Zwischen Döhlbergen und Rieda

Verden schließt große Lücke am Deich

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Zufrieden mit ihrem Werk (v.l.n.r.): Volker Mattauch (Mittelweser Tiefbau), Christian Asendorf (Deichverband Stedorf), Carsten Ebeling, Christian Gerken, Olaf Schmidt (alle NLWKN), Richard Zorn (LK Verden) und Thomas Arkenau (Fachdienst Naturschutz).

Verden - „Diese Baustelle hat Spaß gemacht“, frohlockte Bauleiter Christian Gerken bei der offiziellen Abnahme des fertiggestellten Deichverteidigungsweges zwischen Döhlbergen und Rieda Dienstagvormittag. Der Deichabschnitt stellte eine letzte große Lücke dar, die dank der reibungslosen Zusammenarbeit aller Verantwortlichen nun geschlossen wurde.

Im Auftrag des Stedorfer Deichverbandes hatte die Betriebsstelle Verden des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im März dieses Jahres begonnen, einen Deichverteidigungsweg zwischen den Ortslagen Döhlbergen und Rieda zu erstellen. Das Ergebnis ist ein zweieinhalb Kilometer langer und drei Meter breiter Weg sowie ein neu angelegter Graben, der das Oberflächenwasser ableitet. Insgesamt wurden für die Strecke 1350 Kubikmeter Beton verbaut. Um die Anbindung des Deichverteidigungsweges zu gewährleisten, entstanden außerdem vier Deichrampen. Für den Unterbau des Weges und der Rampen wurden insgesamt 10.000 Kubikmeter Sandboden sowie 4000 Kubikmeter grobkörniges Materialgemisch eingebaut.

Komplett abgeschlossen sind die Planungen aber noch nicht: „Vorbehaltlich der Finanzierung wollen wir im kommenden Jahr auch den anliegenden Deich verstärken“, erklärte Christian Asendorf, Vorsteher des Stedorfer Deichverbandes. Da es aber in Niedersachsen noch zahlreiche zu bearbeitende Projekte gebe, könne man den genauen Zeitpunkt noch nicht prognostizieren.

Wichtiger Schutzfaktor bei Hochwasser

„Zur Sicherung der Deiche und zur Gewährleistung des Hochwasserschutzes sind Deichverteidigungswege unabdingbar – dies zeigen die Erfahrungen vergangener Hochwasserereignisse an der Elbe und anderen Flüssen“, sagte Christian Gerken, zuständiger Bauleiter des NLWKN, der die Planungen seines Kollegen Carsten Ebeling in die Tat umsetzte. Bei einem Hochwasserdeich sei ein solcher Weg genauso wichtig wie der Deich selbst. Denn wenn dieser beginne aufzuweichen, müsse man mit schwerem Gerät an ihn herankommen, um schlimmeres zu verhindern.

Die Kosten der abgelaufenen Maßnahme betragen rund 900.000 Euro, die aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes bestritten wurden. Als weiteres Hochwasserschutzprojekt verfolgt der Deichverband in diesem Jahr noch die Deichverstärkung in Wahnebergen. „Dort soll dann auch der neue Radweg unmittelbar anschließen“, fügte Gerke hinzu.

ntr

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