Betriebshofleiter Reinhard Brandt in den Ruhestand verabschiedet

Verdens oberster Gärtner geht

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Gute Wünsche der Kollegen begleiten Reinhard Brandt (3. v. l.) nach 38 Jahren in Diensten der Stadt in den Ruhestand (v.l.): Günter Palm, Lutz Brockmann, Rainer Kamermann, Volker Buschhoff, Thomas Foppe und Jürgen Brodbeck.

Verden - Reinhard Brandts Welt ist die freie Natur. Der oberste Gärtner der Stadt ist deshalb vielleicht der Mitarbeiter, der am wenigsten von der Attacke auf das Rathaus am Wochenende betroffen ist. Gestern musste der Leiter des Betriebshofes aber doch ins Rathaus. Im Kreise der Kollegen verabschiedete Bürgermeister Lutz Brockmann den Leiter des städtischen Betriebshofs in den Ruhestand.

„Jeder städtische Grashalm wird von ihm bekümmert“, fasste Lutz Brockmann das weitläufige Aufgabengebiet seines scheidenden Mitarbeiters zusammen. Wohlwisssend, dass neben den Einsatzplänen für die Pflege der Narzissenbeete und des Straßengrüns noch so einiges andere in die Zuständigkeit von Reinhard Brandt fiel. Die Stadtreinigung beispielsweise, gerade in der Domweihzeit sei das eine große Aufgabe für seine Mitarbeiter. Der Winterdienst auf städtischen Straßen und die Kontrolle von Spielplätzen und Bäumen gehören dazu.

Als Lebensleistung würdigte der Bürgermeister die Zusammenführung der Stadtgärtnerei mit dem Bauhof. Dabei sei die räumliche Vereinigung am neuen Standort an der Memelstraße im Vergleich zur Zusammenführung der 55 Mitarbeiter beider Abteilungen die kleinere Aufgabe gewesen. Das besonnene und ruhige Wesen Brandts habe sicher eine Rolle dabei gespielt, vermutete Personalrat Günter Palm.

Das gepflegte Erscheinungsbild der Stadt rechnete Volker Buschhoff, im Rathaus zuständig für Straßen und Verkehrseinrichtungen, auch auf das Konto des scheidenden Kollegen. „Wir haben 16 Jahre lang gut zusammengearbeitet“, stellte er fest. Wie Verwaltungschef Brockmann konnte Buschhoff schätzen, dass diese Aufgaben im eigenen Haus erledigt würden und das verlässlich und kalkulierbar.

Brandt wollte Förster werden 

Eigentlich hatte Reinhard Brandt aber Förster werden wollen. Nachdem es damals nicht mit dem Abitur geklappt hatte, blieb er aber im „grünen Bereich“, wie der 64-Jährige es formulierte. Nach der Gärtnerlehre in Bendingbostel wirkte Brandt 38 Jahre in Diensten der Stadt Verden. Er erinnert sich selbst noch gut daran, wie die Stadtgärtnerei die Blumendekoration für die 1 000-Jahr-Feier hergestellt hat. „Damals war ich gerade einmal eingearbeitet“, berichtete der Gärtnermeister gestern.

Auch die Taufe des Lufthansa-Flugzeugs auf den Namen „Verden“ und der Austausch mit Kollegen in den Partnerstädten sind ihm gut im Gedächtnis.

Brockmann wünschte Brandt Glück und Gesundheit für die neue Lebensphase. Für den scheidenden Mitarbeiter stand allerdings noch nicht so ganz fest, was genau ihn künftig beschäftigen werde. „Aber zum Nichtstun bin ich nicht der Typ.“ Der Bürgermeister schlug vor, erst einmal zu lernen, beim Gang durch die Stadt die Schönheiten zu genießen, anstatt die anstehende Arbeit zu sehen. 

kle

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