„Verdener Spätlese“ mit Besucherrekord

Auch Gäste aus Südafrika waren vor Ort. Sie besuchen zurzeit die Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik in Nienburg.

Die „Verdener Spätlese“ im Rahmen der Fleischrindertage machte auch in der 2019er-Edition ihrem Namen alle Ehre. So erzielten die elf Färsen der Rassen Charolais, Limousin, Angus, Galloway und Welsh Black am einen Durchschnittspreis von 3900 Euro. Auktionator Torsten Kirstein zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf.

Die Diabolo von Kronenhof-Tochter TKM Marie (Besitzer Kirstein GbR, Martfeld), wurde auf der „Verdener Spätlese“, der kleinen, aber feinen Elite-Auktion am Vorabend der 40. Fleischrindertage in Verden, zur neuen Championesse gekürt.

Bereits zum 18. Mal hatte die Masterrind diese besondere Versteigerung im Verlauf des jährlichen Züchterabends ausgerichtet und damit besonders bei Züchtern aus Deutschland, Dänemark, der Schweiz und dem Baltikum reges Kaufinteresse geweckt. Die Qualität der aufgetriebenen Jungtiere war ausnahmslos hoch, sodass es viele zufriedene Gesichter bei Verkäufern und Käufern gab.

Die sogenannte „Verdener Spätlese“ bot elf ausgesuchte Top-Jungrinder verschiedener Rassen. Sie erzielten einen Gesamtpreis von 42 900 Euro.

Dem Spitzentier des Abends, ein sehr typvolles tragendes Jungrind der Rasse Galloway aus seiner eigenen kleinen Zucht, erteilte Auktionator Torsten Kirstein bei 5600 Euro den Zuschlag. „Nein, damit habe ich nicht gerechnet, auch wenn die Färse über ein ausgezeichnetes Pedigree verfügt. Ich selbst hatte ein ganz anderes Tier favorisiert“, so der sichtlich überraschte Kirstein.

Doch so viel Bescheidenheit war gar nicht angebracht. Ein Blick in den Auktionskatalog genügte und sofort fielen diverse Glanzlichter der im Mai 2016 geborenen Diabolo-Tochter ins Auge, die von Optimist, dem Verkaufs-Siegerbullen auf dem Fleischrindertag 2016, tragend ist: Siegerin im Landesschauwettbewerb auf den Fleischrindertagen 2018, Reservesiegerin in Tarmstedt und Siegerin mit ihrer Mutter Mary auf der Landesschau sind nur Beispiele von bislang erworbenen Auszeichnungen. Zudem war Maries Erzeuger bereits Körsieger auf dem Fleischrindertag in Verden und wurde 2011 auf der Landesschau prämiert.

Der zweithöchste Preis des Abends wurde für Nikita, Top-Färse der Rasse Limousin, erzielt. Das genetisch hornlose Jungrind setzte ein spannendes Bieterduell in Gang. Bei 4700 Euro erteilte Kirstein dann den Zuschlag. Das hoffnungsvolle, von Experten als genetische Perle bezeichnete Rind verkörpert alle Anforderungen an einen Schautyp der Rasse.

Nikita stammt aus der Zuchtstätte von Heiko Meinen aus Apen und war im Vorfeld der „Verdener Spätlese“ von vielen Kennern mit der Favoritenrolle bedacht worden.

Auch der dritthöchste Preis des Abends ging an eine Färse der Rasse Limousin: Mathilda - Züchter und Besitzer Manfred Pupkes aus Hinte - wurde für 4600 Euro verkauft. „Das von dem genetisch hornlosen Besamungsbullen Torino tragende Tier verfügt über ein Pedigree der Extraklasse“, schwärmte Kirstein. Zudem trete Mathilde mit bereits zwei hochklassigen Landesschauplatzierungen in die Fußstapfen ihrer prominenten Mutter Marielle.  nie

„Verdener Spätlese“ am Freitag

 © Christel Niemann
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