Viel Action bei der Fahrradversteigerung auf dem Rathausplatz

Verbeult und verrostet – aber trotzdem heiß begehrt

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Rüdiger Nodorp macht eine Testfahrt auf dem Podest.

Verden - Bei der Fahrradauktion am Podest auf dem Verdener Rathausplatz hat Ordnungsamtsleiter Rüdiger Nodorp einmal mehr seine Qualitäten als Auktionator unter Beweis gestellt und gemeinsam mit Verwaltungskraft Daglind Dolling mehrere Dutzend Fundfahrräder an den Mann, die Frau sowie an das Kind gebracht.

Teils verdreckt, teils verbeult, teils verrostet und immer von irgendjemandem vergessen oder zurückgelassen – so standen sie da, als warteten sie förmlich darauf, einen neuen Besitzer zu finden. Und die Chancen standen gut für die „Fahrradwaisen“. Rund 100 Menschen drängten sich um das Podest, um vor der Kaufentscheidung noch mal einen kurzen Blick auf das Sortiment zu erhaschen. Sie alle suchten neue Gefährte, die sie künftig zur Arbeit oder durch die Freizeit tragen sollten.

Für Preise bis zu 190 Euro kamen die Fundräder dann unter dem Hammer, und fast alle fanden einen neuen Besitzer. „Drei Euro, elf Euro, 22 Euro... zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.“ Immer wieder schlug Nodorp den kleinen Holzhammer auf den Fahrradsattel. „Das Damenfahrrad geht an die Dame da vorne“, verkündete er. Die Umstehenden reckten die Köpfe, während Nodorp ein Stahlross nach dem anderen anpries. Erste Finger zeigten auf, und ein Gebot folgte auf das andere.

„Diese Gurke ist doch nie und nimmer zehn Euro wert! Verrückt!“, zischte es in der Menge. Doch eine junge Frau hob ihre Hand und rief: „Ich biete elf Euro.“ Für diesen Drahtesel blieb es das Höchstgebot. Die Konkurrenz, ein Herr mit Bart, hielt nicht mehr mit. Ein Schlag mit dem Hämmerchen, und schon war das himmelblaue Gefährt weg. Beim nächsten Fahrrad hatte der Konkurrent Glück. Diesmal hatte ein Fahrrad der Marke Prinz das Interesse des Bieters geweckt. „Wer gibt dafür einen Euro?“, fragte Nodorp und blickte in die Runde. „Fünf“, rief der Mann. Und dabei blieb es.

Fahrradauktion auf dem Verdener Rathausplatz

Viele Bieter sind übrigens Stammkunden auf den städtischen Radversteigerungen. Aber angesichts des neuen Termins konnte Nodorp nach eigener Aussage auch etliche neue Gesichter ausmachen, so dass mit der Veranstaltung gleich zwei Ziele erreicht wurden: Die Stadt hat 998 Euro eingenommen und der Rathausplatz war über mehrere Stunden außerordentlich belebt.

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