Sehnsucht nach Abkühlung

Heißes Wetter in der Corona-Zeit: Schwimm-Zeitfenster im Verwell ausgebucht

Immer auf Abstand bedacht: Die Badegäste des Verwells bewegen sich in kleinen Gruppen durch das Erlebnisbecken im Außenbereich.
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Immer auf Abstand bedacht: Die Badegäste des Verwells bewegen sich in kleinen Gruppen durch das Erlebnisbecken im Außenbereich.

Verden – 28, 32, 33 und schließlich auch die 34 Grad-Grenze – die Temperaturen in Verden klettern immer höher. Die Sonne scheint und keine Wolke ist weit und breit am Himmel zu sehen, sprich, das Wetter eignet sich ideal für einen Freibadbesuch. Doch das ist derzeit leichter gesagt als getan, denn die weiter andauernde Corona-Pandemie stellt sowohl Badbetreiber, Badeaufsichten als auch Badegäste vor besondere Herausforderungen. Diesen muss sich auch das Verdener Verwell stellen, das seit mittlerweile drei Monaten wieder geöffnet hat.

„Letzte Woche waren wir zum ersten Mal seit der Wiedereröffnung des Schwimmbads ausgebucht“, berichtete Arne Lindhorst, stellvertretender Badleiter des Verwells, auf Nachfrage. Jedes einzelne Schwimm-Zeitfenster am Sonntag sei vollständig belegt gewesen, sodass insgesamt 1000 Leute zeitversetzt entweder auf den großen Liegewiesen oder im erfrischenden Wasser entspannen konnten. „Wir arbeiten weiterhin mit Zugangsbeschränkungen und Corona-Auflagen haben wir auch noch. So müssen alle, die das Freibad besuchen wollen, beispielsweise online Tickets bestellen und beim Einlass ihre Kontaktdaten angeben. Das klappt auch in den meisten Fällen sehr gut“, so Lindhorst weiter. „Wir halten für diejenigen, die nicht online bezahlen können oder wollen, montags bis freitags die ersten beiden Fenster offen, in denen Karten nach Verfügbarkeit an der Kasse gekauft werden können.“

„Die Gäste machen noch gut mit. Natürlich gibt es aber leider unschöne Ausnahmen“, schilderte der stellvertretende Badleiter mit Blick auf die Einhaltung der Abstandsregeln. So sei es schon ein paar Mal vorgekommen, dass sich die Leute auf der Anlage zu nahe kommen und sich Gruppen bilden. „Die meisten reagieren aber verständnisvoll, wenn wir sie darauf hinweisen“, fügte er hinzu. Insbesondere negativ falle zurzeit eine Gruppe Menschen auf, die bereits öfter über den Zaun des Bades geklettert sei und versucht habe, sich so auf das Gelände zu schleichen. „Was natürlich gar nicht geht. Wir haben die Polizei kontaktiert und Beschreibungen abgegeben und ein Hausverbot wird folgen“, stellte Lindhorst klar.

Vom Sprungturm aus gut zu sehen ist das Sportbecken, in dem sich Schwimmer wie in einem Kreisverkehr durch das Becken bewegen.

Natürlich sei es ärgerlich, wenn man spontan schwimmen gehen will und dann feststellen muss, dass das Bad ausgebucht ist, doch so seien nun mal die Regeln. „Wenn wir keine Zugangsbeschränkungen wegen Covid-19 hätten, wären bestimmt um die 2 500 Leute am vergangenen Sonntag gekommen“, so der stellvertretende Badleiter weiter. Mit den Auflagen dürfte nur knapp ein Drittel der möglichen Badegäste ins Verwell gelassen werden.

Die können dann in der Anlage sowohl das Plansch- als auch das Sport- und das Erlebnisbecken drinnen und draußen sowie die neue „Erlebnisrutsche Tortuga“ und den Sprungturm nutzen. „Was jetzt noch dazukommt, ist unsere Sauna, für die wir ab morgen, Donnerstag, zwei Zeitfenster eingerichtet haben, in denen Gäste zugelassen sind.“ Die Umkleiden sowie das Sportbecken im Innenbereich bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Verwell-Jahresbilanz noch völlig offen

„Ich kann unmöglich sagen, wie unsere Jahresbilanz im Endeffekt aussehen wird. Wir haben viele Mehrausgaben, gerade durch unseren hohen Bedarf an Desinfektionsmitteln und natürlich dadurch, dass wir unsere Kapazitäten im Bad nicht ausschöpfen können. Wir sind noch mittendrin“, so Lindhorst mit Blick auf das bisherige Jahr. „Das Freibad bleibt mindestens bis zum 6. September offen, eben je nachdem, wie das Wetter ist. Spätestens dann werden wir uns Gedanken darum machen müssen, wie der Badebetrieb im Haus weiter funktionieren kann.“

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