Verdener Männerchor blickt zurück / Positive Bilanz von Chorleiter Lambertus

Altes pflegen und Neues probieren

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Vorsitzender Richard Rust ehrte auf der Jahreshauptversammlung die langjährigen Mitglieder Heinz Piepjahn, Gerhard Krantz und Claus Koloschinski (v.l.).

Verden - Bestens aufgestellt ist der Verdener Männerchor (VMC): „Unser Weihnachtskonzert liegt nun schon wieder gut zwei Wochen zurück und ist gewissermaßen Geschichte, aber es hat einen immer noch spürbaren und bleibenden Eindruck hinterlassen“, freute sich Anton Lambertus. Er ist seit knapp einem Jahr musikalischer Leiter des Chores.

Lambertus konnte zwar auf der Jahreshauptversammlung nicht anwesend sein, ließ aber stellvertretend den zweiten Vorsitzenden Rainer Heitmann seinen Bericht verlesen. Der Auftritt am vierten Advent, so Lambertus, sei gewissermaßen der abschließende Höhepunkt seines ersten Jahres als Chorleiter gewesen und habe ihm persönlich deutlich gemacht, dass das gemeinsame Wirken Fortschritte zeige. Mit der Arbeit sollte daher da weitergemacht werden, wo man im Dezember aufgehört habe. Dabei habe es sich nicht nur beim Auftritt im Dom als gewinnbringend herausgestellt, vermeintlich gut bekannte Stücke noch einmal Stimme für Stimme durchzuarbeiten. Eine spontane Rückmeldung von fachkundiger Seite nach diesem Konzert habe ihm bestätigt: „Der Chor ist qualitativ besser geworden und man hört einzelne Stimmen nicht mehr so heraus.“ Der gemeinsame Anspruch des Chores und des Leiters sei es weiterhin, dem Publikum schöne Musik zu bieten, die sich hören lassen könne, aber keine Lieder, bei denen zu spüren sei, dass sie die Möglichkeiten des Chores übersteigen.

Lambertus wünscht sich für die Zukunft, das Leitung und Chor auch neue Wege gehen. So könne das Repertoire um das eine oder andere Lied ergänzt werden. Ein neues Stück einzustudieren oder ein vor längerer Zeit gesungenes Lied wieder neu einzustudieren, der Aufwand sei oftmals nicht unterschiedlich groß. Allerdings gehöre der Mut dazu, Stücke bleiben zu lassen, die einfach nicht mehr zeitgemäß seien oder den Chor überforderten.

Ob Volkslieder, klassisches Liedgut, Pop- und Gospelmusik, alles habe im Chorgesang seinen Platz und könne zu gegebenen Anlässen erprobt werden. Im Fundus mit dem Titel „Männersache“ und in weiteren Quellen gebe es sicher noch so manches geeignete Werk zu entdecken, oder auch wieder zu entdecken.

Er selbst habe im vergangenen Jahr eine ganze Menge gelernt, so Lambertus. „Und wenn man gemeinsam lernt, macht es noch mehr Spaß, gerade in der Musik.“ Er dankte allen Chormitgliedern für das gezeigte Engagement und das sich Einlassen auf bislang noch nicht bekannte Methoden der Chorarbeit. Er warb auch für weitere Unterstützung, ganz nach dem Motto: „Gesang kennt kein Alter.“

Im Jahresrückblick erinnerte der zweite Vorsitzende Rainer Heitmann kurz an die Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Außerdem teilte er mit, dass die Zahl der Sänger, die aktiv am Chorgesang teilnehmen, mit 52 Aktiven nahezu konstant geblieben sei.

Bei den Ehrungen zeichnete der Vorsitzende Richard Rust zwei Sänger aus: Claus Koloschinski für 50 Jahre und Heinz Piepjahn für 40 Jahre. Langjähriges Fördermitglied ist Gerhard Krantz (50 Jahre). Bei den Wahlen zum Vorstand wurden der Vorsitzende Richard Rust und Schatzmeister Horst Menzen in ihren Ämtern bestätigt.

Geplant ist unter anderem eine Chorfahrt in das Sauerland zum Hochdahler Männerchor. Das Ensemble war im vergangenen Jahr in Verden zu Gast.

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