Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz

Verdener Verwell: Badegäste nach Chlorgasleck evakuiert

Feuerwehr mit Atemschutz.
+
Unter Atemschutz suchte die Feuerwehr nach dem Gasleck.

Verden – Großeinsatz im Verwell Verden am Montagabend: Eine Warnanlage löste Chlorgasalarm aus. Ein 49-jähriger Mitarbeiter des Verwells rief umgehend die Feuerwehr. Zugleich handelte das Verwell-Personal schnell und evakuierte circa 50 Badegäste aus dem Bad. Zehn Mitarbeiter wurden nach Eintreffen der Einsatzkräfte vor Ort ärztlich versorgt, fünf von ihnen kamen zunächst zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus, teilte die Feuerwehr mit.

Verwell-Personal handelt schnell und evakuiert circa 50 Badegäste

Nach Auslösung des Alarms gegen 17.40 Uhr rückte die Freiwillige Feuerwehr Verden mit einem Großaufgebot von circa 60 Einsatzkräften beim Erlebnisbad Verwell am Saumurplatz an. Neben der Suche nach der Ursache des Lecks, galt es vornehmlich, die Personen im direkten Umfeld des Bades vor Schaden zu bewahren. Das Hauptaugenmerk lag auf den Badegästen und den Mitarbeitern des Verwells. Aber auch eine Übungseinheit auf dem nahegelegenen Trainingsgelände des TSV Verden wurde durch die Polizei sicherheitshalber abgebrochen und das Gelände abgesperrt.

Die Freiwilligen Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot am Lüneburger Weg beim Verwell an.

Ausgelöst hat die Chlorgaswarnanlage in einem Servicegebäude des Bades

Ausgelöst hatte die Chlorgaswarnanlage in einem Servicegebäude des Bades. Warum das Gas ausgetreten war und wo möglicherweise das Leck lag, konnte auf Anhieb nicht geklärt werden. Die Mannschaft der Feuerwehr machte sich daher unter Atemschutz auf den Weg in den Bereich. Das Messgerät schlug an und bestätigte den Austritt von Chlorgas. „Durch schließen der Gaszufuhr konnte die Gefahr allerdings zügig gebannt werden“, so Feuerwehrsprecher Torben Voigt.

Feuerwehr machte sich unter Atemschutz auf den Weg

Abschließende Untersuchungen mit spezieller Technik des Gerätewagen-Messtechnik der Kreisfeuerwehr ergaben, dass sich das ausgetretene Chlorgas nur im, beziehungsweise in unmittelbarer Nähe des Servicegebäudes befand. „Eine Gefahr für die Bevölkerung hat damit nicht bestanden“, erklärte Feuerwehrsprecher Voigt.

Das Verwell wurde komplett geräumt.

Eine Gefahr für die Bevölkerung hat nicht bestanden

Insgesamt waren auf und um das Gelände des Verwells rund 60 Kräfte vor Ort, darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus Verden, Scharnhorst und Walle sowie das Technische Hilfswerk, Ortsverband Verden und Rettungskräfte im Einsatz. Sie konnten nach rund zwei Stunden wieder abrücken.

Am Dienstagnachmittag lief im Erlebnisbad Verwell bereits wieder alles nach Plan

Am Dienstagnachmittag lief im Erlebnisbad Verwell bereits wieder alles nach Plan. Jochen Weiland, als Geschäftsführer der Stadtwerke Verden für den Betrieb verantwortlich, machte sich selbst ein Bild, informierte sich bei den Angestellten und konnte Entwarnung geben. „Alle Mitarbeiter sind unverletzt. Auch jene, die vorsorglich zur Beobachtung im Krankenhaus waren, sind schon wieder im Dienst“, sagte Weiland.

Alle Mitarbeiter sind unverletzt. Und: Eine Dichtung war defekt und musste ausgetauscht werden

Auch die Ursache des Unfalls sei gefunden, erklärte der Geschäftsführer am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung. „Eine Dichtung war defekt und musste ausgetauscht werden.“ Danach lief der Badebetrieb, soweit coronabedingt möglich, wieder normal.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Meistgelesene Artikel

Das vielleicht letzte Baugebiet in Verden

Das vielleicht letzte Baugebiet in Verden

Das vielleicht letzte Baugebiet in Verden
„Alarmstufe Rot“ am Verdener Dom

„Alarmstufe Rot“ am Verdener Dom

„Alarmstufe Rot“ am Verdener Dom
Monika Röge-Egbers aus Völkersen ist Senioren-Assistentin

Monika Röge-Egbers aus Völkersen ist Senioren-Assistentin

Monika Röge-Egbers aus Völkersen ist Senioren-Assistentin

Kommentare