Vorschusslorbeeren für den Syndikatshof

Stadtrat winkt Verdener Millionen-Projekt durch

Altes Gebäude mit Turm.
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Seltene Einmütigkeit: Der Stadtrat gab die Millionen für die Syndikatshof-Sanierung einstimmig frei.

Hohe Erwartungen setzt der Verdener Stadtrat in den Syndikatshof am Norderstädtischen Markt. Das mächtige Gebäude soll für 3,5 Millionen Euro saniert werden und anschließend einer Reihe von Organisationen zur Verfügung stehen.

Verden – Kleines Juwel, Herzensangelegenheit, Glücksfall. Bevor im Stadtrat die grünen Ja-Karten nur so in die Höhe flogen und das Kamera-Feld ausfüllten, bevor also das höchste Gremium in seiner Online-Sitzung die Millionen freigab, da überboten sich die Redner mit Vorschusslorbeeren. Sollte der Syndikatshof am Rande des Norderstädtischen Marktes auch nur einen Bruchteil der hohen Erwartungen erfüllen, er wäre eine Riesenbereicherung für die Innenstadt. Erwartungsgemäß deckelte der Stadtrat die Sanierungskosten auf 3,5 Millionen Euro.

Das Verdener Projekt hatte sich unter 1 300 Bewerbungen, die beim Bund eingegangen waren, qualifiziert. Mehr als anderthalb Millionen fließen deshalb von der Spree an die Aller. Darauf verwies nochmals Bürgermeister Lutz Brockmann.

Denkmalschutz wird komplett umgesetzt

Den Syndikatshof bezeichnete er als Glücksfall, das Projekt habe das Zeug, die Innenstadt kulturell zu bereichern, was ein nächster Beitrag zur Zukunftsentwicklung von Fußgängerzone und Co sei. Die Kosten würden auf 3,5 Millionen gedeckelt, zur Not würde auf Ausbau-Details verzichtet. Brockmann: „Dazu gehören aber nicht die Denkmalschutz-Arbeiten, sie werden im vollen Umfang durchgeführt.“

Kulturausschuss-Vorsitzender Werner Meincke (Grüne) verwies auf die Entwicklungsgeschichte der Syndikatshof-Sanierung mit vielen Abstimmungsgesprächen und insgesamt vier Workshops. Organisationen wie die Kreisgemeinschaft Preußisch-Eylau, Wabe, Doz20, die Familienforscher, die Anita-Augspurg-AG und das Stadtarchiv bekundeten Interesse an einer Nutzung. Ferner sei es als Lernort gedacht.

Ein kleines Juwel nannte Michael Otten, Noch-Vorsitzender der SPD-Fraktion, das Gebäude. Es sei viel zu wenig zur Wirkung gekommen. CDU-Fraktionschef Jens Richter bezeichnete es als wichtig, dass dieses Gebäude anders als damals das Ackerbürgerhaus ein hohes Nutzungs-Interesse auslöse. Jürgen Weidemann (FDP) führte einen nächsten Aspekt an: „Da entwickelt sich ein Haus voller Historiker. Vielleicht erhöht sich damit auch wieder die Zahl historischer Veröffentlichungen.“ Und SPD-Frau Karin Hanschmann erklärte: „Dies Haus ist eine Herzensangelegenheit. Es darf nicht nur auf seine Kosten reduziert werden.“

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