Hoffen auf neue Corona-Verordnung

Freibadsaison in greifbarer Nähe: Verdener Verwell könnte am 1. Juni starten

Die verschiedenen Becken im Außenbereich des Vverwell.
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Vergangene Woche wurde das letzte noch leere Becken im Freibad befüllt. Alle Reinigungen sind soweit abgeschlossen und die Beheizung des Wassers läuft auf Hochtouren, um es rechtzeitig auf die passende Temperatur zu bringen.

Verden – Nachdem das Verdener Verwell vor einigen Wochen noch zögernd mit den Vorbereitungen für die Freibadsaison gestartet war (wir berichteten), hat es jetzt sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt. Sollte die neue Corona-Verordnung beschlossen werden, darf das Erlebnisbad ab dem 1. Juni wieder öffnen.

Voraussetzung ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises Verden unter einem Wert von 50 bleibt. Sobald der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen diese Grenze überschreitet, dürften nur noch Kurse stattfinden.

„Alle sind voll im Einsatz, damit wir rechtzeitig startbereit sind“, so Klaus Jürries, Badleiter des Verwells, und lässt seinen Blick über die Außenanlage schweifen, wo gerade das Erlebnisbecken befüllt wird. Noch zieht niemand dort seine Bahnen, doch schon bald könnte im und rund ums erfrischende Nass wieder Leben herrschen. Eine Garantie, dass die Öffnung der Freibäder im finalen Beschluss der neuen Corona-Verordnung landet, gibt es leider nicht. „Aber wir sind da ganz optimistisch“, so Jürries. „So oder so kennen wir zumindest schon einen Großteil der Regeln, die es dann zu beachten gilt“, so Arne Lindhorst, stellvertetender Badleiter des Verwells.

Bis zu 300 Menschen zeitgleich auf der Außenanlage

So wird das Online-Ticket und das damit zusammenhängende Buchungssystem, welches sich bereits in der Vergangenheit bewährt hat, wieder zurückkehren. „Genau wie damals können Besucher dann ein bestimmtes Schwimmfenster über unsere Webseite buchen“, informiert Lindhorst. Je nach Zeitfenster dürfen sich bis zu 300 Menschen zeitgleich auf der Außenanlage aufhalten. „Und natürlich herrscht weiterhin in bestimmten Bereichen eine Maskenpflicht, wobei nur eine FFP2-Maske oder ein medizinischer Mundschutz zugelassen sind“, erinnert Stina Mielke, Meisterin für Badebetriebe und Mitarbeiterin im Verwell.

Setzen all ihre Hoffnung in die neue Corona-Verordnung (v.l.): Arne Lindhorst, Klaus Jürries und Stina Mielke.

Außerdem müsse jeder, der dem Erlebnisbad einen Besuch abstatten will, im Voraus einen Corona-Test machen, „der nicht älter als 24 Stunden sein darf“, stellt Lindhorst klar. Welcher Test ausreichend ist und welcher nicht, stünde noch nicht fest. „Da stecken wir wie alle andere auch, die ab Juni vielleicht wieder öffnen dürfen, in demselben Dilemma. Aber wir gehen davon aus, dass es sich bei dem Corona-Test um einen amtlich anerkannten handeln muss. Sprich, Besucher brauchen bei ihrer Ankunft ein sogenanntes Testzeugnis, das sie vorweisen können.“

Fällt die Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises fünf Werktage lang unter 35, werde die Testpflicht aufgehoben. Zumindest wenn man sich nach dem heutigen Stand der neuen Corona-Verordnung richtet. Weitere Lockerungen sind bis jetzt nicht vorgesehen.

Ganz unabhängig von der Inzidenz dürfen im Verwell endlich wieder Schwimmkurse stattfinden. „Auch wenn der Landkreis über die 50 rutscht, können wir drinnen im Erlebnisbecken die Schimmkurse für Anfänger bis zum Seepferdchen anbieten“, schildert Mielke. „Das ist uns auch extrem wichtig. Stellen sie sich mal vor, die sind seit anderthalb Jahren pausiert!“, so Jürries.

Viele Kinder haben versäumt, schwimmen zu lernen

Keiner könne sich vorstellen, wie viele Kinder in dieser Zeit versäumt haben, das Schwimmen zu lernen, obwohl es so unglaublich wichtig ist. „Darum werden wir die Kurse jetzt verstärkt anbieten und zusätzlich neue starten, für die sich Interessierte ab heute anmelden können“, berichtet Lindhorst. Zusätzlich möchten die Badleiter in Kooperation mit örtlichen Vereinen absprechen, welche Möglichkeiten bestehen, dass dort die Anfänger-Schwimmkurse bis zum Freischwimmer fortgeführt werden.

Die Arbeiten im Sportbecken drinnen gehen gut voran, werden aber bis mindestens September andauern.

„Unser Innenbereich bleibt vorerst für die Öffentlichkeit weiterhin geschlossen“, so Lindhorst. Die Sanierungsarbeiten im Bereich des Sportbeckens drinnen gingen gut voran, „werden aber auf jeden Fall bis mindestens September noch andauern, weswegen wir den Bereich sowieso nicht öffnen können. Aber die Kurse finden ja im Erlebnisbecken statt“, berichtet der stellvertretende Badleiter abschließend.

Weitere Informationen sowie das Buchungssystem, die aktuellen Corona-Regeln im Bad und die Anmeldemöglichkeiten für Kurse gibt es auf der Webseite des Verwells unter www.verwell.de.

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