Fünfmal um die Erde

Stadtradeln: Verden auf Platz eins im Lande

Drei Radler in der Altstadt.
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Mit guter Laune und Staffelstab: Lisa Pischke, Uwe Jordan und Lutz Brockmann (v.l.) beim Start in Verden.

Verden – Am Ende dreier Wochen mit Schafskälte, Regenschauern und sowieso Gegenwind standen bemerkenswerte Zahlen. Beim Stadtradeln belegt Verden aktuell in der Klasse der Städte mit 10 000 bis 50 000 Einwohnern bundesweit den fünften und niedersachsenweit den ersten Platz. Möglich machte es eine allein zum Vorjahr um satte 25 Prozent gestiegene Teilnehmerzahl und ein um 14 Prozent gestiegenes Kilometeraufkommen.

Zum Abschluss brachten gestern Nachmittag Bürgermeister Lutz Brockmann gemeinsam mit den Stadtradeln-Stars Lisa Pischke und Uwe Jordan den Staffelstab nach Posthausen, bei Wind und Wetter und standesgemäß natürlich auf zwei Rädern, ehe am Heimathaus der Ottersberger Bürgermeister Willy Weber griffbereit wartete.

In den zurückliegenden drei Wochen waren fünf Verdener in Wellington, in Neuseeland, am anderen Ende der Welt, rechnerisch zumindest, und nicht unwahrscheinlich, dass noch ein sechster hinzukommt. Bis zur Abfahrt am Rathaus gestern waren allein in Verden 210 000 Kilometer zusammengekommen, und es läppere sich weiter, sagt Organisatorin Angelika Revermann. Traditionell werde an den Tagen nach dem Stadtradeln noch ordentlich nachgemeldet. Die fünfeinhalbte Erdumrundung noch zu komplettieren, sei also durchaus denkbar. Nach aktuellem Stand laufe alles auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des Domgymnasiums zu. 182 Radler hatten knapp 25 000 Kilometer zurückgelegt, 80 Leute und 7 000 Kilometer mehr als im Vorjahr. Das Team mit den meisten Kilometern je Teilnehmer ist aktuell die Radsportgruppe, hier kommt jeder auf knapp 680 Kilometer. Der Höchststand bei den Einzelradlern liegt aktuell bei 2316 Kilometern. Die Zahl der Teams war von 79 auf 117 gestiegen, der Teilnehmer von 1 019 auf 1 267.

Als gestern Nachmittag das kommunale Oberhaupt, die Klimaschützerin und der Kriminaldirektor a.D. in den Sattel stiegen, zu den Klängen des Glockenspiels, da waren erstmal die vergangenen drei Wochen zu beleuchten. Ganz zufrieden sei er mit seinen 186 Kilometern nicht, räumte Brockmann ein, „dummerweise ist zwischenzeitlich auch noch mein Fahrrad kaputt gegangen.“ Immerhin: mehr als 30 Kilometer kamen gestern noch hinzu.

Und es waren grundlegende Pläne zu schmieden. Den Radwegen entlang der Landesstraßen nach Posthausen fahren, den als holprig bekannten Radwegen? „Wir haben uns fürs Abenteuer mit guten Radwegen über Schülingen bis nach Völkersen entschieden, und von da erst entlang der L 155“, verriet Brockmann.

Alles einfach zu nehmen? Weil des durch Flachland geht? Uwe Jordan sammelte da so seine eigenen Erfahrungen. „Die Leute behaupten immer, wir Radler im Norden haben es leichter“, sinnierte er, „aber das Gegenteil ist der Fall. Im Bergland sieht man das Ende der Steigung, man kann sich darauf einstellen. In unseren Regionen ist Gegenwind. Er ist nicht zu sehen, und ein Ende nicht in Sicht.“

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