Parkähnlicher Rasen ist nicht gewollt / Alles, was blüht, genießt im Verdener Allerpark Schutz

Verschiedene Ansichten

Blüten locken Insekten an und sollen bleiben. Auf dem Bild zu erkennen, wo die Mäher  langes Gras an Blüten stehen lassen hat.
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Blüten locken Insekten an und sollen bleiben. Sie werden von den Mähern umfahren, wenn alle zwei Wochen der Landschaftsrasen in Teilbereichen gekürzt wird.

Verden – Das Gras sprießt wie verrückt in diesen Tagen. Auch im Verdener Allerpark. Die Umstände sind günstig, es wird wärmer und es kommt viel Nass von oben. Nicht jedem gefällt das, manche mögen es lieber schlossparkähnlich kurz. Aber das ist für die Wiese zwischen Aller und Reeperbahn nicht vorgesehen. Im Gegenteil. Rainer Kamermann vom Fachbereich 5 Straßen und Stadtgrün im Rathaus klärt auf:

„Es soll nicht intensiv gemäht werden. Und dort, wo Blühflächen angelegt worden sind, schon gar nicht. Davon sollen Insekten profitieren.“ In Teilbereichen werde das Gras jedoch regelmäßig gemäht. Zum Beispiel am Wegesrand oder im Bereich des Beachvolleyballfeldes.

Zuständig für die Pflege des Allerparks ist Silke Schwarz, Ausführende sind die Mitarbeiter des Betriebshofes, die im Sommer alle zwei Wochen Teilbereiche mähen. Silke Schwarz: „Die Wiese soll sich entwickeln. Dort, wo es blüht, ist es doch viel zu schade abzumähen.“ Im südlichen Bereich unter den Bäumen in Richtung Spielplatz seien Blumenzwiebeln gesetzt worden. Auch hier überlasse man den Park vorerst sich selbst. In anderen Bereichen, wo Sport betrieben werde oder sich Parkbesucher ins Gras setzen möchten, werde regelmäßig gekürzt.

Keine Leerung der Mülleimer am Wochenende

Jeden Tag werden die Müllbehälter geleert. Allerdings nicht am Wochenende. Und wenn das durch einen Feier- und einen Brückentag auch noch sehr lange dauert, quellen die auch schon mal über. So wie am vergangenen Wochenende, als die Wege von Trinkgefäßen, Einwickelpapier oder Eisbechern übersät waren. Inzwischen wird gerätselt, ob der Müll tatsächlich von Menschenhand hier verteilt worden ist oder eher das Werk der dort ansässigen Krähen war. Silke Schwarz kann das nicht ausschließen. „Spaziergänger haben mich schon mal darauf aufmerksam gemacht, dass Krähen nach Essbarem in den Müllbehältern suchen.“

Eigentlich ist das bei der Auswahl der Müllbehälter berücksichtigt worden. Der Einwurf ist klein und und im oberen Seitenbereich. Aber sind sie voll, ist es für die schlauen Krähen wohl kein Problem, die Einzelteile herauszuholen und zu untersuchen.

Es kommt auf die Nutzung der Freizeitanlage an, und darauf, wie schnell der Betriebshof reagieren kann, wenn das Wetter schön ist und es viele Menschen an die Aller zieht. Ob die in diesem Jahr noch lieber dort hinkommen, weil es wieder einen kleinen Imbiss mit Getränken und Snacks gibt, wird sich zeigen. Es gebe wohl eine Bewerbung, aber man müsse noch prüfen, ob die umsetzbar sei, heißt es dazu im Rathaus.

Von Erika Wennhold

Werden die Behälter regelmäßig geleert, haben die Krähen weniger Chancen, Müll herauszuholen.
Sind sie voll, könnten Krähen für den Unrat auf den Wegen verantwortlich sein.

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