Vernissage im Verdener Kunsthaus CasarettoArt / „Bedeutende Ausstellung“

„Provokateure der Kunst“

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Die Galeristen Sylvia Casaretto und Dieter Roscheck stehen vor einem Bild von Künstler Heinz Mack, das sie in der Ausstellung „Provokateure der Kunst“ zeigen.

Verden - Nur wenige Interessenten waren zur Vernissage der Ausstellung „Provokateure der Kunst“ ins Verdener Kunsthaus CasarettoArt gekommen. Dabei haben die Werke von Karl Otto Götz, Markus Lüpertz, Christo sowie der Düsseldorfer Zero-Gruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker Beachtung verdient.

Die Bilder und Skulpturen der Künstler lassen vermutlich niemanden kalt. Da gibt es Werke, in denen sich das Auge des Betrachters amüsieren oder ausruhen darf, neben solchen, die aufschrecken, hinterfragen, provozieren. Manche Menschen werden beim Anschauen der Bilder ruhig, während andere spürbar Energie entladen.

Die Ambivalenz hatte Sylvia Casaretto in den Fokus ihrer Eröffnungsrede gestellt und zunächst unterstrichen, dass es sich um eine Gruppe handle, die durch ihre innovativen Ideen, Kunst, teilweise im wahrsten Sinne des Wortes, in ein völlig neues Licht gerückt habe.

Außergewöhnlich sei die Ausstellung auch deshalb, weil die Werke derzeit einen gewaltigen Boom erlebten.

Die Galeristin legte den Schwerpunkt ihrer Ausführungen auf die Gemeinsamkeiten beziehungsweise Unterschiede der Künstler. Warum also ?

Wenn ein Künstler mit dem Mainstream schwimme, könne er laut Casaretto zwar erfolgreich sein, doch stelle sich dann die Frage, ob er damit etwas Außergewöhnliches, etwas Bleibendes, etwas Neues schaffe. Was die Künstler, deren Bilder und Skulpturen in der aktuellen Ausstellung des CasarettoArt gezeigt werden, verbinde, sei deren Wunsch, ganz neue Blickwinkel auf die Kunst zu ermöglichen, bei Null anzufangen, wie es etwa die Zero-Gruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker formuliert habe. Denn so unterschiedlich ihre Werke und theoretisch-philosophischen Ansätze auch sein mögen, so sei ihnen doch eines gemeinsam: Sie alle eine das Ziel der Provokation, womit sie in der etablierten Kunstwelt und Gesellschaft natürlich auf Widerstand gestoßen seien beziehungsweise stießen. Diese Arbeiten würden eben nicht auf den ersten Blick verstanden, sondern lösten sich von vorgegebenen Strukturen, verunsicherten oder enttäuschten den oberflächlichen Betrachter, empörten gar und führten teils zu drastischen Gegenreaktionen.

In der Folge ging Casaretto dann noch auf jeden einzelnen Künstler ein, die alle eine große Rolle in der internationalen Kunstszene spielen und deren Werke in bedeutenden Museen weltweit hängen. „Diese Kunst hat Preise und Auszeichnungen erhalten und alle Werke sind hochaktuell“, sagte die Galeristin und unterstrich, wie bedeutend die Ausstellung für Verden ist.

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