Verdienstkreuz 1. Klasse für Wolfgang Reichelt / Minister dankt „Herrn Block“

Ein Chef, der viel Gutes tut

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Wirtschaftsminister Olaf Lies (links) und Wolfgang Reichelt bei der Ehrung.

Verden - Von Volkmar Koy. „Ein toller Termin.“ Mit diesen Worten begrüßte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies die Ehrengäste gestern Nachmittag im Kreishaus. Es gab in der Tat etwas Besonderes zu feiern. Wolfgang Reichelt erhielt das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Es war eine herausgehobene Ehrung mit kleinen Hindernissen. Wirtschaftsminister Olaf Lies kam wegen Autobahn-Staus mehr als eine halbe Stunde zu spät, dann begrüßte er den Protagonisten mit „Herr Block“ und schließlich reiste der Gast aus Hannover exakt um 17.50 Uhr am Kreishaus ab, was auch beim nächsten Termin in Oyten zu Verzögerungen führte (siehe Kreis und Region).

Der Bereitschaft aller Beteiligten, das Ereignis in gebührender Form zu würdigen, tat das aber keinen Abbruch. Der Minister stellte gleich zu Beginn die Frage, wie Reichelt sein unternehmerisches Schaffen mit seinen vielen Ehrenämtern verbinde. Dabei habe er auch noch seine Familie im Blick. Das sei beispielgebend, sowohl Experte für Trafos zu sein als auch die Bedeutung der Normen im Griff zu haben und sich im sozialen Bereich zu engagieren. Lies nannte nur die Stichworte „Tischrunde“ und „Domfestspiele“.

Der 74-jährige Geschäftsführer zeichne oft genug das Bild eines erfolgreichen Familienunternehmens. Als heimatverbundener Mittelständler in der ganzen Welt zuhause zu sein, das seien prägende Einflüsse. „Diejenigen, die eine Menge leisten, müssen auch ausgezeichnet werden“, sagte der Minister, ehe er Wolfgang Reichelt unter dem lang anhaltenden Beifall der Gäste das Verdienstkreuz ans Revers heftete. Übrigens: Bundespräsident Gauck hatte dem Chef der Firma Block Transformatoren bereits am 22. Mai auf Vorschlag von Ministerpräsident Stephan Weil das Verdienstkreuz verliehen. Minister Lies war es jetzt vorbehalten, die offizielle Verleihung vorzunehmen.

In seinen Dankesworten kam Reichelt nicht umhin, sein Lebensmotto noch einmal zu verkünden: „Tue Gutes und rede drüber.“ Er bezeichnete es ebenfalls als überragend, „was wir hier in der Region erreicht haben“. Und den Ehrengästen zugewandt, sagte Reichelt im Brustton der Überzeugung: „Ein Teil der Auszeichnung gehört ihnen.“ Die Mitarbeiter seiner Firma wurden ebenso in den Dank einbezogen wie seine Frau Marlis: „Einen Flügel vom Verdienstkreuz gebe ich dir ab.“

Der ehemalige Präsident der IHK Stade, Lothar Geißler, sprach das Grußwort der Wirtschaft. Reichelt spiele mit seiner Firma sei vielen Jahren in der ersten Liga seiner Branche. Sein unternehmerischer Blick habe stets das Übermorgen im Fokus, lobte Geißler den neuen Verdienstkreuz-Träger. Reichelt sei darüber hinaus ein absoluter „Innovationsbotschafter.“

Ähnlich äußerte sich der Prokurist der Firma Block, Reinhard Kleinschmidt. Die innere Roadmap Wolfgang Reichelts werde immer – auch im Urlaub – den neuesten Erkenntnissen angepasst. Kleinschmidt lobte zugleich die Betriebsatmo-sphäre: „Strategisch wird nicht nur auf ein Pferd gesetzt.“ Der Chef lasse es sich nicht nehmen, jedem Mitarbeiter persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. „Bei Block geht es immer nach vorn“, sagte Kleinschmidt. Und Reichelt werde sich „heute Abend zur Feier des Tages ein Bier gönnen“. Da war ein lautes „Ja“ zu vernehmen.

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