Vertrag: Grundschule am Sachsenhain kooperiert mit Bildungsstätte in Afrika

„Wir sind Kinder einer Welt“

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Hannelore Wessel (r.) und Hannelore Reibstein-Ehrhardt unterzeichnen den Vertrag.

Verden - Die Grundschule am Sachsenhain ist gestern eine Partnerschaft mit der Schule in Kanty, Afrika, eingegangen. Die Einrichtung wird seit längerem von dem Bremer Verein „Kania – Förderkreis für Bildung in Guinea“ unterstützt. Schulleiterin Hannelore Wessel und Hannelore Reibstein-Ehrhardt, Vorsitzende von Kania, signierten den Vertrag.

Die Unterzeichnung bildete den feierlichen Abschluss der Projektwoche. Die Schüler hatten sich an drei Tagen mit Afrika, seinen Menschen und der Kultur beschäftigt. „Die Schüler haben viel über den Kontinent herausgefunden“, erklärte Wessel. Sie hätten zum Beispiel gelernt, dass Guinea ein sehr armes Land sei.

„Wir haben uns sowohl mit positiven als auch mit negativen Sachen in dem Staat auseinander gesetzt“, berichtete Lehrerin und Projektleiterin Antje Heitmann. Sie hatte eine solche Schulkooperation bereits während ihres Referendariats in Posthausen kennen gelernt. Vor einigen Wochen suchte sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisa Stangenberg und Schulleiterin Hannelore Wessel den Kontakt zu Kania.

Der Verein will unter anderem die Wasser- und Stromversorgung der Schule in Kanty verbessern und hat dafür die Bremer Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen gewonnen. Einige Mitarbeiter der Organisation begleiteten die Schüler während der Projektwoche. Merle Barta, Thomas Veltzke und Bastian Kühne bauten mit der Klasse 2a die geplante Wasserversorgung nach. Zunächst lernten die Mädchen und Jungen aber, wofür das Nass gebraucht wird, wann es sauber ist und wann es sich als Trinkwasser eignet. „Wir freuen uns darüber, Kindern zu zeigen, mit welchen einfachen technischen Mitteln viel für das Alltagsleben erreicht werden kann“, sagte Veltzke. Ihm und seinen Mitstreitern habe die Arbeit mit den Schülern sehr viel Spaß bereitet.

Die Mädchen und Jungen gestalteten die Feier zur Vertragsunterzeichnung mit. Fast jede Klasse hatte einen musikalischen Beitrag vorbereitet, und auch der Schulchor zeigte eindrucksvoll sein Können, unter anderem mit dem Lied .

„Ich habe euch als Erinnerung an die Vertragsunterzeichnung etwas mitgebracht“, erklärte Hannelore Reibstein-Ehrhardt. Sie schenkte der Schule einen kleinen, geschnitzten Baum von einem guineischen Künstler. Unter der Pflanze würden sich die afrikanischen Menschen treffen, um ihre Angelegenheiten zu besprechen. Nicht nur dort, sondern auch hier sei es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben, so die Vorsitzende von Kania.

Die Grundschule am Sachsenhain will sich langfristig für die neue Partnerschule engagieren. Zum einen sammelt sie Geld und alte Handys, zum anderen soll das guineische Alltagsleben regelmäßig in den Unterricht einfließen. „Wir möchten den Mädchen und Jungen ein Verständnis für andere Lebensformen und -weisen vermitteln. In einer globalisierten Welt zählt Wissen und Verständnis anderer Kulturen zur interkulturellen Kompetenz“, sagte Lehrerin Lisa Stangenberg.

as

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