Isabel Bogdan liest in der Buchhandlung Vielseitig

Verwicklungen um einen verrückten Pfau

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Viele nutzten die Gelegenheit, sich den Roman von der Autorin signieren zu lassen.

Verden - Isabel Bogdan arbeitet hauptsächlich als Übersetzerin für englische Literatur, ist aber auch selbst Autorin. Mit ihrem neuen Buch „Der Pfau“ ist ihr eine herrliche Komödie gelungen, die sich durch trockenen Humor in bester britischer Tradition auszeichnet. In der Buchhandlung Vielseitig stellte sie ihren Roman vor und bereitete ihren Zuhörern damit einen amüsanten Abend.

Die Handlung spielt in Schottland am Fuße der Highlands. In dieser abgelegenen Gegend liegt das Anwesen von Lord und Lady McIntosh. Das Herrenhaus ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz. Das Geld ist knapp. Um sich über Wasser zu halten, haben die McIntoshs die ehemaligen Wirtschaftsgebäude und Scheunen zu schlichten Feriencottages umbauen lassen. Sorgen bereitet dem Ehepaar auch einer ihrer prächtigen Pfauen. Das Tier ist offenbar irre geworden und stürzt sich auf alles, was blau ist.

Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung reisen samt Köchin und Psychologin zum Teambuilding-Wochenende an. Die Chefin und ihre Truppe sind so viel Natur nicht gewöhnt, als Liz zudem gleich bei ihrer Ankunft in Gänsedreck tritt, ist da der Stimmung ebenfalls nicht gerade zuträglich. Mit subtilem Witz schildert die Autorin, wie die unterschiedlichen Charaktere mit den spartanischen Bedingungen zurechtkommen. Am besten gelingt das dem Ältesten der Gruppe, Jim, der naturverbunden ist und immer gut gelaunt. Dann gibt es da noch den sensiblen, zurückhaltenden David, den immer nörgelnden Bernard und den eigensinnigen Andrew, der sich erfolgreich den gruppendynamischen Spielchen der Psychologin Rachel entzieht. Ohne Köchin Helen, deren exzellente Kochkünste Leib und Seele zusammenhalten, wäre das Leben für die Banker in der Abgeschiedenheit wohl nicht zu ertragen.

Leider will es der Zufall, dass die Chefin mit einem schicken blauen Sportwagen angereist ist. Bemühungen, das Tier von dem Gefährt fernzuhalten, sind Vergebens und es kommt, wie es kommen muss. Der verrückte Vogel greift das Auto an. Der Hausherr sieht nun keine andere Möglichkeit als den Pfau heimlich zu erschießen.

Da er nicht weiß, wohin mit dem Tier, versteckt er es zunächst. Bei einem Waldspaziergang stöbert der Jagdhund der Chefin den toten Vogel auf und bringt ihn stolz seinem Frauchen. Sie ist entsetzt, und befürchtet, dass der Hund den Pfau gerissen hat. Auch sie will ihn nun heimlich verschwinden lassen und betraut ausgerechnet David mit der Beseitigung. Der ist damit aber völlig überfordert und vertraut sich der Köchin an. Dann beschließen sie, den Vogel zuzubereiten als „Fasan“ zu servieren

Bis zu diesem Punkt verlief die Handlung der Kurzgeschichte, aus der der Roman entstanden ist. „Ich habe dann gemerkt, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist. Die Köchin muss beim Zubereiten schließlich merken, dass der Vogel erschossen wurde“, so Bogdan. Daher biete da Buch noch jede Menge Stoff für weitere amüsante Verwicklungen, so dass sich die Lektüre auf jeden Fall lohnt. Viele der Anwesenden nahmen den Roman gleich mit nach Hause und nutzten die gute Gelegenheit, ihn von der Autorin signieren zu lassen. 

ahk

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