Beratung im Ausschuss Straßen und Stadtgrün

Verkehrsplanungen bleiben vorerst Vorhaben

Verden - Radweg, Gehweg und eine Brückensanierung: Für den Verkehrsfluss im Verdener Stadtgebiet arbeiten Planer der Stadt und die Mitglieder des Ausschusses für Straßen und Stadtgrün an zahlreichen Projekten.

Bis auf Weiteres bleiben die Radschnellverbindung zwischen Bahnhof und BBS, ein Fußweg an der Scharnhorster Ortsdurchfahrt und die Brücke im Zuge der Straße zum Thingplatz aber Vorhaben.

Der Verdener Rat habe die Radverbindung zu den Berufbilden Schulen als gute Verlängerung des Brückenschlags über die Aller angesehen, berichtete Volker Buschhoff den Ausschussmitgliedern. Das sei bereits 2012 im Zusammenhang mit dem Radförderkonzept der Stadt geschehen. Derzeit bereiteten seine Kollegen im Rathaus den Planungsauftrag vor. Bis Ende des Jahres werde er fertig werden.

Geklärt werden müsse noch, wie der genaue Trassenverlauf werden soll. Abhängig davon werde zudem sein, ob die Verbindung als Radschnellweg mit einem Tempo von 30 Stundenkilometern gestaltet werden könne.

Nicht so sehr von den Planern im Rathaus, sondern eher von der Bahn und ihren Partnern ist abhängig, wie schnell die Sanierung der Brücke in Dauelsen durchgeführt werden kann. Dabei sei die Instandsetzung „umgehend“ erforderlich, berichtete der leitende Planer Buschoff. Die Ursache liege in der Konstruktion. Als die Brücke vor 40 Jahren gebaut wurde, habe damit niemand gerechnet. Jetzt aber tauche das Problem allenthalben bei Prüfungen auf. In Dauelsen habe sich bereits ein Teil der Konstruktion gesenkt.

Buschhoff rechnete mit Kosten von 450 000 Euro für die Reparatur. Weil das Bauwerk die Eisenbahnstrecke quert, könnten bestimmte Arbeiten nur zu Zeiten durchgeführt werden, wenn die Bahnstrecke gesperrt ist. Diese Sperrpausen stimme eine Firma mit der Bahn ab. Das Unternehmen sei dann Ansprechpartner der Stadt. Für das kommende Jahr sei wohl nur noch möglich, dass sich die städtischen Planungen an ohnehin vorgesehenen Sperrpausen orientiert. Das könne möglicherweise Kosten für die Erteilung der Sperrzeiten sparen, vermutete Johanna König (Grüne).

Diese Möglichkeit, die Instandsetzung zu beschleunigen, wollten alle Ausschussmitglieder nicht behindern. Eine Eilentscheidung zur Freigabe von Mitteln für das Projekt vorzusehen, sahen aber weder die Stadtpolitiker noch die Vertreter der Verwaltung für nötig an.

230 Meter in Scharnhorst

Etwas ratlos suchten die Mitglieder dann eine Lösung für die Gehwegplanung in Scharnhorst. 230 Meter lang soll die Verbindung vom Ortskern zum Dorfgemeinschaftshaus an der Kreisstraße 28 werden, 1,5 Meter breit und gepflastert. Das hatte sich der Ortsrat so gewünscht. An sich keine große Sache, zumal das Projekt mit Kosten von 33 000 Euro niemand im Gremium erschreckte.

Die Umsetzung des Vorhabens steht dennoch in den Sternen. Schon die Planer im Rathaus hätten alle denkbaren Varianten zur Anordnung des Fußwegs durchdacht. Anders als die Pflasterung auf der Westseite der Straße Im Brink, die Kreisstraße 28, anzuordnen, sei ohne Grundstücksankäufe nicht möglich. Aber auch auf der Westseite müssten vier oder fünf der recht ansehnlichen Straßenbäume weichen, damit der Gehweg ausreichend breit werden kann. Ob und unter welchen Bedingungen der Landkreis darauf eingehen werde, sei noch nicht bekannt, referierte Buschhoff. Auch wenn zumindest im Ausschuss eine gewisse Bereitschaft deutlich wurde, für eine Lösung auf die Bäume zu verzichten, sahen die Mitglieder eine Vertagung für sinnvoll an. Dann könnte der Landkreis als Baulastträger sich dazu äußern. kle

Rubriklistenbild: © dpa

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