nicht mehr, aber die kleineren Kinder gingen dort nicht hin.

Der Verein hofft jetzt auf mehr Mitglieder. Dann würde es vielleicht noch einfacher, Ziele umzusetzen und das Wohnen am Stadtwald schöner zu machen.

wb

Mehr Infos gibt es unter www.sowas-am-stadtwald.de.

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