Bewerbungsfrist beendet

Verdener Stadtkante: Sechs Investoren interessiert

Rasenfläche an einem Mauerstück.
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Noch im Dornröschenschlaf: das Millionen-Projekt Stadtkante auf dem ehemaligen Kaufhallengelände zwischen alter Stadtmauer und Aller.

Sechs Investoren meldeten für das Verdener Millionen-Projekt Stadtkante ihr Interesse an. Das ist das Ergebnis des Bewerberverfahrens. Kommenden Freitag will sich die Verdener Jury schon mit den Plänen befassen.

Verden – Na also, geht doch. Knapp zwei Jahre nach dem unrühmlichen Ende des ersten Vermarktungsversuchs kommt das Verdener Millionen-Projekt Stadtkante auf dem Gelände der ehemaligen Kaufhalle wieder in Schwung. Sechs Investoren bekunden Interesse an dem Filetgrundstück in der Norderstadt. Sie beteiligten sich mit einer ersten Projektpräsentation an dem städtebaulichen Wettbewerb, den die Stadt Verden ausgeschrieben hat. Das ist das Ergebnis des ersten Schrittes des Vergabeverfahrens, der Ende vergangener Woche abgeschlossen wurde.

Das Verdener Rathaus reagiert zufrieden auf das halbe Dutzend. „Das ist doch eine sehr gute Resonanz“, sagt Birgit Koröde aus dem Fachbereich Stadtentwicklung. Damit habe sich bestätigt, was schon in den vergangenen Monaten mit den zwischenzeitlich immer mal wieder aufgelaufenen Anfragen im Rathaus erkennbar wurde: das Projekt habe in den vergangenen Jahren nichts an Reiz und Zugkraft verloren.

Ob es allerdings bei diesem Sextett an Investoren bleibt, steht noch in den Sternen. Schon in den nächsten Tagen fallen Vorentscheidungen. Dem ehrgeizigen Zeitplan folgend, ist bereits für den kommenden Freitag eine erste Bewertungsrunde im Rathaus terminiert. Vertreter der Baubranche, der Immobilienszene, Architekten, Stadtplaner, Rathaus-Spitze, nicht zuletzt eine ganze Reihe Vertreter der Ratsfraktionen, mehr als ein Dutzend Eingeweihte werden es sein, die im Rahmen einer Präsenzveranstaltung hinter verschlossenen Türen des Ratssaals Entscheidungen treffen wollen. Bis Mitte Juli soll der Sieger feststehen.

Am zurückliegenden Donnerstag, dem letzten Tag der Abgabemöglichkeit, war es noch einmal spannend geworden. „Bis Mittag lag uns noch nichts vor, innerhalb von viereinhalb Stunden gingen uns sämtliche sechs Beiträge zu“, berichtet Jörn Ackermann vom Bremer Projektentwickler BPW-Stadtplanung. Er nennt das Aufkommen „stattlich“. Das sei das erhoffte Ergebnis, auf das allerdings aufgrund des aktuell schwierigen Marktumfeldes kaum noch jemand ernsthaft hätte wetten mögen.

Tatsächlich entwickelte sich auch diesmal jener Stadtkanten-Baustein, der bereits vor zwei Jahren zum Aus geführt hatte, zur Klippe. Ein Viertel des Gesamtprojektes macht immerhin das Hotel aus. „Wir haben Absageschreiben erhalten“, so Ackermann, „man bedauere, im Moment könne man aufgrund der Corona-Schwierigkeiten, in denen die Beherbergungsbranche stecke, kein Preisangebot einreichen.“ Ein wenig war das Verdener Rathaus möglichen Investoren bereits entgegengekommen. In Sachen Hotel könne sich der Bauherr Zeit nehmen, eine vorübergehende Lösung mit Zimmervermietung sei möglich. Die zweite Daumenschraube des Projektes kam indes ohne Fremdeln der Bewerber davon. Jede fünfte Wohnung müsse der Kategorie bezahlbar angehören, hieß es in der Ausschreibung.

In der ersten Bewertungsrunde kommen die Entwürfe nun auf eine Art Prüfstand. „Alles noch ein grober Entwurf“, sagt Bauamtsleiterin Koröde, „diese Pläne werden weiter ausgearbeitet.“ Als nächstes sei ein sogenanntes Rückfrage-Kolloquium geplant, der Start einer Durcharbeitungsphase, die mit einer Bewertungssitzung ende. Klingt kompliziert, schließt aber weiterhin die vor Jahren gefassten Kernziele ein, die Ansiedlung eines Lebensmittelvollsortimenters mit einem vorhandenen Interessenten sowie Wohnnutzungen, Dienstleistungen, Beherbergung und Gastronomie.

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